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Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge ...


Peter Sloterdijk

Neue Zeilen und Tage
Notizen 2011-2013

Suhrkamp

Erschienen: 2.10.2018
Gebunden, 540 Seiten, 28,00 €
ISBN: 978-3-518-42844-3

Inhalt (Suhrkamp Werbung)

Nach längerer (Bedenk-)Zeit hat sich Peter Sloterdijk dem Unabwendbaren gebeugt. Wer Zeilen und Tage, das von Kritik wie Lesern zum Hype gemachte Vorgänger-Buch, veröffentlicht, kann sich Forderungen nach einer Fortsetzung ebenso wenig entziehen wie den Lockungen der buchlangen Transformation, Privates als Öffentliches auszuweisen und umgekehrt. »Zeilen und Tage vereint in einer grandiosen Mischung Gesellschaftsroman und Gesellschaftsanalyse für unsere Zeit.« Und, weiteres Beispiel: »Muss man das lesen? Unbedingt.«

Dabei erfährt man: »Heutzutage rückt jeder, der lesen und schreiben kann, mit seinem Befund über die kranke ›Gesellschaft der Gegenwart‹ heraus. Die ›Gesellschaft‹ wird so zu dem meist-überdiagnostizierten Patienten. Wäre ich ›die Gesellschaft‹, ich wüßte nicht, woran zu leiden ich mir aussuchen würde.« ...

Leseprobe: ab Seite 19

11. Mai, Karlsruhe [2011]
Von unvergeßlicher Kläglichkeit bleiben die Bilder, die den US-Präsidenten Barack Obama im Situation Room des Weißen Hauses zeigen, von wo aus er, umgeben von einem Stab ko-ignoranter Beobachter, die Vorgänge in Pakistan wie eine Tele-Show verfolgte. Er kauerte auf seinem Stuhl in der rechten hinteren Ecke, einem College Boy ähnlich, der gespannt auf einen Freistoß wartet. Im Vordergrund machte Joe Biden sich breit, der notorische Vize mit dem leeren Gesicht, in situ apathisch, ohne Meinung. Er stellte ein Trägheitsphänomen dar, das besser durch eine Gewichtsangabe als durch die Aufzählung seiner Überzeugungen zu charakterisieren gewesen wäre. Hillary Clinton zeigte als einzige im Raum eine humane Regung, indem sie sich mit der Hand den Mund zuhielt, als wollte sie in der Runde von einverstandenen Fern-Tötern darauf verzichten, die Empfindungsweise einer Minderheit auszudrücken.

Die in der gezielten Tötung enthaltene moralische Konfusion war – um einen Rückblick zu versuchen – vor allem durch den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad ins Dasein gesetzt worden. Nach dem Schwarzen September in München 1972 hatte er seitens Golda Meirs, damals der ersten Frau im Staat Israel, den Auftrag erhalten, die überlebenden Attentäter mitsamt ihren Hintermännern zu liquidieren...

https://www.suhrkamp.de/download/Blickinsbuch/9783518428443.pdf

Irgendein Leser von Sloterdijks vorhergehendem Band „Notizen 2008–2011“ hatte geäußert, den nächsten mit Spannung zu erwarten. Hier ist er.


Sigmar Salzburg

16.12.2018 16:36   Bücher   >   Ordentlich gedruckte Bücher   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Es ist nicht zu glauben:

Die Medien verzichten auf Klärung des Sachverhalts.
Thüringer Landtag
Immunität von Björn Höcke aufgehoben

Stand: 14.12.2018 13:36 Uhr
Von Markus Grill, Sebastian Pittelkow und Katja Riedel, NDR, WDR

Die Immunität des AfD-Fraktionschefs Björn Höcke ist vom Justizausschuss des Thüringer Landtags aufgehoben worden. Das teilte das Büro des Politikers gegenüber NDR und WDR mit. Höcke sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, das Foto eines Gewaltopfers missbräuchlich verwendet zu haben.

Die Zustimmung des Landtags ist nötig, um gegen einen Landtagsabgeordneten ermitteln zu können. Höckes Sprecher teilte schriftlich mit: "Heute morgen hat der Justizausschuss des Thüringer Landtags die Immunität des AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke aufgehoben." Der Landtag selbst lehnt eine Stellungnahme ab.

tagesschau.de 14.12.2018
Die ganze Phalanx der Lügenpresse verbreitet triumphierend diese Meldung – aber:
Staatsanwaltschaft Chemnitz zum Fall Björn Höcke - „Wir haben keine Aufhebung der Immunität beantragt“

VON CICERO-REDAKTION am 14. Dezember 2018

Die Tagesschau und viele Medien melden, die Immunität des AfD-Fraktionschefs im Thüringer Landtag Björn Höcke sei aufgehoben worden. Die Oberstaatsanwältin in Chemnitz spricht von einer „Falschmeldung.“ Sie habe gar keine Aufhebung der Immunität beantragt.
Ist es möglich, daß die grünrotkommunistische Fraktion die Aktion eigenmächtig veranstaltet hat? Der Anlaß ist nichtig: Björn Höcke hatte als Teilnehmer einer Demonstration Fotos davon verbreitet – auf denen auch ein Plakat mit dem Bild eines bekannten Nafri-Opfers zu sehen war. Dessen politisch korrekte Familie hatte sich darüber erregt.

Sigmar Salzburg

16.12.2018 08:47   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Lügen- und Lückenpresse   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Im Jahre 22 nach der Erpressung zur „Reform“ ...

... der Rechtschreibung durch die Kultusminister, die nach Ex-Kultusminister Wernstedt bis zu 90 Prozent aller Schreibprobleme beheben sollte:
Experten beraten Plan für bessere Rechtschreibung
Die Werte seien alarmieren[d], es müsse dringend gehandelt werden: Am Freitag hat Dorit Stenke, Bildungsstaatsrätin in Schleswig-Holstein, zusammen mit Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) und Kollegen aus Baden-Württemberg auf einer Fachtagung in Norderstedt die schlechte Rechtschreibung von Viertklässlern thematisiert. Rund 27 Prozent der Hamburger Viertklässler, so aktuelle Studien, erreichen bei der Rechtschreibung nicht den Mindeststandard, ähnlich schlecht sind die Werte in Schleswig-Holstein. Um Expertenwissen auszutauschen, kooperieren die Nachbarländer aus Norddeutschland mit Baden-Württemberg.

Ties Rabe betonte, wie wichtig die Orthografie für den Werdegang der Schüler sei. „Das gilt für das Fach Deutsch genauso wie für Mathematik oder Fremdsprachen. Wenn wir wollen, dass unsere Schülerinnen und Schüler in allen Fächern besser werden, müssen wir gerade bei den Schlüsselkompetenzen Lesen und richtiges Schreiben ansetzen“, sagte der Schulsenator. In Hamburg habe er deshalb bereits 2014 Maßnahmen wie einen verbindlichen Basiswortschatz und regelmäßige Überprüfungen der Rechtschreibleistungen durch die Hamburger Schreibprobe auf den Weg gebracht. Im Juni 2018 kamen weitere Maßnahmen hinzu, darunter ein regelmäßiger Rechtschreibtest am Computer und die Empfehlung, dass an Grundschulen ein Sechstel aller Deutschstunden für reinen Rechtschreibunterricht genutzt werden.

welt.de 8.12.2018
Natürlich werden die wirklichen Ursachen der Mißstände von den Politikern und „Experten” nicht benannt: die Rechtschreib„reform“ und die Überschwemmung der Schulklassen mit bis zu 100 Prozent Kindern von Fremdvölkern.

Sigmar Salzburg

16.12.2018 07:19   Schule   >   Grundschule   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Jusos stimmen für Abtreibungen bis zum Tag der Geburt, ...

... ohne daß ein Aufschrei durch Gutmenschen-Parteien und -Presse geht – und ohne daß die Nachwuchs-Sozialisten aus der SPD ausgeschlossen werden.

Imad Karim, der humanistische Deutsch-Libanese, veröffentlichte auf Facebook die kaltherzig-mörderische Rede einer extremistischen Juso-Emanze:


https://www.facebook.com/100004832569316/videos/1088955374608871/

https://www1.wdr.de/…/jusos-bundeskongress-schwangerschafts…
https://www.aerzteblatt.de/…/Jusos-wollen-Legalisierung-von…
https://www.jusos.de/wegmit219a/

Bei Spiegel-Online durfte der Quoten-Konservative Jan Fleischhauer vorsichtige Kritik üben:
spiegel.de 13.12.2018

Die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch hat dagegen im Bundestag das Ungeheuerliche deutlich benannt:
https://youtu.be/F92EEBveN2w

Nicolaus Fest greift gezielt „unsere“ heuchlerischen Moralinstitutionen an:
https://youtu.be/pwSbTtdaYFM

Wir erinnern uns: 1987 war die Empörung groß, als der Pressereferent des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel, Reiner Pfeiffer, im Wahlkampf der SPD unterstellte, Abtreibungen bis zum Tage der Geburt und Pädophilie straffrei stellen zu wollen – letzteres nach dem damaligen Parteiprogramm der Grünen.

Jetzt stellt sich heraus: So abwegig war das nicht. Diese „Fortschritts“-Besessenheit (s. Rechtschreib„reform“) hat schon immer unter der Oberfläche der Sozialisten geschmort und ist jetzt nur folgerichtig von der Mehrheit der dummdreisten Jungsozialisten beschlossen worden.



Sigmar Salzburg

15.12.2018 06:06   Rechtschreibforum   >   Verantwortungslose Politiker   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die (fast) dümmsten Wörter des Jahres

Die GfdS sucht wieder Aufmerksamkeit (Express)
Hä, was ist das denn?
Wort des Jahres steht fest und sorgt für viele Fragezeichen

Heißzeit“ [nie gehört!] ist zum Wort des Jahres 2018 gekürt worden. Das teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag mit. Der Begriff umschreibe nicht nur den extremen Sommer, sondern beziehe sich auch auf den Klimawandel. Außerdem sei „Heißzeit“ mit der lautlichen Ähnlichkeit zu „Eiszeit“ eine interessante Wortbildung, urteilten die Sprachexperten in Wiesbaden.

„Funklochrepublik“ und „Ankerzentren“
[...]
„Wir sind mehr“ auf Platz vier
Auf den vierten Platz hat es ein ganzer Satz geschafft: Unter dem Slogan „Wir sind mehr“ reagierte eine breite Öffentlichkeit auf eine rechte Kundgebung mit fremdenfeindlichen Übergriffen in Chemnitz diesen Sommer.
Es „reagierte“ nicht eine „breite Öffentlichkeit“, sondern linke Zirkel lockten unter der Obhut von B(anausen)präsident Steinmeier zu kulturferner Umsonst-Dröhnung.
Mit „strafbelobigt“ auf Rang fünf beziehen sich die Sprachwissenschaftler auf den Fall Maaßen. Der Streit um den Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen brachte die große Koalition in Berlin an den Rande des Bruchs. Nach Maaßens umstrittenen Stellungnahmen zu den Vorfällen in Chemnitz wollte Innenminister Horst Seehofer (CSU) ihn ursprünglich zum Staatssekretär im Innenministerium ernennen - was formal eine Beförderung gewesen wäre. Inzwischen wurde Maaßen in den einstweiligen Ruhestand versetzt.
Mehr zu dieser Politschurkenkomödie hier und hier. Der Jahreswortzirkus wird natürlich in der Presse gerne angereichert mit Duden-Reklame zwecks Sicherung von Profit und „Reform“.


Sigmar Salzburg

14.12.2018 18:11   Dokumente   >   GfdS   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Poetisch korrekte Schwafelei

Straßburg: Terrorverdacht erhärtet sich – Attentäter rief ‚Allahu Akbar!’
tagesstimme.com 12.12.2018

Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert:
„Welches Motiv auch immer hinter den Schüssen steckt: Wir trauern um die Getöteten ... “
haz.de 12.12.2018

Ein moslemischer Kleinkrimineller gibt seinem mißratenen Leben die letzte höhere Weihe.

Sigmar Salzburg

14.12.2018 08:04   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die Bundesrepublik – eine Ochlokratie?

Im Bundestag hat jede Partei einen Anspruch darauf, einen Vizeparlamentspräsidenten zu stellen. Er muß jedoch mehrheitlich vom Parlament gewählt werden. Das klappt nicht, wenn sich die Mehrheitsparteien gegen eine einzelne Partei verschworen haben.

Ass-Experte Johannes Kahrs (SPD) behauptete nach der Bundestagswahl 2017, es sei nicht über Inhalte gestritten worden:
„Deswegen ist die AfD so stark geworden. ... Jetzt haben wir einen Haufen rechtsradikaler Arschlöcher im Parlament sitzen ...https://youtu.be/xlDdej4gssc (min. 8)*
Zum demonstrativen Schein-Beweis mußten etliche Abgeordnete der Altparteien jetzt selbst zu solchen werden, um der exzellenten Juristin Mariana Harder-Kühnel, ...
„römisch-katholisch, verheiratet, Mutter dreier Kinder, ... nach absolviertem Referendariat am Landgericht Gießen 2. juristische Staatsprüfung 2001“ (Wiki)
... Achtung und Stimme zu verweigern. Diese Regel gehört geschreddert. Die Stimmen jeder Partei sollten ausreichen, ihren Vize-Präsidenten ins Amt zu setzen. Sonst bleibt die Bundesrepublik eine ArschlOchlokratie.


Sigmar Salzburg

13.12.2018 18:47   Demokratiefrage   >   Demokratie?   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Erwartbare Entscheidung

Europäischer Gerichtshof billigt Rundfunkzwangsgebühren

LUXEMBURG. Der deutsche Rundfunkbeitrag verstößt nicht gegen EU-Recht. Die Einführung einer verpflichtenden Haushaltsabgabe aus dem Jahr 2013 sei „keine erhebliche Änderung der Finanzierungsregelung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland“, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstag in Luxemburg.

2007 hatte die EU-Kommission die damals in Deutschland gültige Regelung einer Rundfunkgebühr geprüft und genehmigt. Fraglich war nach der Änderung von 2013, ob auch der neue Rundfunkbeitrag mit dem EU-Recht vereinbar ist oder ob die EU-Kommission die Änderung hätte neu genehmigen müssen. Die Richter in Luxemburg kamen nun aber zur Entscheidung, daß die Genehmigung von 2007 auch für den aktuellen Rundfunkbeitrag gilt. Dies betrifft auch die Möglichkeit für die Landesrundfunkanstalten, fällige Beitragszahlungen zwangsvollstrecken lassen zu dürfen.
[...]
Erst im Juli hatte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden, daß der Rundfunkbeitrag im wesentlichen verfassungsgemäß ist. „Auf das Vorhandensein von Empfangsgeräten oder einen Nutzungswillen kommt es nicht an“, urteilte das oberste Gericht. Die Rundfunkbeitragspflicht dürfe im Privaten an das Innehaben einer Wohnung anknüpfen, da der Rundfunk typischerweise dort genutzt werde. Das bedeute, jeder Mieter, Haus- oder Wohnungsbesitzer sei generell verpflichtet, Rundfunkgebühren zu zahlen. (krk)

jungefreiheit.de 13.12.2018 (unreformierte Rechtschreibung)

Wie hier des öfteren anhand der Durchsetzung der Rechtschreib„reform“ nachgewiesen wurde, betätigen sich die Verfassungsrichter in den dehnbaren oder undefinierten Bereichen der Verfassung als Erfüllungsgehilfen der jeweils entsendenden, nahestehenden Parteien. Über den einzigen am Gerichtshof für Deutschland tätigen Richter weiß man noch weniger. Es ist und bleibt ein Skandal, daß einsichtsfähige Bürger auch gegen ihr Gewissen für die Überwältigung Deutschlands mit Unterhaltungsklamauk, Umerziehungs- und Umvolkungspropaganda zahlen sollen.

Begründungen.


Sigmar Salzburg

13.12.2018 11:04   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Robert Spaemann mit 91 Jahren gestorben

Der katholische Philosoph Spaemann war ein Vertreter der „Naturrechtslehre“, die alles Geschehen als von der Natur („Gott“?) ziel- und zweckgerichtet vorgegeben ansieht. Auch der deutsche Papst Benedikt XVI. berief sich darauf. Wir begegneten Spaemann im Zusammenhang mit Religion bei den Themen Blasphemie, Kindererziehung und natürlich seinem „grammatikalischen“ Gottesbeweis. Hier die wichtigsten Sätze daraus:
Ich möchte das was ich meine, daß nämlich Wahrheit Gott voraussetzt, an einem letzten Beispiel verdeutlichen, an einem Gottesbeweis, der sozusagen nietzscheresistent ist, einem Gottesbeweis aus der Grammatik, genauer aus dem sogenannten Futurum exactum. Das Futurum exactum, das zweite Futur, ist für uns denknotwendig mit dem Präsens verbunden. Von etwas sagen, es sei jetzt, ist gleichbedeutend damit zu sagen, es sei in Zukunft gewesen. In diesem Sinne ist jede Wahrheit ewig... .

Der Satz: "In ferner Zukunft wird es nicht mehr wahr sein, daß wir heute abend hier zusammen waren" ist Unsinn. Er läßt sich nicht denken... Wenn gegenwärtige Wirklichkeit einmal nicht mehr gewesen sein wird, dann ist sie gar nicht wirklich. Wer das Futurum exactum beseitigt, beseitigt das Präsens. Aber noch einmal: Von welcher Art ist diese Wirklichkeit des Vergangenen, das ewige Wahrsein jeder Wahrheit? Die einzige Antwort kann lauten: Wir müssen ein Bewußtsein denken, in dem alles, was geschieht, aufgehoben ist, ein absolutes Bewußtsein...

Geschehenes kann verziehen, es kann nicht ungeschehen gemacht werden. Wenn es Wirklichkeit gibt, dann ist das Futurum exactum unausweichlich, und mit ihm das Postulat des wirklichen Gottes. "Ich fürchte", so schrieb Nietzsche, "wir werden Gott nicht los, weil wir noch an die Grammatik glauben." Aber wir können nicht umhin, an die Grammatik zu glauben. Auch Nietzsche konnte nur schreiben, was er schrieb, weil er das, was er sagen wollte, der Grammatik anvertraute.

welt.de 26.03.2005
(Der Artikel wurde während der kurzen Rückkehrphase des Springer-Konzerns zur traditionellen Kulturrechtschreibung veröffentlicht.)

Der Gedanke, daß Informationen nicht verlorengehen, ist auch Quantenphysikern nicht fremd. Deswegen spekulieren manche, die Schwarzschildsphäre eines Schwarzen Lochs könnte zweidimensional die Informationen hereinfallender Materie speichern. Andere nehmen bei „Delayed-Choice-Experimenten" eine Auslöschung der Vergangenheit an. Die futuristische Exaktheit der Hypothese „Gott“ nützt da wohl kaum.



Sigmar Salzburg

12.12.2018 12:50   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Peter Sloterdijk

Nach Gott
Glaubens- und Unglaubensversuche


Suhrkamp/Insel 2017
Gebunden, 364 Seiten D: 28,00 €
ISBN: 978-3-518-42632-6

Verlagswerbung
Peter Sloterdijk zieht in seinem neuen Buch zum ersten Mal alle Konsequenzen aus dem Satz »Gott ist tot«. Dabei kommen die Bereiche der aktuellen Theologie und Philosophie ebenso ins Spiel wie die mörderische Politik der Gegenwart oder die unmittelbaren kulturellen und wissenschaftlich-technischen Entwicklungen.

Leseprobe S. 7
Die Tatsache, daß bei den Griechen der klassischen Zeit die Menschen als die »Sterblichen« bezeichnet wurden, ist unter den Gebildeten unserer kulturell vergeßlichen Tage noch immer halbwegs in Erinnerung. Die Menschen trugen diesen Namen, weil sie als irdischer Widerpart der Götter aufgefaßt wurden, die man die Unsterblichen nannte. Tatsächlich war allein die Unsterblichkeit das eminente Merkmal der griechischen Götter; was ihr Verhalten anging, wäre es von dem der Menschen mit ihrer Allzumenschlichkeit kaum zu unterscheiden gewesen.


Sigmar Salzburg

11.12.2018 15:39   Bücher   >   Ordentlich gedruckte Bücher   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


„Der Öftere“ in der römischen Geschichte

Der Vorname (praenomen, vgl. römischer Name) des Pontius Pilatus ist nicht überliefert. Sein Familienname (nomen gentile) zeigt, dass er aus der römischen Familie (gens) der Pontier stammte. Angehörige dieser Familie spielten in der römischen Geschichte des Öfteren eine besondere Rolle; so stammte beispielsweise einer der Caesarmörder aus dieser Familie.
(Wikipedia)

Siehe auch dies.

Sigmar Salzburg

11.12.2018 07:56   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GKS 5   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Astrid Schulz an Eltern im SHEV

9.12.18
Geht’s noch infantiler?

Professorin will bereits Grundschulkinder wählen lassen

Wer das Wählen infantilisiert, degradiert es zum Kinderspiel. Wählen zu dürfen kann schließlich keine erzieherische oder gar politische Maßnahme sein. Das Wahlrecht soll nicht zur Reife hinführen, sondern das Wahlrecht setzt diese voraus.

Eigentlich, ja eigentlich ist nicht jedes als „professoral“ etikettierte Gerede der Rede wert. Schließlich hat der ehrwürdige Titel „Professor“ aufgrund der inflationären Vergabe dieses Titels sein Renommee längst verloren. Gelegentlich aber muss man „professorale“ Ergüsse aufgreifen, weil sie irgendwie Symptom einer um sich greifenden Parallelwelt an den Hochschulen dieser Bildungsrepublik, ja Symptom einer Infantilisierung vermeintlicher Wissenschaft und zugleich Symptom einer Infantilisierung dieses Landes sind.

Worum geht es diesmal? An der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg (Nordbayern) mit ihren rund 5.500 Studenten gibt es eine Professorin für internationale soziale Arbeit und Menschenrechte namens Prof. Dr. Claudia Lohrenscheit. Über ihre Vita ist wenig bekannt. Ihr Schrifttum freilich ist ausufernd, aber ziemlich monothematisch, es dreht sich aber immer um die gleichen Themen: Gender, Diversity, sexuelle Selbstbestimmung. Bei der Hans-Böckler-Stiftung und bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist sie gern gesehene Gastreferentin und Autorin. So weit so gut.

Nun hat sich Frau Professorin am Nikolaustag 2018 in einem Interview mit der Pressestelle der Hochschule Coburg mal wieder wegweisend geäußert. Dass sie den Widerstand vieler demokratischer Regierungen und vieler Menschen in Deutschland gegen den UN-Migrationspakt als „verstörend“ empfindet, na ja!

Aber jetzt kommt es: Einen konkreten Handlungsbedarf sieht sie bei der Absicherung der Mitspracherechte von Kindern im Grundgesetz. Dazu gibt sie folgendes von sich: „… Und wenn Kinder und Jugendliche ein abgesichertes Mitspracherecht bekämen. So könnten sie von klein auf lernen, was Demokratie heißt. Warum sollen zum Beispiel nicht schon Grundschüler wählen dürfen? Das Wahlrecht muss doch nicht zwingend an das Alter gebunden sein. Das ist eine willkürlich gesetzte Grenze, über die wir noch einmal nachdenken könnten …“ (Siehe https://idw-online.de/de/news707503)

Wow!... weiterlesen bei:
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/professorin-will-bereits-grundschulkinder-waehlen-lassen/

Kevin Kraus

10.12.2018 15:40   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


„Rau“ ist flau – und andere Verwirrungen

Wegen der Perserin Laleh Hadjimohamadvali ein kurzer Abstecher zu David Berger. Er verwendet im Interview mit ihr das erwartbare Dass-Deutsch.

Weiter unten das Interview „Gefährlich antidemokratisch“ zur Nichtwahl von Mariana Harder-Kühnel (AfD) zur Bundestagsvizepräsidentin mit Dr. Bastian Behrens. – Nanu, der Herr spricht traditionelle ß! Seine Antworten kamen wohl schriftlich. Ein Blick zu Twitter: Er stellt sich mit Bild vor als Segler und ...
»Pressesprecher @Junge_Freiheit / Hoch im Norden weht ein rauer Wind!«
Die „Reform“ bringt eben Kultur und Banauserie zusammen – obwohl die fotografierten Wellen einen rauhen Wind geradezu fühlen lassen.

Sigmar Salzburg

09.12.2018 19:45   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   rauh__rau   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Mithilfe seiner Mithilfe

Die Tochter des Emirs von Dubai will endlich frei sein. Sie flieht mithilfe eines Abenteurers aus dem Palast, der für sie wie ein goldener Käfig ist.
spiegel.de 7.12.2018

Die „Reform“ entpersonalisiert und instrumentalisiert:
„mithilfe einer Eisensäge“ wäre genauso gut.



Sigmar Salzburg

09.12.2018 17:40   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GZS 3   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Der letzte persische Großkönig Yazdegerd III.

Im Jahre 651 endete das Leben des letzten persischen Großkönigs Yazdegerd III., letzter der Sassaniden, etwa 30jährig, durch Mord, nachdem die islamischen Invasoren des zweiten Kalifen Omar Persien mit seiner mehrtausendjährigen Kultur erobert hatten.

Nach der Schlacht Ghadesiyeh soll Yazdegerd die dreiste Forderung des Kalifen, den Islam anzunehmen, in einem großartigen Brief beantwortet haben. Das Original befindet sich im Britischen Museum, soll aber aus Rücksicht auf die Opec-Staaten unter Verschluß sein. Die englische Wikipedia erwähnt ihn nicht; deren deutsche Abschreiber ergänzen einen Hinweis, um ihn ohne Belege als Fälschung abtun zu können.

Ich wurde durch Imad Karim auf den Brief aufmerksam, als er ihn zum Trost an die Perserin Laleh Hadjimohamadvali sandte, die einem Gerichtsverfahren (wegen „Hetze“ gegen den Islam?) entgegensieht.
Imad Karim 07.12.2018

Ich schenke Dir und den Lesern ein Zeitdokument, um dich zu beruhigen, dass diese kranken an Selbstüberhöhung leidenden Islamversteher in naher Zukunft besiegt werden und zwar durch ihre eigenen Schützlinge...

Es ist die Antwort des persischen Grosskönigs Yazdegerd III. an den islamischen zweiten Kalifen Omer vom Jahre 651. Einige Wochen später wurde der Grosskönig von den Muslimen ermordet und seine Töchter zu Sexsklavinnen gemacht.
Ich denke, jeder soll diesen Brief lesen und mit den Verhältnissen von heute vergleichen.

Zum Brief:
"Im Namen von Ahuramazda, dem Schöpfer des Lebens und der Weisheit.
Vom Shah der Shahs (König der Könige), Shah von Persien und darüber hinaus, Shah über viele Königreiche , Shah der Arier und Nichtarier, Shah der Perser und vieler anderer Rassen sowie der Araber, Shahanshah (Grosskönig) des Persischen Reiches Yazdegerd III. Sassanid an Omar Ibn al-Chattab. Kalifat von Tazi (Tazi: So nannten die Perser die arabischen Invasoren)

Ihr schreibt in eurem Brief, dass ihr uns zu eurem Gott „Allah u Akbar“ bekehren wollt. Und aufgrund eurer Barbarei und Ignoranz wisst ihr nicht, wer wir sind und wen wir anbeten. Ihr verlangt, dass wir eurem Gott folgen und Verehrer (Anhänger, Anbeter) von „Allah u Akbar“ werden sollen. Wie seltsam, dass ihr den Sitz des arabischen Kalifen innehabt, wo ihr doch so ignorant seid wie irgendein in der Wüste herumstreunender Araber! Ihr ermahnt mich zum monotheistischen Glauben. Ignoranter Mann, seit tausenden von Jahren sind wir Arier in diesem Land der Kultur und Kunst schon monotheistisch gewesen und beten fünfmal am Tag zum Thron des einen Gottes.

Während wir die Fundamente für Nächstenliebe, Rechtschaffenheit und Güte in dieser Welt legten und Werte wie „gute Gedanken“, „gute Worte“ und „gute Taten“ hoch hielten, seid ihr und eure Vorfahren Wüstenwanderer gewesen, die Schlangen und Eidechsen gegessen haben und ihre unschuldigen Töchter lebendig begraben haben. (Schon damals also hatten sie den Ruf von Leuten, die ihre Frauen schlecht behandeln!!!).

Ihr Araber habt keine Wertschätzung für Gottes Kreaturen! Ihr enthauptet Gottes Kinder, sogar Kriegsgefangene, vergewaltigt Frauen, vergrabt eure Frauen bei lebendigem Leib, überfallt Karawanen, begeht Massenmorde, entführt die Frauen anderer Leute und raubt ihnen ihr Eigentum! Eure Herzen sind hart wie Stein (aus Stein gemacht). Wir verachten all dies Böse, welches ihr tut. Wie könnt ihr uns Gottes Weg lehren, wo ihr doch solche Taten begeht?
[...]
Bleibt in eurer Wüste mit eurem „Allah u Akbar“ und nähert euch nicht unseren Städten. Zu abscheulich ist euer Glaube und zu tierisch ist euer Verhalten.

Gezeichnet
Yazdegerds III.Sassanid."

Auf einer nationalpersischen Webseite wird der Text (leider unleserlich) gezeigt und von einer jungen Iranerin zitiert. Es müßte altertümliches Persisch sein, – nicht die heutige persisch-arabisch-türkische Mischsprache.

https://youtu.be/Q5pNldySzuA


Sigmar Salzburg

09.12.2018 10:00   Rechtschreibforum   >   Andere Sprachen   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Nach dem blamablen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtschreib„reform“...

... erschien in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ die vernichtende Kritik von Prof. Theodor Ickler „Der Staat schreibt vor“ (FAZ 24. Juli 1998) mit dem den ganzen Reformirrsinn treffenden Satz:
Welch wohligen Schauer muß es dem unterwerfungssüchtigen deutschen Mitläufer bereiten, wenn er zum erstenmal dass schreibt oder so genannt spaltet und sich damit demonstrativ auf die richtige Seite, die Seite der Staatsmacht schlägt!
Heute, zwanzig Jahre später, ist das kaum denkbare Wirklichkeit geworden: Fast 80 Millionen Deutsche sind zu einem Heer von freiwilligen, gezwungenen, genötigten, stümperigen oder dressierten Mitläufern der „Reform“ umerzogen worden. Aber fast nur bei „Spektrum der Wissenschaft“ (und Wiki) hat sich die extreme Spaltungs-Barbarei erhalten, wie Friedrich Engels einmal in anderem Zusammenhang schrieb: „wie das Eichelfressen in Norwegen und den Hochalpen“.

Jetzt gab es im Internetauftritt von „Spektrum“ zwei interessante Interviews:

Am 3.12.2018 berichtete der Astrophysiker Hans-Thomas Janka über den Stand der Erforschung der Supernovae mit Hilfe von Simulationen an Superrechnern:
»Wir bewegen uns am absoluten Limit«.

Kurz vorher, am 19.11.2018, hatte der Physiktheoretiker Gerardus t’Hooft erklärt, warum er mit den bisherigen Grundlegungen und Deutungen der Quantenphysik nicht zufrieden ist: »Deutung der Quantenmechanik: Das Universum als zellulärer Automat«.
Die orthographische Analyse des Janka-Interviews ergibt:
1520 Wörter: 11 nichtsnutzige dass; 18 andere Reform-ss; so_genannter Weißer Zwerg, so_genannte »Paarinstabilitäts-Supernovae«, so_genannte Chandrasekhar-Massegrenze, 3 aufwändig; die allgemeine Relativitätstheorie: reformwidrig: als einzige,

Die orthographische Analyse des t’Hooft-Interviews zeigt:
1306 Wörter: 23 nichtsnutzige dass; 3 andere Reform-ss; das so_genannte anthropische Prinzip, die bohmsche Mechanik
Für das gesamte Dezember-Heft 2018 ergibt sich folgendes „so genannten“-Aufkommen:
so genannte kausale Modelle, so genannte Wellenfunktion, so genannte schwache Messungen, so genannte Immun-Checkpoint-Inhibitoren, so genannte Selbsttoleranz, so genannte Kristallite, so genannte Dentintubuli, so genannte starke Wechselwirkungen, so genannte Schalen 2, so genannter Massendefekt, so genannter Betazerfall, so genannte Ionisierungsernergie, so genanntes generatives Netz, so genanntes Wikingerzeitalter, so genannte Adoptivkaiser, so genannte Inflation.
Um neben der albernen „Reform“ auch noch vernünftigen Gedanken Raum zu geben, sei aus den Interviews zitiert:
Physiker Gerardus t’Hooft:
In der Stringtheorie nehmen die Forscher an, dass die Grundbausteine der Materie nicht punkt- sondern linienförmig sind. Doch wie gesagt, bisher ließ sich nichts davon bestätigen... Ehrlich gesagt denke ich, dass die Stringtheorie einer Beschreibung unseres Universums nicht einmal nahe ist.

Astrophysiker Hans-Thomas Janka:
Mit unseren Computersimulationen hinken wir den Beobachtungen hinterher, denn die Programme sind extrem aufwändig. Erst seit rund fünf Jahren gibt es Supercomputer mit vielen zehntausend parallel arbeitenden Prozessoren, die solche enorm aufwändigen Rechnungen überhaupt ausführen können...

Wenn man vom Beginn des Kollapses bis zum Einsetzen der Explosion simulieren will – das ist gerade mal die erste Sekunde der Supernova –, müssen wir unser Programm ein halbes bis dreiviertel Jahr rechnen lassen, und zwar auf einem Supercomputer mit 16 000 Prozessorkernen.


Sigmar Salzburg

08.12.2018 10:50   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Spektrum der Wissenschaft   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Auf in den Krampf – mit Krampf-Karrierenbauer!

Man wundert sich über nichts mehr:
Noch vor neun Monaten fanden die Verfassungsschützer keinen Anlaß, die AfD zu „beobachten“. Ist der verdiente Niedergang der Altparteien jetzt ein Grund?
Nachdem der nunmehr ehemalige Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen im „Hype“ um ein 19-Sekunden-Video keine massenhaften Menschenjagden, sondern linke Propaganda vermuten wollte, genügte ihnen dieser minimalistische Anlaß, den bewährten Geheimdienstmann entwürdigend davonzujagen:
Neuer Verfassungsschutz-Präsident Haldenwang will AfD beobachten lassen
Der neue Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, 58, will nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins FOCUS den Einsatz seiner Behörde gegen rechtsextremistische Gruppierungen in Deutschland verstärken – auch gegen die AfD...

Bei der Auswahl der beiden Vizepräsidenten entschied sich Innen-Staatssekretär Hans-Georg Engelke in Abstimmung mit Bundesinnenminister Horst Seehofer für Sinan Selen und Michael Niemeier.

Der türkischstämmige Selen hat in der Vergangenheit im Bundeskriminalamt und bei der Bundespolizei mehrere Ermittlungsreferate geleitet... Michael Niemeier führte im Bundeskriminalamt die Abteilung für Kontakte zu internationalen Polizeibehörden und ist derzeit Referatsleiter im Bundesinnenministerium.
focus.de 7.12.2018
Das war also das Ziel des rechtsfresserischen Merkel&Nahles-GroKoDeals:
Den um unparteiische Amtsführung bemühten Hans-Georg Maaßen an einer herbeigesuchten Nichtigkeit straucheln zu lassen, um einen AfD-Verfolger zu küren!
Und mit einem gebürtigen Türken zu verstärken, um alle Gegner der islamischen Masseneinwanderung zu entmutigen.
Vielleicht soll er auch als Kämpfer gegen den islamischen Terror auftreten, um den übrigen Islam erträglicher erscheinen zu lassen.

Die linksextreme „junge Welt“ sieht dies in einem gänzlich anderen Blickwinkel:
Für alle Linken türkisch-kurdischer Herkunft dürfte die Personalie Selen eine Hiobsbotschaft sein. Der Berliner Tagesspiegel jubelte dagegen am Samstag, es sei ein »starkes Signal« , dass »ein Mann mit Migrationshintergrund« den Posten erhalte. Aus demselben Grund sind die Grünen begeistert. Für AfD und Co. geht das Abendland jedoch wieder mal unter, weil Selen Muslim ist. Weder hier noch dort begreift man, dass den Herrschenden Abstammung und Religion wurst sind, solange man ihnen zu Diensten ist.
jungewelt.de 19.11.2018
Selbstverständlich war Maaßen auch bei der extremen Linken nicht wohlgelitten:
Ziel der exakten Maaßenarbeit ist der »Nachweis, dass für eine restriktivere Flüchtlingspolitik erhebliche noch unausgeschöpfte Spielräume bestehen«, stellt die sachkundige Rezensentin fest und rügte: »Argumentative Gründlichkeit und Sorgfalt in der Präsentation und Auswertung von Quellen und Literatur investiert der Verfasser des öfteren recht selektiv.«
jungewelt.de 6.10.18
Hier fällt übrigens auf, daß die linke „junge Welt“ zur Tarnung das ss/ß-Stusssytem der Kultusminister verwendet, ansonsten aber ausnahmslos den übrigen Reform-Stuß meidet.

Wie man hört, ist gerade Mini-Merkel Annegret Krampf-Karrenbauer zur neuen CDU-Vorsitzenden gewählt worden:

„AfD an der Grenze zur Verfassungsfeindlichkeit“,
Kramp-Karrenbauer (CDU) lt. Welt v. 1.5.14 – (das schon, als dort noch Urkonservative wie Hans-Olaf Henkel, Bernd Lucke und Konrad Adam das Sagen hatten!)

„Angela, der Krampf geht weiter!“



Sigmar Salzburg

07.12.2018 17:52   Rechtschreibforum   >   Verantwortungslose Politiker   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Stephan Harbarth

1998 erwies sich das Bundesverfassungsgericht als regierungsparteiengefällig, als es unter Jutta Limbach und Hans-Jürgen Papier 1998 den Kultusministern der Länder den Freibrief ausstellte, gemäß der „unverbindlichen Absichterklärung“ in Wien 1996 die Rechtschreibung nach Belieben zu ändern – gegen den mehrheitlichen Willen der Bevölkerung, gegen den Willen der Eltern und unter Zulassung der Geiselnahme der Schüler. Obwohl der frühere Verfassungsrichter Prof. Mahrenholz vor allem vor der Änderung der ss/ß- Regel gewarnt hatte. Wären die entscheidenden Richter zum gleichen Schluß gekommen, dann wäre die „Reform“ zusammengebrochen.

Jetzt ist wieder ein regierungsgefälliger Nachfolger für den derzeitigen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts benannt worden, der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende:
Stephan Harbarth wird Nachfolger von Andreas Voßkuhle. Darauf haben sich die Fraktionsführungen von Union, SPD, Grünen und FDP nach Informationen der F.A.Z. geeinigt.“ faz.de 9.11.18
Seine gutonduliert vorgetragene Fürsprache für den „unverbindlichen Global Compact“ und gegen die AfD („Angstmache“, „Unrichtigkeiten“) im Bundestag war seine parteiliche Bewerbungsrede für diesen Posten – natürlich ohne jeden Willen zur Kritik an diesem Machwerk. Glaubt er tatsächlich, daß die unterzeichnenden Chaosstaaten ihre Fürsorge für migrationswillige gescheiterte Existenzen auf bundesdeutsches Niveau heben werden, damit sie nicht nach Deutschland „flüchten“?

Die Belastung und Belästigung bleibt wieder am Volk hängen – weit stärker als durch die Papiersche Schreibreform-Entscheidung. Es war peinlich, wie Harbarth in professoraler Überhebung Beatrix von Storch mangelnde Ausbildung in Völkerrecht unterstellte und ihre vollkommen richtigen Einwendungen abgekanzelt hat – unter dem Gefeixe der Volksver(t)räter. Solche Leute dürfen also später als Verfassungsrichter über ihre eigenen Schandtaten urteilen.


https://youtu.be/e3ecQTQjvaE

Dazu Frank Hannig, Rechtsanwalt:
https://www.facebook.com/169041869781888/videos/324131291520387/


Sigmar Salzburg

07.12.2018 03:25   Dokumente   >   Bundesverfassungsrichter   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Am 06.12.2018 um 17:52 schrieb Heidger Brandt:

Hallo Frau Schulz-Ewers,
anbei mein Leserbrief zum Thema Digitalisierung der Bildung, wie er in der Frankfurter Rundschau abgedruckt wurde.
Dieser macht in der Variante deutlich, dass es beim Digitalpakt gar nicht um Bildung, sondern im ersten Schritt um ein weiteres, auf Dauer angelegtes gigantisches Subventions- bzw. Umverteilungsprogramm für Konzerne und die dahinter stehenden Profiteure geht.
Vielleicht ist diese Blickrichtung auf die politischen Entscheidungen, die ja u.a. auch bei der Klima-Energiepolitik - ebenfalls unter Ausblendung der Folgen - maßgeblich ist, für den einen oder anderen hilfreich.
Viele Grüße,
Heidger Brandt


Subvention der IT-Konzerne

Zu: "Digitalpakt vor dem Aus", FR-Politik vom 4. Dezember

Wer sich intensiver mit der Digitalisierung von Unterricht bzw. dem "Digitalpakt" beschäftigt, muss über den Eifer erschrecken, mit dem Bundesregierung und Bundestag die Grundgesetzänderung durchdrücken wollen. Ohne die Öffentlichkeit detailliert über die Inhalte und die nachfolgenden horrenden Kosten zu informieren, soll übers Knie gebrochen werden, was wo anders schon lange gescheitert ist: Bereits 2007 wurde über den „Laptop-Bann“ an US-Schulen berichtet: Schulen, die ihren Unterricht auf Laptops und Lernsoftwareprogramme umgestellt und von der IT-Branche und der Politik mit Preisen überschüttet wurden, schlossen die Computer wieder weg und kehrten zu den alten, lehrergeführten Unterrichtsmethoden mit Kreidetafel, Büchern und Stiften zurück, weil das Gegenteil von dem eintrat, was die Konzerne, u.a. Bertelsmann, versprochen hatten.

Im letzten Jahr wurden auch in Australien die für 2,4 Milliarden Dollar angeschafften Laptops wieder eingesammelt, weil die Schüler/innen alles mögliche damit gemacht haben – nur nicht gelernt. Andreas Schleicher, Direktor des Direktorats für Bildung der OECD, räumte in einem Interview ein: „Wir müssen es als Realität betrachten, dass Technologie in unseren Schulen mehr schadet als nützt“.

Mittlerweile belegen zahlreiche Studien nicht nur den fehlenden Nutzen von Computern im Unterricht, sondern auch, dass die Bildungserfolge durch den Ersatz des Lehrers durch Lernsoftwareprogramme deutlich geringer ausfallen. Besonderes Aufsehen erzeugte jüngst eine deutsche Studie, die belegt, dass per Computer unterrichtete Grundschulkinder in Mathematik und Naturwissenschaften „statistisch signifikant niedrigere Kompetenzen aufwiesen als jene Grundschulkinder, die seltener als einmal pro Woche Computer im Unterricht nutzten“. Dennoch forderten die Auftraggeber der Studie, die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) und der von ihr eingerichtete „Aktionsrat Bildung“, Schulen müssen digitaler werden. Begründet wurde dies mit eben dieser Studie, deren zentrale Aussage ins Gegenteil verkehrt wurde. Auch nach der Aufdeckung des "Irrtums" beharrten sie auf der Notwendigkeit der Digitalisierung.

Tatsächlich geht es um ein Milliarden schweres Subventionsprogramm für die IT-Konzerne durch die Steuerzahler und auf Kosten der Zukunftschancen derjenigen, denen vorgeblich zu einer besseren Bildung verholfen werden soll. In der Realität erweist sich der „Digitalpakt“ als Teufelspakt. An die gewählten „Volksvertreter“ stellt sich einmal mehr die Frage, wessen Interessen hier eigentlich verfolgt werden?

Heidger Brandt, Emkendorf


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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See


Kevin Kraus

06.12.2018 17:29   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Schmachthagens 500ste Deutschstunde

Eine Sammlung von Brief-Stilblüten zitierte einmal das Schreiben einer japanischen Firma an eine deutsche Kugellagerfabrik: „Wir jetzt Deutsch schreiben, weil wir haben einen Deutschmeister ...“ Der „Deutschmeister“ des Hamburger Abendblattes, Peter Schmachthagen, hat nun seine 500. „Deutschstunde“ als Interview veröffentlicht. Hier nur ein kleiner Auszug:
Wie ist die Resonanz in der Leserschaft?

Schmachthagen: Nach den Eingängen in meinem privaten Postfach zu urteilen ist das Echo überwältigend positiv, sodass ich schon ein wenig beschämt bin. In der letzten Woche schrieb allerdings ein Zeitgenosse an die „sehr geehrten Damen und Herren der Redaktion“, meine Kolumne sei humorlos, unverständlich, werde nur von einer Handvoll Germanisten aufgerufen und bedeute also eine reine Platzverschwendung in der Zeitung.

Haben Sie ihm geantwortet?

Schmachthagen: Ja, das habe ich. Ich habe ihm geschrieben, ein Sprachkolumnist sei kein Comedian, und der Humorfaktor bei der Erklärung der Kasustreue in einer Apposition sei schon vom Thema her recht begrenzt. Andererseits handele es sich um einen häufigen Fehler, wie auch seine Mail wieder zeige, der irgendwie angesprochen werden dürfe. Der Herr hat sich entschuldigt, sich als Ostfriese geoutet mit friesisch herbem Sprachverständnis, versprach aber, nun an jedem Dienstag die „Deutschstunde“ als Erstes zu lesen. [...]

Schmachthagen: .... Die schönsten Fehler habe ich aber früher als Chef vom Dienst erlebt, wenn ich gezwungen war, nachts um drei Uhr die Rotation in Ahrensburg stoppen zu lassen, weil ein Kollege den Auftritt von Roger Whittaker im CCH folgendermaßen bejubelt hatte: „Das Publikum geriet bei seinem Hit ,Abschied ist ein schwarzes Pferd‘ aus dem Häuschen.“ Der Abschied war selbstverständlich ein scharfes Schwert. Auch die Überschrift „Der Tod des M. P. Dokles“ sollte für den Rest der Druckauflage so nicht stehen bleiben. Gemeint war Hölderlins „Der Tod des Empedokles“. [...]

Schmachthagen: Seit gefühlten 500 Folgen scheint es unmöglich zu sein, den Begriff „Zeitläufte“ mit „t“, „andere Saiten aufziehen“ mit „a“ oder „Litfaßsäule“ mit Eszett zu vermitteln. Ich habe einmal derartige Schreibweisen zu einem Diktattext zusammengefasst und die Leser aufgefordert, mir die Zahl der gefundenen Fehler zu mailen. In meinem Postfach ging es zu wie bei einer Ebay-Versteigerung. Eine Leserin meldete 27 angebliche Fehler. Die Auflösung lautete jedoch null Fehler. Diesen Gag mit Aha-Effekt scheinen mir einige Leute bis heute übelzunehmen.

Haben Sie einmal ein Beispiel?

Schmachthagen: Wer dienstags Vormittags die „Deutschstunde“ liest, erfährt Manches über die Sprache. Die Anderen, die auf diese morgentliche Lektüre verzichten, können sich im Alltag wahrscheinlich fehlerfrei auf deutsch verständigen, obwohl Einige gerade Englisch sprechen, denn die vielen Anglizismen sind ein Wermuthstropfen im Antlitz unserer Muttersprache, der die Globalisierung auch im November diesen Jahres wiederspiegelt.

abendblatt.de 27.11.2018
Manches ist oder scheint nach der „Reform“ möglich. Schmachthagen gilt als Fan der rauhbautzigen 1996er-Reform-Orthographie. Aber seine Finger wollten wohl nicht mit der „Hand voll“ in die Tasten. Eben habe ich das Dezember-Heft von SPEKTRUM durchgesehen. Dort gibt es sie noch, die „raue“ „Hand voll Männer“, die aber trotz „viel versprechender“ Prinzipien nichts „zu Stande“ brachte und bald „den Kürzeren“ zog. Er müßte seine helle Freude daran haben.


Sigmar Salzburg

05.12.2018 16:52   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Hamburger Abendblatt   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln