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Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge ...


Was Spiegel und AFP für wichtig halten:

"Mark Esperanto"
Trump schreibt Name seines Verteidigungsministers falsch ...


Der Tweet begann gleich mit der offensichtlichsten: Der US-Präsident schrieb da von einem gewissen "Mark Esperanto", angeblich US-Verteidigungsminister. In den sozialen Medien folgten prompt Spott und Häme darüber, dass der US-Präsident den Namen seines eigenen Pentagon-Chefs, Mark Esper, nicht richtig schreiben konnte. Trump löschte den Tweet wenig später - und ersetzte ihn mit der korrekten Schreibweise. Doch natürlich waren zuvor schon Screenshots seines Ausrutschers entstanden ...

spiegel.de 20.10.2019

Dabei hatte Trump „Esperanto“ wohl nur als Merkhilfe benutzt. – Nach einem alten Militärwitz soll ein General einem jungen Offizier namens Fintern einen Orden verleihen: „Den Namen kann ich mir nicht merken.“ Einer aus seinem Stab rät: „Merken Sie sich doch einfach ‚Hintern‘ mit F davor!“ Als dann die Truppe angetreten ist, ruft der General: „Leutnant Farsch, vortreten!“


Sigmar Salzburg

23.10.2019 03:35   Rechtschreibforum   >   Schwarzer Humor, Satire   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die zum Jubiläum herangekarrten Gegendemonstranten

Spiegel Online:
Dresden Kundgebung von Pegida - Tausende Gegendemonstranten

... Mehrere Tausend Menschen haben in Dresden gegen die islam- und ausländerfeindliche Pegida-Bewegung demonstriert. Anlass war der Jahrestag der selbst ernannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida), die am 20. Oktober 2014 ihre erste Versammlung in Dresden abgehalten hatten.

Die Veranstalter der Proteste gingen von mehr als 5000 Teilnehmern aus. Zu der Kundgebung hatte das Bündnis "Herz statt Hetze" aufgerufen. Auch Demonstranten aus Chemnitz und Leipzig waren nach Dresden gekommen.

Bei der Kundgebung von Pegida auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche versammelten sich dagegen schätzungsweise 3000 Anhänger. Die Polizei gab keine Teilnehmerzahlen bekannt...

kry/dpa
spiegel.de 20.10.2019



Rechts Pegida, links Gegendemo (Bild pbs.twimg.com)

An den üblichen Montagen gibt es sonst kaum Gegendemonstranten. Diese hier sind auch zu nahe zugelassen. „Pegida“ ist außerdem nicht ausländerfeindlich, sondern gegen zuviel und unerwünschte Ausländer.

Fünf Jahre friedlich – welch eine Leistung! Wie man eine solche Bewegung im Keim erstickt, konnte man in Kiel 2015 beobachten, – wie linke Demonstrationen ablaufen, in Frankfurt und Hamburg und im Vergleich.



Sigmar Salzburg

22.10.2019 01:45   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Lügen- und Lückenpresse   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Thilo Sarrazin, ...

... diesmal in der richtigen Rechtschreibung:

Hört euch zu!

... Als rationaler Charakter kann ich gar nicht dagegen sein, daß die Politik den Versuch unternimmt, den Klimawandel vorausschauend zu gestalten. Übertreibungen werde ich mit ganzer Kraft bekämpfen. Aber ich werde niemals jene Bürger dämonisieren, die im Fahrrad die Lösung aller Transportprobleme sehen. Ich werde sie allenfalls ein wenig verspotten. Den gleichen Spott wende ich auf Genderpuristen an, die die deutsche Sprache verhunzen. Mag doch jeder reden wie er will, solange der Haß gezähmt wird und Lügen geächtet bleiben.

Politisch korrektes Meinungsschema

Übrigens: Wenn alle Völker und Gesellschaften so wenig Kinder bekämen wie die autochthonen Deutschen, nämlich 1,3 Kinder pro Frau, müßten wir uns um den Klimawandel keine Sorgen machen, weil die Weltbevölkerung schnell abnähme und damit die menschengemachten Emissionen automatisch sänken.

Warum nur höre ich von den Klimaaktivisten so gar nichts über das Wachstum der Weltbevölkerung und was man dagegen tun könnte? Die Antwort drängt sich mir auf: Beim Klimawandel gilt das industrialisierte westliche Abendland als der Hauptsünder. Das paßt ins politisch korrekte Meinungsschema...

jungefreiheit.de 19.10.2019

Siehe such dies


Sigmar Salzburg

20.10.2019 07:36   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Junge Freiheit   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Ein Politologe zu Halle

Die empirische physikalische Forschung könnte heute, wenn es sinnvoll wäre, den Erdumfang auf weniger als eine Haaresbreite messen und vorausberechnen. „Weichwissenschaften“ hingegen, wie Soziologie und Politologie, könnten mit ihren Methoden noch nicht einmal den Mond von der Erde unterscheiden. Die Ergebnisse der „Forschenden“ unterscheiden sich himmelweit je nach eigener Sozialisation, ideologisch orientierter Ausbildung und Erwartungshaltung des übergeordneten Staatsapparates oder sonstiger Geldgeber.

Auch der erkennbar um Objektivtät bemühte Armin Pfahl-Traughber, ehemals Verfassungsschutzmitarbeiter, heute Lehr(end)er an einer Hochschule, ist davon nicht frei. Der regelmäßige Beiträger des „Humanistischen Pressedienstes“ ( hpd.de 15.10.2019) bezieht sich im Interview auf fragwürdige „Sozialforschungen“:
Ganz allgemein muss hier noch konstatiert werden, dass die Ergebnisse der empirischen Sozialforschung in den letzten Jahrzehnten immer wieder von einem antisemitischen Einstellungspotential von um die 20 Prozent in der Bevölkerung ausgingen. Es gab auch für recht eindeutige Items wie etwa "Die Juden haben einfach etwas Besonderes und Eigentümliches an sich und passen nicht so recht zu uns" mit 9,1 Prozent hohe Zustimmung.
Obwohl ich die uralte jüdische Tradition bewunderungswürdig finde, würde sogar ich dem zustimmen, trotz jüdischer Urgroßmutter – ohne nun Ausgrenzungs- oder gar Mordgedanken zu hegen. Einstein, Freud und Marx waren, was die Religion anbetrifft, wohl auch dieser Meinung.
Meiner Auffassung nach hat sich das antisemitische Einstellungspotential nicht quantitativ erhöht. Aus einer früher eher latenten Aversion ist indessen eher eine manifeste Bekundung geworden.
Das heißt unausgesprochen, daß die biodeutschen Antisemiten weniger geworden sind und durch die zugewanderten Islamisten ersetzt wurden.

P-T sagt nun im Interview auf die Frage nach der „Mitschuld“ der AfD am Anschlag von Halle, die von üblen Altparteienpolitikern behauptet wird (man beachte die Sprache, die alle Verdächtigungen möglich sein läßt):
Eine solche Aussage wäre mir zu pauschal. Zunächst einmal gilt es festzustellen, dass für die AfD der Antisemitismus kein primäres Agitationsthema ist und sie auch nicht zu Gewalt gegen Juden aufgerufen hat. Dies macht die Partei indessen in diesem Kontext nicht zu einem unproblematischen Akteur. Das wird bereits darin deutlich, dass sie sich zwar einerseits als offiziell pro-jüdisch gibt, andererseits aber von den Bundestagsparteien eben jene Partei mit dem größten Antisemitismus-Problem ist.
Da hat er aber nicht die Kumpanei der SED-Linken mit den Al-Kuds-Demonstranten, die „Juden ins Gas“ rufen, eingerechnet – gerade wieder in diesem Zusammenhang von Hubertus Knabe erwähnt. Und was ermöglicht ihm nun diesen Blick hinter die Stirne der führenden AfD-Leute?
Aus regelmäßigen Umfragen ist bekannt, dass der Anstieg von judenfeindlichen Einstellungen mit der politischen Orientierung nach rechts steigt. Insofern ist auch nicht verwunderlich, wenn hier die AfD-Wähler vorn liegen. Gleiches darf mit guten Gründen für die Parteimitglieder vermutet werden.
Dann führt P-T das untaugliche Beispiel des Herrn mit dem jüdischen Richternamen an, der immer noch nicht aus der Partei ausgeschlossen sei. Das liegt aber nicht an der AfD, sondern an den Parteiengesetzen. Die SPD hat es mit Thilo Sarrazin auch bisher nicht geschafft, trotz dreimaliger Versuche.
Warum gibt man sich offiziell als pro-jüdisch? Dies hat einen sehr einfachen Grund: So kann man sich umso einfacher muslimenfeindlich geben. Denn der Antisemitismus wird von der AfD nicht als ein Problem der deutschen Mehrheitsgesellschaft, sondern als das der Muslime angesehen. Dort gibt es tatsächlich hohe Einstellungspotentiale von Judenfeindschaft.
Das sind keine „Einstellungspotentiale“, sondern klare Weisungen „Gottes“ im Koran. – Würde man auch die Masseneinwanderung von Nazigläubigen zulassen, die mit dem Parteiprogramm der NSDAP verschworen sind und es nun zur Unterwanderung des Grundgesetzes als Religion ausgeben?
Indessen will die AfD auch so vom Antisemitismus im eigenen Lager ablenken und sich offiziell als gemäßigt geben.
Das ist wieder eine Unterstellung und unbeweisbare Behauptung. Die AfD wagt ja noch nicht einmal, das Verbot der Beschneidung zu fordern, obwohl das eine Forderung der Menschenrechte wäre – um nicht als antisemitisch zu gelten.

P-T zitiert mit Vorbehalten die Polizeistatistik, nach der 94 Prozent aller judenfeindlichen Delikte von „rechts“ kämen, verschweigt aber die Ergebnisse von Umfragen (bild.de 9.12.2018), nach denen 41 Prozent der befragten Juden in Deutschland angaben, daß die Täter einen muslimischen Hintergrund hatten und Rechte nur mit 20 Prozent und Linke mit 16 Prozent genannt wurden.
Die jüdischen Organisationen sind indessen nicht auf diese Selbstdarstellung der Partei hereingefallen.
Der Initiator der „Juden in der AfD“, Emanuel Krauskopf, hat eine andere Erklärung dafür: Der Zentralrat der Juden ist so verwoben mit Politik und Wirtschaft, daß er um seine Privilegierung fürchtet, wenn er sich gegen die Islamisierung stellt (dazu auch https://youtu.be/jaRDWki9wyc). Krauskopf selbst hat noch miterlebt, wie 150000 Juden aus Algerien nach der dortigen islamischen Machtübernahme geflüchtet sind. – Zum Schluß bestätigt P-T , nachdem er die AfD grundlos nicht völlig von Schuld freigesprochen hat, meine Einschätzung:
Stephan B. gehörte nach aktuellem Kenntnisstand nicht einer neonazistischen Organisation an und radikalisierte sich eigenständig über einen besonderen Internetkonsum. Damit ist und war er nicht der einzige Lone Wolf-Terrorist.
Genaueres über die Gamer-Szene hat auf Broders „Achse des Guten“ Kolja Zydatiss veröffentlicht.

Ergänzt 23.10.29


Sigmar Salzburg

20.10.2019 03:59   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Als das Fernsehen zum Zwangsgebühren-Denunziationsfunk wurde.

Imad Karim, Regisseur vieler interessanter Dokumentarfilme, schreibt in einem langen, sehr persönlichen Bericht auch über seine endgültige Ausgrenzung aus dem öffentlich „rechtlichen“ Rundfunk:

Imad Karim· 18.10.19, 09:35

[...] Der endgültige Abbruch mit meinem früheren Brotgeber [öff. rechtl. Fernsehen] kam, als ein sehr bekannter Redakteur, mit dem ich auch befreundet war, auf mich zukam und mich bat, eine bestimmte Reportage zu machen. Er erzählte mir dass die Bäckerinnung eine Werbekampagne für das Deutsche Brot startete und ich deshalb eine Reportage machen und den Vorsitzenden der Innung interviewen sollte.

Ich antwortete fragend, warum ich so eine Reportage machen solle, denn Wirtschaft sei nicht mein Ressort. Er erwiderte, ich solle den Mann interviewen und ihn als „völkisch“ entlarven. Ich fragte mit großem Erstaunen „warum soll der Mann völkisch sein?“. Mein Kollege, der prominente und deutschlandweit bekannte ÖR-Redakteur antwortete „weil er für das deutsche Brot wirbt und sich somit gegen das türkische und arabische Brot stellt. Das ist Rassismus und Du sollst den Mann entlarven“.

Ich sagte ihm, der Einzige Rassist bist Du, weil Du Dich hasst und weil Du mich nicht respektierst und gerade versuchst, mich in meiner Integrität anzugreifen. Du willst mich instrumentalisieren, mit der Hoffnung, deinen miserablen pathologischen Zustand therapieren zu können. Du bist ein armseliger Zeitgenosse, mit dem ich nichts gemeinsam habe, denn ich verachte Selbsthasser“.

Danach bekam ich keinen einzigen Drehauftrag mehr. Ich war ohnehin in den letzten Jahren nur noch ein freier Filmautor, den man jeder Zeit kaltstellen kann. [...]

[Absätze hinzugefügt]


Sigmar Salzburg

19.10.2019 09:31   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Das hatte uns noch gefehlt:

Gute Nachrichten vom Mars: Der Bohrer der Marssonde InSight funktioniert wieder. Nach wochenlanger Zwangspause hat sich die Messsonde nun weiter in den Untergrund gehämmert ...
scinexx.de 18.10.2019

Das Wort wurde der Liste der sss-Greuel hinzugefügt.


Sigmar Salzburg

18.10.2019 16:53   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Dreifachbuchstaben   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Deutsch für Dichter und Denker

Vor fast sechs Jahren zitierten wir die Kritik von Michael Paulwitz an der „rassistischen“ Deutung des Wortes „Mohr“ durch eine Hobbylinguistin:
... Susan Arndt, Literaturprofessorin in Bayreuth mit den Arbeitsgebieten „Kritische Weißseinsforschung“ und „Rassismus“. Sie hat im Unrast-Verlag, der ein linksextremes Themenspektrum bedient, ein Buch über „Afrika und die deutsche Sprache“ veröffentlicht.

Darin behauptet Arndt allen Ernstes: „In dem Wort [Mohr] steckt das griechische ‚moros‘, das ‚töricht‘, ‚einfältig‘, ‚dumm‘ und auch ‚gottlos‘ bedeutet, und das lateinische maurus, welches für ‚schwarz‘, ‚dunkel‘, bzw. ‚afrikanisch‘ steht.“ Leider hat Arndt offenkundig weder von Griechisch noch von Latein eine Ahnung. Das hier gemeinte griechische Wort „μωρός“ spielt für die Geschichte des Wortes „Mohr“ überhaupt keine Rolle. Hier soll offenbar künstlich ein Rassismushintergrund aufgebaut werden.
Vor kurzem ist Daniel Scholten („Deutsch für Dichter und Denker“) der Sache noch einmal gründlich nachgegangen, denn auch bei den Spiegel-Fechtern (m,w,d) ist die Weisheit immer noch nicht angekommen. Er zeigt anhand von Original-Dokumenten, daß das Wort ursprünglich wohl auf die Eigenbezeichnung eines nordafrikanischen Volkes zurückgeht. Es wurde zuerst vom griechischen Geographen Strabo um die Zeitenwende erwähnt, sonst nur von Nichtgriechen verwendet und hat auch mit dem entfernt ähnlich klingenden Wort für „töricht“ im Griechischen nichts zu tun:
https://www.belleslettres.eu/content/wortkunde/mohr-etymologie.php
Zu Recht weigert sich der Nigerianer Andrew Onuegbu bis heute, sein Kieler Restaurant Zum Mohrenkopfnach den Wünschen der Correctness-Kampftruppen umzubenennen.

Sigmar Salzburg

18.10.2019 16:01   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Wolfgang Mentrup

Vor 16 Jahren zitierte ich einen inzwischen 32 Jahre alten Artikel des Schreibreformers Wolfgang Mentrup in „Spektrum der Wissenschaft“ 8/1987, der triumphierend berichtete, daß erstmals, nach 85 Jahren alljährlich neuer Reformvorschläge, „hohe politische Beamte“ ihre Bereitschaft bekundeten, an einer „Reform“ der Rechtschreibung mitzuwirken, weil „ihre Vereinfachung dringlicher ist als je zuvor“. Die Kleinschreibersekte, mit Jacob Grimm aus dem 19. Jahrhundert als ihrem prominentesten Vorläufer, hatte den Fuß in die Tür gekriegt.

Prof. Theodor Ickler hat nun bei Sprachforschung.org auf einen 16 Seiten langen Vortrag Mentrups aus dem Jahr 1986 aufmerksam gemacht. Dort beschreibt Mentrup die Entwicklung der deutschen Groß- und Kleinschreibung seit dem Mittelalter – und zwar in der von ihm erstrebten „gemäßigten“ Kleinschreibung, also nur Satzanfänge und Eigennamen groß.

Ansonsten benutzt Mentrup weiter die üblichen Regeln und versucht noch nicht einmal, das „ß“ durch die auch in Deutschland nicht unbekannte reine „ss“-Schreibung oder die „jacobinische“ mit „sz“ zu ersetzen. Dieser „dringende“ Reformbedarf wurde erst entdeckt, nachdem die Kultusminister die Substantivgroßschreibung nicht angetastet haben wollten. Dennoch gelang auch dort ein Einbruch, aber in gegenteiliger Richtung – mit den Albernheiten „des Öfteren“, die „seit Kurzem“ vorgeschrieben sind, obwohl „der“ oder „das Öftere“ als Wort oder Begriff gar nicht existiert. Auch wird die Großschreibung jetzt, komplizierter, von der zufälligen Deklinierbarkeit des Wortes abhängig gemacht: „seit Langem“, aber „seit gestern“.

Um die Reform durchschlagend und allgegenwärtig sichtbar zu gestalten, grub man die längst vergessene ss/ß-Regel des Pädagogen Johann Christian August Heyse um 1800 aus und pries den Konservativen die Erhaltung des „ß“, den „ß-Hassern“ seine Teilabschaffung und wahrscheinlich den Medienkonzernen die Notwendigkeit, „veraltete“ Bücher, vor allem Lehr- und Jugendbücher, schnellstens aussortieren zu müssen.

Da man dem ablehnenden Volk die damit verbundenen Kosten von bis zu 20 Milliarden Euro nicht hätte erklären können, wurde weiterer „Reformbedarf“ gesucht und gefunden, z.B. statt „behenden Fußes“ jetzt „behänden Fußes“ zu gehen oder statt ein „rauhes Wehen“ ein „raues Wehen“ der Winde zu spüren. Der österreichische Reformer Karl Blüml hat es ausgeplaudert, warum die „Reform“ trotz Ausschluß des Haupziels „Kleinschreibung“ noch weitergeführt werden sollte:
"Das Ziel der Reform waren aber gar nicht die Neuerungen. Das Ziel war, die Rechtschreibregelung aus der Kompetenz eines deutschen Privatverlages in die staatliche Kompetenz zurückzuholen." (Standard 31. 1. 1998)
Die Engländer kommen seit zweihundert Jahren mit ihrem privatwirtschaftlich geführten Webster aus. In Deutschland förderten die Altparteien die Verstaatlichung, um den stark engagierten Bertelsmann-Konzern auch am Lexikongeschäft teilhaben zu lassen. Inzwischen ist er ausgestiegen und die Deutschen sitzen mit ihrer verfremdeten Reformschreibung dumm da.


Sigmar Salzburg

17.10.2019 06:42   Rechtschreibforum   >   Kleinschreiber   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Zu den „Meinungen“ von Herrmann (CSU), Kramp-Karrenbauer (CDU), Lauterbach (SPD)...

Die bekanntgewordenen Einzelheiten über den Attentäter von Halle (spiegel.de 14.10.2019) zeigen, daß er, als vielleicht drogengeschädigter oder aspergerbeschränkter Einzelgänger, in kein Netzwerk eingebunden war und sich sogar seine Waffen selber basteln mußte. Sicher hat er mit antisemitischen Motiven dem Massenmörder von Christchurch nacheifern wollen und als Versager weltweit herostratischen Ruhm des Bösen einheimsen wollen.

Jetzt versuchen charakterlich unanständige Mitglieder der versagt habenden Altparteien, den Kampf der AfD um geregelte Grenzen und Zuwanderung als angebliche Ursache dieser Taten eines irren Einzelgängers zugunsten ihres eigenen Wahlkampfs zu instrumentieren. Das ist, um den bekannten, hier passenden Antifa-Sprech zu benutzen, „keine Meinung, sondern ein Verbrechen“!


Geä. 17.10.19


Sigmar Salzburg

15.10.2019 16:46   Rechtschreibforum   >   Verantwortungslose Politiker   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Zwischen Weinachten und Raunächten Bundeskanzler*in werden

... Zu den liebsten Geschichten, die Gerhard Schröder in diesen Tagen erzählt, gehört die Geschichte seiner missglückten Weihnachtskarte. Er ist kein Freund großer selbst_ geschriebener Texte. Aber diesmal, vor Weihnachten, verfasste er eigenhändig einen Weihnachtsgruß. "Frohe Weihnachten" sollte da stehen, bevor er seinen "Gerhard Schröder" daruntersetzte. Aber dann schrieb er, ohne den Fehler zu bemerken, "Frohe Weinachten", ohne h...

... irgendwann machte die Geschichte von seiner Weihnachtspost in Hannover die Runde, und dann erfuhr auch der niedersächsische Legasthenikerverband von der Karte. Der Verband nutzte postwendend die Gelegenheit, so Schröder, und schrieb ihm einen Brief. Er macht eine kurze Pause, damit die Pointe seiner Geschichte besser zur Wirkung kommt: "Sie haben mir Rechtschreibhilfe angeboten, auf Lebenszeit."...
spiegel.de 3.1.2017

SWR:
Rechtschreibung ist nicht so wichtig
Jedenfalls nicht, wenn man sie in Relation zu anderen sprachlichen Fertigkeiten setzt. Ob man Weihnachten mit oder ohne schreibt, ist dann nicht mehr ganz so wichtig. Immerhin hat es in diesem Land schon einmal jemand, der Weihnachten ohne „h“ schreibt, zum Bundeskanzler gebracht...

In der Schule spielt Orthografie eine wichtige Rolle. Kinder sollen fehlerfrei schreiben. Muss das wirklich sein? Der Anglist Werner Schäfer hat sich darüber Gedanken gemacht: [...]

Wir werden den Lehrer/Lektor/Korrektor [korrekter: Lehrer*in/Lektor*in/Korrektor*in] ständig bei uns haben. Keinen menschlichen Lehrer/Lektor/Korrektor [korrekter: Lehrer*in/Lektor*in/Korrektor*in] sondern einen künstlichen [eine*n künstliche*n]. Der[/die] stellt sicher, dass alles seine [/ihre] Richtigkeit hat.

swr.de 1.9.2019, 3:08 Uhr

Ja, warum muß nun, wenn man heute „Weihnachten“ und „rauh“ mit „h“ schreibt, das erste richtig und das zweite falsch sein – nur weil seltsame Zirkel, dummdreiste Politiker und fiese Profiteure es 1996 so wollten?


Sigmar Salzburg

14.10.2019 16:50   Rechtschreibforum   >   Unsere Politiker und die RSR   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Nadine Hofmann

Drei Jahre habe ich gerätselt, wer die intelligenten und oft spritzigen Artikel verfaßt hat, die unter dem Namen Nadine Hoffmann hier und da erschienen sind. Daß sie Diplom-Biologin ist und daher besonders befähigt, das skurrile Drei-Geschlechter-Urteil des gender-infizierten Bundesverfassungsgerichts zu bewerten, hatte ich aber schon wahrgenommen. Nun, zum thüringischen Wahlkampf mußte sie als AfD-Kandidatin auf Platz 19 ihre Unsichtbarkeit aufgeben und zeigt sich als sympathische, natürlich aussehende jüngere Frau. Jetzt hat sie sich der „Aussterbens-Rebellion“, in der Presse bekannt mit der blöden Eigenbezeichnung „Extinction-Rebellion“ (mißverständlich: „Ausmerzungs-“ oder „Pogrom-Rebellen“) angenommen samt ihren oft irren Begleiterscheinungen und Förderern.

Nadine.Hoffmann.AfD 13.10.2019 20:30

Heute hatte ich ein, zwei Stündchen Zeit, um mich endlich mal wieder dem Schreiben widmen zu können.

„Erlöse uns von dem Bösen!“
13. Oktober 2019

Von NADINE HOFFMANN | In jedem Voodoo steckt ein kleines bisschen Wahrheit. Und in jeder Logik ein kleines bisschen Magie. Die Kunst der Gegenwart besteht ja darin, angesichts des Wahnsinns aller Orten den Verstand nicht zu verlieren. Und wer seine innere Stärke auf der Ratio-Skala messen möchte, schaut sich das Treiben der „Aussterbens-Rebellion“ in natura an, optische Kuriositäten und Geruchseindrücke inbegriffen und testet aus, wie lange es dauert, bis die Kopfschmerzen einsetzen.

Dieser, die menschliche Rückabwicklung auf die Spitze getriebene Zirkus ist der Spiegel der westlichen Dekadenz. Unnötig auf die diversen Widersprüche hinzuweisen: Kinder schlecht fürs Klima, Aussterben aber doof, zum Beispiel. Was denn nun?! Aber wer weiß, neben den 69 Geschlechtern präsentiert uns das Hühnerknochenorakel der Genderlobby demnächst die einzigartige humane Knospung des 70. Gendersternchens, die Partnersuche oder Reagenzglas völlig überflüssig macht.

So wie das Theater rund um die Siegessäule müssen die letzten Tage von Rom ausgesehen haben. Überall Durchgeknallte, die nicht wissen wann sie und auf welches Töpfchen sie dann müssen und die, als es noch eine gewisse innere wie äußere Ordnung gab, von den Männern in weißen Kitteln eingesammelt wurden, damit ein kühles Eisbad die restlichen Synapsen in Gang bringt.

Da tanzen und hampeln sie sich die Markenturnschuhe kaputt. Vielleicht merken sie in ihrem Inneren, dass etwas mit dieser Welt, etwas mit ihnen selbst nicht stimmt [...]

Und diese nützlichen Idioten werden von anderen nützlichen Idioten zentral ins Bild gesetzt, nämlich von den von unser aller Zwangsgelder gemästeten GEZ-Rundfunkanstalten. Da haben sich Zwei gefunden! Gerade noch rechtzeitig vor einem allzu gestrengen Winter, der das Märchen von der alleinig menschengemachten Erwärmung ins Wanken bringen könnte. Wenn „selbst“ den Heuchlern nach einer Ölheizung und dem sicheren Diesel zumute ist. Obwohl, behaupten Rechtspopulisten und Klimaleugner, jetzt schon in Berlin von den Rebellen nach einer warmen Suppe gerufen worden sei. Sicherlich nur Verschwörungstheorie wie diese 0,04% CO2 in der Luft.

Als unverbesserlicher Realist, die Zeiten erfordern es so, bin ich darauf gespannt, was als erstes eintritt, die Heiligsprechung der von Greta oder die Anerkennung dieses hysterischen Kollektivs als Beweisführung der Hockeyschlägerlüge. In diesem Sinne: Erlöse uns von den Blöden!
________________________________________
(Nadine Hoffmann ist Diplom-Biologin und kandidiert auf Platz 19 der thüringischen AfD-Landesliste für die Landtagswahl am 27. Oktober 2019)

pi-news.net 13.10.2019

Siehe auch dies und das!


Sigmar Salzburg

14.10.2019 11:12   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Schlagende eheliche Verbindungen

An den kürzlich erwähnten kleinen Texten aus der altindischen und altfranzösischen Literatur, aber auch anderen fiel mir auf, daß oft die Züchtigung von Frauen zumindest mitgedacht wurde. An sich schien das heute überwunden zu sein.

Der arme Brahmane zerstört in Gedanken mit dem Fuß seinen Grütztopf, mit dessen Inhalt sein Reichtum beginnen sollte, als sein erdachter Sohn an den Hufen der vorgestellten Pferde im herbeiphantasierten Anwesen vorbeiläuft und er seiner erträumten Frau wegen ihrer Unachtsamkeit einen Fußtritt versetzt:
... तं पादप्रहारेण ताडयिष्यामि ... tam pādaprahārena tāḍayiṣyāmi
Die junge Bäuerin Perrette im Gedicht von Jean de la Fontaine (1621 – 1695) fürchtet die Schläge ihres Mannes, nachdem sie auf dem Weg zum Markt den Milchtopf hat fallen lassen, weil sie die in der Phantasie erworbene Kuh mit Kalb in der Herde springen sah und ebenfalls vor Freude hüpfte:
... va s’excuser à son mari en grande danger d’être battue
Im Chanson von Pierre Passereau (1509–1547) erzählt ein Tratschweib dem anderen, daß ihr guter (etwas trotteliger?) Ehemann sie nicht erzürnt und schlägt, die Hausarbeit macht und die Hühner füttert, und daß sie ihren Vergnügungen nachgehen kann:
Il est bel et bon, commère, mon mari.
Il estoit deux femmes toutes d'ung pays,
disanst l'une à l'aultre – “Avez bon mary?”

Il ne me courrousse, ne me bat aussy.
Il faict le mesnaige,
il donne aux poulailles,
et je prens mes plaisirs.

https://youtu.be/M7W0G1c8fJ0
Man beachte, daß die Kings's Singers die in England typischen Gesichter („Rassen“?) repräsentieren.

Wenn wir weiter zurückgehen, finden wir schon im Alten Testament die Empfehlung von Schlägen, allerdings nur zur Erziehung von Kindern, wie im Spätmittelalter z.B. bei Oswald von Wolkenstein (1377-1445):
»Vor angst slach ich mein kinder offt hin hinder.«
Mohammed (ca. 571-632), der Bauchredner „Gottes“, hat jedoch den Schöpfer des Weltalls verkünden lassen, ein Mann habe das Recht und die Pflicht, unbotmäßige Ehefrauen zu schlagen und im Ehebett zu meiden (Sure 4:34):
وَاهْجُرُوهُنَّ فِي الْمَضَاجِعِ وَاضْرِبُوهُنّ ... w-ahǧurūhunna fi-l-maḍāǧiʿi w-aḍribūhunna
Ob sich auch deswegen die Kirchenleute, besonders die zölibatären, so freuen, daß „Gott“ durch den Islam wieder in die Mitte der Gesellschaft gerückt wird.



Sigmar Salzburg

14.10.2019 04:12   Rechtschreibforum   >   Andere Sprachen   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Immer wieder lächerlich und lästig

Der Cherry Springs State Park im US-Bundesstaat Pennsylvania ist bei Wanderern und Wildlife-Fans beliebt. Doch Berühmtheit erlangte er wegen einer anderen Attraktion - dem spektakulären Nachthimmel. Als einer der Ersten [Parks] ist er 2008 zum Dark Sky Park erklärt worden.
spiegel.de 13.10.2019

Immer wieder lästig und lächerlich: Großschreibung, auch wenn der Bezug zu einem vorhergehenden Substantiv offensichtlich ist.


Sigmar Salzburg

13.10.2019 16:51   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GKS 5   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Vom Facebook des S-H Elternvereins e.V.

Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes: "Im Gegensatz zu Ländern etwa wie Österreich und Schweiz hat die deutsche Sprache in Deutschland aber immer noch keinen Verfassungsrang. Frage also: Warum schaffen es unsere verfassunggebenden Organe nicht, als neuen Absatz 3 im Artikel 22 des Grundgesetzes (GG) festzuhalten: „Die Sprache der Bundesrepublik ist deutsch.“ Warum scheitert ein solches Anliegen trotz entsprechender Parteitagsaufträge bereits an der CDU bzw. an Angela Merkel? Die Verankerung der deutschen Sprache im GG könnte jedenfalls helfen zu vermeiden, dass wir auch sprachlich immer mehr auf Parallelgesellschaften zustreben...."

[Gekürzt]

So, 13. Okt 2019
Wir können weder Englisch noch Deutsch
Bayern drängt die deutsche Sprache aus den Hochschulen hinaus


Von Josef Kraus

Sa, 12. Oktober 2019

„Academic pidgin English“ und „Bad Simple English (BSE)“ jetzt auch im Freistaat auf dem Vormarsch?

Man fasst es nicht: Bayern, ausgerechnet Bayern drängt die deutsche Sprache mehr und mehr aus dem Hochschulbetrieb hinaus. Nicht etwa um der bairischen Dialekte wegen, nein, sondern des Englischen wegen. Und das auch noch auf rechtlich wackeliger Basis.

Wie? Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU, 48) hat am 30. September 2019 die Präsidenten aller Hochschulen des Freistaates angeschrieben und ihnen folgendes ans Herz gelegt bzw. in Aussicht gestellt (das Schreiben liegt TE vor): Sibler will rein englischsprachige Bachelorstudiengänge jetzt ohne jede Einschränkung möglich machen. Er folgt damit artig seinem Chef, Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der soeben verkündete, dass der technologische Bereich der Hochschulen komplett internationalisiert wird, indem entsprechende Studiengänge künftig durchweg englischsprachig sein sollen. Bislang waren rein englischsprachige Bachelorstudiengänge nur möglich, wenn es sich um einen sog. Zwillingstudiengang zu einem bereits bestehenden deutschsprachigen Bachelorstudiengang handelt. Sibler meint, die bisherige Regelung sei „nicht mehr zeitgemäß“ und bringe Wettbewerbsnachteile mit sich.

Dass eine jede nationale Sprache zugleich Wissenschafts- und Lehrsprache sein muss, wird damit beiseite gewischt. Durch die Verwendung der National-/Landesprache aber werden Wissen und Wissenschaft demokratisiert. Die Verwendung der Nationalsprache als Wissenschafts- und Lehrsprache ist insofern keine Frage des Nationalstolzes, sondern eine der Demokratie.

Nun aber stellt Sibler den Hochschulen Bayerns „anheim, bereits im Vorgriff auf die beabsichtigte Gesetzesänderung fremdsprachige Studiengänge auch im grundständigen Bereich einzuführen.“ Als Zugangsvoraussetzung, so Sibler, könnten bei den Studenten aber keine Fremdsprachenkenntnisse verlangt werden. Und weiter: „Insoweit muss zur Gesetzesänderung auf die Selbsteinschätzung der Studienbewerberinnen und -bewerber vertraut werden.“ Im Klartext heißt das: In die englischsprachigen Studiengänge können auch Leute gehen, die nicht einmal rudimentäres Englisch sprechen bzw. verstehen bzw. die sich dies allenfalls einbilden. Und das in einer Zeit, in der immer mehr Hochschulen Liftkurse für Studienanfänger einrichten müssen, weil diese nicht mehr an Wissen und Können mitbringen, was sie aus der Schule mitbringen müssten!

Zur rechtlichen Bewertung: Minister Sibler will ein Gesetz vorwegnehmen, das noch nicht einmal im Entwurf vorliegt und wohl (bzw. hoffentlich) nicht beschlossen wird. Dazu ist er nicht befugt. Er kann die Hochschulen nicht von der Verpflichtung befreien, die sie nach Gesetz und Verfassung haben. Wenn sie seiner „Erlaubnis“ folgen, handeln sie auf eigene Gefahr, und der Minister selbst verletzt seine Amtspflichten in der Rechtsaufsicht über die Hochschulen.

Aber zum Grundsätzlichen: Hier greift ein „Academic pidgin English“ um sich. „The language of good science is bad English.“ Das sagte einer der renommiertesten Anglisten in Deutschland, Ekkehard König. Manche Kritiker nennen es auch „Bad Simple English“ (BSE). Jedenfalls praktizieren Wissenschaft und Hochschule mehr und mehr die englische Sprache oder was sie dafür halten. [...]

Der Münchner Molekularimmunologe und ADAWIS-Initiator Prof. Ralph Mocikat hatte zudem eine kleine empirische Untersuchung angestellt. Es wurden insgesamt 14 Seminare mit ausschließlich deutschsprachigen Teilnehmern verfolgt und die Zahl der Diskussionsbeiträge durch die Teilnehmerzahl dividiert. Die Diskussion war hoch signifikant eingeschränkt (um den Divisor 6,3), wenn man gezwungen war, die Fremdsprache zu benutzen. Die Teilnehmer der untersuchten Seminare waren wohlgemerkt etablierte Wissenschaftler, die glaubten, das Englische zu beherrschen.[...]

Ansonsten rächt sich jetzt, dass es die staatstragenden Parteien nicht geschafft haben, die deutsche Sprache qua Grundgesetz verfassungsrechtlich zu verankern.
Im Gegensatz zu Ländern etwa wie Österreich und Schweiz hat die deutsche Sprache in Deutschland aber immer noch keinen Verfassungsrang. Frage also: Warum schaffen es unsere verfassunggebenden Organe nicht, als neuen Absatz 3 im Artikel 22 des Grundgesetzes (GG) festzuhalten: „Die Sprache der Bundesrepublik ist deutsch.“ Warum scheitert ein solches Anliegen trotz entsprechender Parteitagsaufträge bereits an der CDU bzw. an Angela Merkel? Die Verankerung der deutschen Sprache im GG könnte jedenfalls helfen zu vermeiden, dass wir auch sprachlich immer mehr auf Parallelgesellschaften zustreben. Und es wäre dies eine Stärkung der deutschen Sprache zumal in der Zeit nach dem Brexit, wenn es in der EU nur noch fünf Millionen englischsprachige „native speakers“ gibt.

tichyseinblick.de 12.10.2019

Lesermeinung:
Westerburg

Man merkt auch hier: Seitens der regierenden Politiker wird fleißig an der Abschaffung alles Deutschen gearbeitet. Und wenn an deutschen Unis Seminare über Goethe und Schiller – diese Titanen der deutschen Sprache – auf Englisch gehalten werden, dann ist das nicht nur eine absolute Pervertierung, sondern geradezu selbstzerstörerisch. Schon vor Jahren bezeichnete eine große britische Tageszeitig (ich glaube, es war die „Independent“) die Tatsache, dass an deutschen Unis (!) immer mehr auf Englisch gelehrt wird, als „linguistic submissiveness“, also als sprachliche Unterwürfigkeit. Was aber will man von einer Regierung erwarten, deren Vorsitzende a) die Fahne ihres eigenen Landes verächtlich zu Boden wirft und b) ihre eigene Sprache nicht beherrscht? Bitte mal darauf achten: Das einzige Verb, das M. beherrscht, ist „machen“. Bei M. wird alles „gemacht“ – auch wenn hierfür eigentlich ganz andere Verben vorgesehen sind. Mir stellen sich jedes Mal die Nackenhaare auf, wenn M. Sätze sagt wie „Wir machen eine Strategie“ oder „Wir machen einen Ausschuss“.

Jedenfalls wäre der oben angesprochene „Wissenschaftsminister“, der meines Erachtens – und zwar freundlich formuliert – eine absolute Fehlbesetzung ist, für eine solche Initiative unter Helmut Kohl noch „geradegerückt“ worden. [13.10.2019]


Kevin Kraus

13.10.2019 12:29   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Wie sich die Bilder gleichen

Anfang der Dreißiger kam meine Mutter als junges Mädchen nach Berlin, um ihrem Onkel bei der Pflege seiner todkranken Frau zu helfen. Sie fand auch bald in einem Turnverein eine beste Freundin. Eines Tages sagte diese, sie könne nicht mehr an den Treffen teilnehmen. Meine politisch unbedarfte Mutter fragte ahnungslos: „Ja, warum denn nicht?“ Ihre Freundin antwortete mit scharfer Stimme: „Mein Kind, ich bin Jüdin!“

Heute ist es wieder soweit, aber anders, als unsere „Mainstream“medien und die herrschenden Politbüros es darzustellen belieben. Wer sich einer Partei anschließt, die sich für die Erhaltung Deutschlands in seiner traditionellen Form einsetzt, wird ausgegrenzt wie damals die Juden:

Seit einem Jahr singt der Drei-Sterne-General a.D. Joachim Wundrack im Chor „Meermusik“ in Altenhagen-Hagenburg am Steinhuder Meer bei Hannover. Gute „Bassstimmen“ sind immer gesucht, und auch sonst habe er „sich in vorbildlicher Weise in den Chor eingebracht“ (Hannoversche Allgemeine). Als aber bekannt wurde, daß er für die AfD als Oberbürgermeister-Kandidat in Hannover auftritt, ertönte ein Rattenpfiff der Correctness-Mafia, die ihn aus dem Chor werfen will. In der Chorsatzung (und im Grundgesetz) steht, daß niemand wegen seiner politischen Anschauungen benachteiligt – oder hier ausgeschlossen – werden darf. – „Ich frage mich, ob dies in unserer heutigen Zeit noch eine zeitgemäße Satzung ist...“, soll eine der Ratten geschrieben haben.



Sigmar Salzburg

12.10.2019 03:52   Demokratiefrage   >   Demokratie?   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Deutschlandfunk: Werbung für den Hungertod

Der (insofern maximalkriminelle) „Deutschlandfunk“ hat heute zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage die Forderung nach einer CO2-freien Zukunft gesendet.
Ein etwas stotternder Professor für Kultur- und Sozialwissenschaften, Prof. Dr. rer. pol. Ulrich Schneckener von der Universität Osnabrück, wurde heute gegen 12:21 (Fundstelle: Minute 7:00 in der DLF-Mediathek, ab 12:15) gefragt, ob den Friedensnobelpreis nicht lieber die 16jährigen Greta Thünberg hätte erhalten sollen, und er stotterte allerhand:

„... wir hatten auch in der Vergangenheit Friedensnobelpreise, die sich eher sagen wir mal Richtung ökologischen Fragen orientiert haben, und der Klimawandel ist ja mehr als nur eine ökologische Frage, da haben Sie natürlich völlig recht, Und natürlich wäre das Engagement für ... als Einsatz für eine Klimapolitik, für eine CO2-freie Welt wäre natürlich auch absolut preiswürdig, und ich denke auch, daß ein solcher Preis in Zukunft vergeben wird ...“

Zwei Gedanken habe ich dazu:
Professor sollte nur jemand werden, der auch Abitur hat und ein klein wenig Ahnung von Biologie, Lebenskunde, Biochemie, Thermodynamik, Energieerhaltung, Wärmelehre.
Damit dieser Dummbatz, dieses Miststück von Ulrich Schneckener schon mal einen Eindruck davon bekommt, wie es sich in einer CO2-freien Welt lebt, bin ich gerne bereit, ihm für sein Frühstück Regenwasser, Kieselsteine und Strandsand nach Osnabrück zu bringen, CO2-neutral mit dem Fahrrad. Je nachdem, wie fett der Professor zur Zeit ist, können wir dann mal zwei bis vier Wochen ihn bei solcher Schonkost lassen.

Sämtliche andere Nahrung, und zwar völlig ohne jegliche Ausnahme, enthält Kohlenstoffverbindungen, die durch Sonnenlicht, Chlorophyll, CO2 und Wasser aufgebaut worden sind und im Körper wieder zu CO2 und Wärme abgebaut und ausgeatmet werden.

Nein, ich möchte nicht, daß meine Enkelkinder in einer CO2-freien Welt wie auf dem Mond leben müssen.
Richtig ist es, Herrn Schneckener den Doktortitel abzuerkennen, das Gehalt für diesen Schwachmaten einzusparen und ihm einen Praktikumsplatz in einem Biolandwirtschaftsbetrieb zu vermitteln, wo er in den ersten 7 Tagen aber keine Erde, Pflanzen und Nahrung anfassen darf.
Pfui Spinne. Arme Welt.

Detlef Lindenthal

11.10.2019 20:12   Zukunftsfragen   >   Deutschlandfunk: Werbung für den Hungertod   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Michael Klonovsky

Michael Klonovsky bringt in seinem Blog „Acta diurna“ gerne Meinungsvielfalt, indem er Leserbriefe zitiert, die ihn (angeblich) erreicht haben. Um das authentischer zu machen, stehen ihm heute drei Rechtschreibungen zur Verfügung: die „Reform“schreibung, die er (angeblich verfeinert) selber benutzt, die schweizerische ß-lose und die bewährte traditionelle Rechtschreibung, kenntlich am harmonischen Wort- und Silbenschluß-ß. Er beginnt mit letzterer:
Wenn ein Leser alles Entscheidende schreibt, bleibt mir nur, ihn zu zitieren:
"Verstörend wirken auf mich vor allem die äußerst ambitionierte Berichterstattung über die Ereignisse, ihre schnelle politische Einordnung von höchster Stelle als rechtsradikalen Terrorakt – und die empirische Erkenntnis, daß ein derartiger Anschlag auf eine Synagoge so gar nicht in das derzeitige gesellschaftliche Bild passen will, ...
Aufgrund unbekannter Vernetzung hat ein anderer Leser schon Kenntnis davon und antwortet sogleich ausführlich:
Einspruch gegen eine Mutmaßung des Vorredners meldet Leser *** an:
"Ich halte eine Verwicklung deutscher Geheimdienste für extrem unwahrscheinlich. Aus drei Gründen.

Erstens wäre der Anschlag dann anders verlaufen. Der Täter hätte mit Sicherheit eine Ausbildung gehabt, die ihn befähigt hätte, die Tür aufzuschiessen...
Hochinteressant ist die folgende Zuschrift:
"Sehr verehrter Herr Klonovsky, ich schrieb Ihnen bereits vor einiger Zeit über das Erstarken einer vage rechtsradikalen, vor allem aber nihilistischen Terrorideologie innerhalb der weißen Jugend. Dass der Typ aus Halle nun glücklicherweise ein völliger Versager war, beruhigt mich dabei kaum...
Als ein Mensch, der alte Zeitungen weit spannender und lehrreicher findet als die gerade aktuellen, amüsiert mich ein Kommentar aus dem Oktober 2005 über Angela Merkel. Ein paar Auszüge:
"Wer sie auf dem Bildschirm sieht, den befällt schlagartig eine tiefe Depression. Schließlich wird die traurige Gestalt mit dem leicht verkniffenen Zonenblick in den nächsten vier Jahren das politische Klima bestimmen, gegen die die 'bleierne Zeit' ein Honigschlecken gewesen sein dürfte. In ihr hat sich Honeckers Rache nicht nur ökonomisch vollendet, sondern sie wurde auch ästhetische Wirklichkeit... " [hellsichtiger taz-Text von Klaus Bittermann 2005]
michael-klonovsky.de 10.10.2019
Der Stil der Leserbriefe ist jedoch oft ganz ähnlich klonovskyesk verhäkelt, so daß es nicht abwegig ist, ihn auch da nicht selten als Urheber zu vermuten.


Sigmar Salzburg

11.10.2019 12:08   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Erika Steinbach

Attentat von Halle:
Politisch Verantwortliche wollen sich auf Kosten der AfD rein waschen


von Erika Steinbach

... Führt man sich das Verhalten von Politik und Medien bei extremistischen Gewalttaten unterschiedlicher Richtungen vor Augen, so läßt sich seit 2015 durchgehend feststellen, dass mit zweierlei Maß gemessen wird...

Muslimischer Hass gegen alle Andersgläubigen, auch in deutschen Moscheen durch Imame gepredigt, führt permanent und immer wieder zu Mord und Terror. Wie gerade die LKW-Attacke in Limburg, wie jüngst die Messerattacke gegen eine jüdische Einrichtung. Das alles ohne großen Aufschrei, solange die Täter keine Deutschen sind. Ja, es wird sogar seitens der Ermittlungsbehörden und der politisch Verantwortlichen relativiert, was das Zeug hält. Man ignoriert bewußt und vorsätzlich den tatrelevanten Hintergrund und marginalisiert den Antrieb dieser Täter als psychische Störung – als Einzelfall...

Ja, sie zeigen ohne jedwede Scham auf die AfD als angebliche Verursacherin. Denn zur Freude der politischen Klasse ist es jetzt endlich mal ein deutscher Terrorist. Und, man glaubt es kaum, die AfD soll nun der Sündenbock sein, der ihn zum Terroristen gemacht hat. Keine Rede davon, dass der muslimische und linke Antisemitismus auch mobilisierend auf deutsche, rechtsextreme Antisemiten wirkt.

Infamer und unverfrorener geht es nicht!*)

deutschland-kurier.org 10.10.2019

Auch Erika Steinbach geht die von unseren nichtsnutzigen Bildungspolitikern erpreßte Reformschreibung immer noch nicht locker von der Hand.

*) Siehe Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) – ekelhaft!


Sigmar Salzburg

11.10.2019 06:58   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Vera Lengsfeld

Di[s]kussion über Treuhand, statt über das verschwundene DDR-Vermögen

Seit die SED-Linke einen Treuhand-Untersuchungsausschuss ins Spiel gebracht hat, bemühen sich zahlreiche Medein, allen voran der Deutschlandfunk, das Thema hochzukochen. Am 1. Oktober gab es eine Sendung “Geeintes Land oder tief gespalten”, in der ausgerechnet die ehemalige SED-Linke-Vorsitzende Gesine Lötzsch als “ostdeutsche Stimme” ausführlich über die wirklichen und angeblichen Fehler der Treuhand zu Wort kam...

Wie es einer Bürgerrechtlerin geht, die zufällig als Zuhörerin der Sendung zugeschaltet wurde, hat unsere Gastautorin Angelika Barbe erlebt und aufgeschrieben. Der Deutschlandfunk belehrt die Zuhörer und hängt sie dann ab...
Barbe: Das ist nicht der Punkt. Ich möchte Ergänzungen bzw. Korrekturen anführen: Die Treuhand ist von Herrn Modrow eingesetzt worden am 1. März 1990. Er hat 1600 ehemalige Minister, Stasi, SED-Leute alle mit reingenommen. Diese 1600 Leute sind mitverantwortlich für den Verkauf des DDR-Vermögens, was ich sehr bedaure, aber sie sind mitverantwortlich. Ich finde es unverantwortlich, dass Frau Lötzsch sich hier hinstellt und das den Wessis anlastet...

Barbe: Bitte, lassen Sie mich noch die Opfer ansprechen. Das ist ganz wichtig. Ich bin Vertreterin einer Opferorganisation. Es kann nicht sein, dass 250000 politisch Inhaftierte generell in Deutschland vergessen werden. Wir hatten 1000 Grenztote, wir hatten 33000 Menschen, die von der SED an den Westen verkauft worden sind, die Zwangsausgesiedelten, die verfolgten Schüler. Viele haben bis heute keine Entschädigung erhalten. Ich will noch daran erinnern, daßssHerr Gysi, als er die SED nicht aufgelöst hat, sondern in PDS umbenannte im Dezember 1989, hat die SED versprochen, sie wollen aufklären, sie wollen die Schuldigen bestrafen und sie wollen die Opfer entschädigen. Das haben sie nicht getan – bis heute nicht. Das nehme ich ihnen sehr übel. Mir geht es darum, dass die Friedliche Revolution als das gesehen wird, was sie war. Sie hat den Zusammenbruch der SED bewirkt. Sie hat den Sturz der SED bewirkt. Es war keine Wende, sondern ein Zusammenbruch…. (bis 58:10)

Daraufhin entzog sie mir das Wort hängte mich im wahrsten Sinne des Wortes ab. Wir sind also tatsächlich Abgehängte und ich weiß endlich, was das ist.

freiewelt.net 4.10.2019
vera-lengsfeld.de 2.10.2019
Das Ende des Nazi-Reichs kam übrigens auch nicht durch eine „Befreiung“, sondern durch den „Zusammenbruch“, der Millionen rechtlos machte. Deswegen hieß eine Partei anschließend auch BHE, „Bund Heimatvertriebener und Entrechteter“.

Angelika Barbe tippt anscheinend ihre Manuskripte immer noch mit „altem“ ß und muß von Hand „verbessern“.



Sigmar Salzburg

11.10.2019 05:05   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Trost in der Musik

Die Welt ist wieder so traurig geworden, daß es not tut, sich und andere aufzurichten. Was könnte da besser helfen als Musik, hier dargeboten von scheinbar zufällig zusammengelaufenen Mitgliedern der Philharmonie Nürnberg und des Hans-Sachs-Chores auf dem Platz vor St. Lorenz.



Nürnberg war bis zum Krieg die einzige erhaltene mittelalterliche Großstadt Deutschlands und einst berühmt für Kunst und Kunsthandwerk. Dürer braucht nicht erwähnt zu werden, aber auch den berühmtesten frühen Organisten brachte die Stadt hervor, Conrad Pauman (1410-1473), der zunächst an St. Sebald wirkte und später nach München übersiedelte. Berühmt waren auch die Kunst- und Feinschmiede der Stadt, die um die gleiche Zeit neben vielem anderen die Taschenuhr erfanden.

Von den unzähligen kleineren Bauten der Stadt ist das meiste verloren, denn leider hatte der „Gröfaz“ Nürnberg zur Stadt seiner Bewegung erwählt, so daß die Alliierten wohl meinten, den verhinderten Architekten durch Zerstörung dieses Gesamtkunstwerks demoralisieren zu können – um damit das Volk auf ihre Seite zu ziehen?


Sigmar Salzburg

10.10.2019 14:50   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Kulturerbe   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln