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Kirchen und Religion
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Sigmar Salzburg
04.01.2012 12.19
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Ins Mittelalter mit SPD, CDU und Grünen

Islamischer Religionsunterricht in NRW

BERLIN.(hpd) Die Nordrhein-Westfälische Regierung wird einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht einführen… Prof. Dr. Uwe Lehnert kommentiert diesen Vorfall.


Eigentlich ist das Vorgehen der Landesregierung NRW ein unfassbarer Vorgang… Federführend scheint mir hier in diesem Fall die frömmelnde Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu sein. („Mein Vater lenkt von oben mein Leben“, BILD-Interview über Gott und die Welt mit Hannelore Kraft am 19.12.11)

Denn hinter der Einführung des islamischen Religionsunterrichts stehen tatsächlich noch andere Überlegungen. Einerseits natürlich das Schielen nach Wählerstimmen. Andererseits der Gedanke, dass das Zulassen des Islam als ordentliches Schulfach dafür sorgen soll, dass noch mehr als bisher auch evangelischer und katholischer Religionsunterricht als ganz normales Unterrichtsfach erscheinen sollen…

Der Abbau der Naturwissenschaften und der Mathematik im Zuge der Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahren war ein weiterer Schlag gegen die Disziplinen, denen wir zuallererst unseren gerade noch gehaltenen Wohlstand zu verdanken haben.
Ein weiterer wichtiger Gedanke, der mit der Einführung des islamischen Religionsunterricht verbunden wird, ist die Etablierung sich wissenschaftlich gebender Lehrstühle für islamische Theologie …

Und was spricht eigentlich dagegen, bald auch Lehrstühle für jüdische, buddhistische oder hinduistische Theologie auf Staatskosten, d.h. auf Kosten von 27,7 Mill. Konfessionfreier, einzurichten. Aufgrund des Gleichbehandlungsprinzips müsste diesen Forderungen natürlich nachgegeben werden.

Zusammengefasst: Die Marschrichtung zeigt eindeutig zurück ins Mittelalter. Und unser den Evangelikalen sehr nahe stehender Bundespräsident gibt dem Ganzen in Festtagsreden seine präsidiale Weihe.

hpd.de 4.1.2012

Es hat keine Aufgabe des weltanschaulich neutralen Staates zu sein, als Dienstleister für bestimmte Glaubensgemeinschaften die religiöse Unterweisung, um nicht zu sagen, Indoktrination, von Schülern zu übernehmen – besonders auch nicht, um dem erlahmenden Elterninteresse entgegenzuwirken und den christlichen Religionsunterricht mit Hilfe des Islams sicherer zu verankern.

Auch interessant – Thomas Stamm-Kuhlmann (SPD) in der FAZ: … Die Partei August Bebels übt unter Sigmar Gabriel die Frömmelei ein […] als würden in der Partei August Bebels und Karl Kautskys fortan die Atheisten, Agnostiker und Humanisten eine Minderheit darstellen, verfolgt vom Spott des Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Thierse. faz.net 28.12.11
s.a. Laizisten in der SPD.

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Sigmar Salzburg
21.12.2011 11.37
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Ehrfurcht vor ,Gott'

NRW-Verfassung
Linke wollen Gottesbezug streichen


… Die Partei hat einen Gesetzesentwurf für eine entsprechende Änderung der Landesverfassung vorgelegt. In Artikel 7, Absatz 1 heißt es: „Ehrfurcht vor Gott, Achtung der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.“ Die Linke will „Ehrfurcht vor Gott“ streichen.
Der monotheistische Gottesbezug passe nicht eine bunte, multireligiöse Gesellschaft, sagte Gunhild Böth, Abgeordnete der Linken, unserer Redaktion.

Karl-Josef Laumann, Sprecher der CDU-Fraktion, erteilte dem Plan eine Absage – die Forderung der Linken sei „abstrus und dreist“.

Die grüne Schulministerin Sylvia Löhrmann sagte: „Der Antrag der Linken verkennt, dass der Gottesbezug keine Festlegung auf eine bestimmte Religion ist. Insofern glaube ich nicht, dass es eine Mehrheit für den Antrag geben wird.“

rp-online.de 20.12.2011

Ein vernünftiges Vorhaben der Linkspartei: Die Erziehung zur Ehrfurcht vor einem nicht nachweisbaren höheren Wesen, dessen Existenz nicht einmal alle Religionen annehmen (s. Buddhismus, Jainismus) und dessen Eigenschaften und Wirken nur den Phantasien irgendwelcher Propheten entnommen werden können, gehört nicht in den Allgemeinunterricht, sondern in eine spezielle Religionsunterweisung.

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Sigmar Salzburg
14.12.2011 10.33
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Gottes Teilchen

Gestern wurde man den ganzen Tag mit „Gott“ belemmert – zwar nur mit seinem Teilchen, das ursprünglich das „gottverdammte Teilchen“ heißen sollte, aber wie üblich mit begleitendem Stuß:

„Gottesteilchen“ Higgs
Das letzte fehlende Teilchen zur Erklärung der Welt
… eines der größten noch ungelösten Rätsel unseres Daseins – Gibt es das Higgs-Teilchen, oder nicht?
focus.de 13.12.2011

Wird heute letztes Rätsel der Menschheit gelöst?
heute.at 13.12.2011

Es wäre der Schlussstein im Gebäude des Universums, dessen Einfluss jeder Mensch jeden Tag spüre (Reuters Deutschland)

Es ist ganz gleich, ob das Ergebnis dieses 6 Milliarden teuren Experiments positiv oder negativ ausfällt – für die Wissenschaft ist es immer ein Erkenntnisgewinn.

Parallel dazu findet in Deutschland unter ähnlichen Milliardenkosten ein Experiment statt, dessen Einfluß jeder deutsch Lesende jeden Tag spürt: Erleichtert der „Schlußstein“ mit „sss“ und der „Tolpatsch“ mit infantilen zwei „l“ das Schreiben und Lesen? – Das Ergebnis ist seit langem eindeutig negativ ausgefallen, es ist aber auch kein Erkenntnisgewinn, denn kluge Leute wußten das schon vorher. Inzwischen sind die „ss“ aus dem deutschen Schreibwesen aber ähnlich schwer zu entfernen wie die modisch eintätowierten „Arschgeweihe“.

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Sigmar Salzburg
04.12.2011 12.03
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Nach gerechter und reformierter nun auch in seichter Sprache:

Weihnachten à la Bauer:
„das neue“-Chef Mandt verpackt die Bibel als Yellow


Bauer bringt am 3. Dezember ein Sonderheft seines Yellow-Titels "das neue" auf den Markt. Auf 72 Seiten erzählt die Redaktion in Anlehnung an das Lukas-Evangelium die Weihnachtsgeschichte in zeitgemäßer Sprache und in der für die Frauenzeitschrift typischen Optik.

Geschichten wie "So fanden Maria und Joseph ihr Glück" und "Herodes – Der Kindermörder von Bethlehem" stehen neben Gastbeiträgen u.a. von TV-Moderatorin Bärbel Schäfer und Rezepten für den Genuss wie in der Antike. Als weitere Autoren konnte das Blatt außer Kardinal Lehmann und der Theologin Margot Käßmann auch TV-Moderator Peter Hahne und Bestseller-Autorin Hera Lind gewinnen.

kress.de 29.11.2011

Die Bauer-Weinachtsgeschichten können die Bibelberichte nur noch unwahrer machen, als sie es für einen Nichtgläubigen ohnehin schon sind. Jesu Geburt wurde erst im Jahre 353 auf den Festtag des Unbesiegten Sonnengottes und ähnlicher Göttergestalten verlegt.

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PL
02.12.2011 02.23
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„In den vergangenen Katechesen haben wir über Psalmen meditiert, um von dort beten zu lernen.“ Von wo? „um beten zu lernen“ genügt.

„Mit der heutigen Katechese möchte ich beginnen, über das Gebet im Leben Jesu zu sprechen, und von ihm selbst her zu erlernen, was beten heißt.“ „von ihm“ genügt.

„Möchte ich beginnen“ – als ob ihn jemand daran hindern würde …

Ach, wie hasse ich diese gestelzte Sprechweise!

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Sigmar Salzburg
01.12.2011 13.02
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BENEDIKT XVI.

GENERALAUDIENZ
Audienzhalle
Mittwoch, 30. November 2011

Liebe Brüder und Schwestern!


In den vergangenen Katechesen haben wir über Psalmen meditiert, um von dort beten zu lernen. Mit der heutigen Katechese möchte ich beginnen, über das Gebet im Leben Jesu zu sprechen, und von ihm selbst her zu erlernen, was beten heißt. Der Evangelist Lukas erzählt uns, daß Jesus bereits als Zwölfjähriger im Tempel von Jerusalem zurückblieb und seinen Eltern erklärte, daß er in dem sein muß, was seinem Vater gehört (vgl. 2,49) …

* * *

Mit Freude grüße ich die deutschsprachigen Pilger und Besucher. Auch wir sind als Kinder Gottes gerufen, durch das Gebet in die vertrauensvolle Beziehung zu Gott, unserem Vater zu treten. Seine Liebe schenkt uns die wahre Freude, die wir unseren Mitmenschen weitergeben dürfen. Euch allen wünsche ich eine gesegnete Adventszeit.

vatican.va 30.11.2011

Radio Vatikan läßt natürlich die „Fehler“ des Unfehlbaren durch die Reform-Automaten „verbessern“:

Hier lesen Sie die Katechese des Papstes auf Deutsch

Liebe Brüder und Schwestern!
… Der Evangelist Lukas erzählt uns, dass Jesus bereits als Zwölfjähriger im Tempel von Jerusalem zurückblieb und seinen Eltern erklärte, dass er in dem sein muss, was seinem Vater gehört (vgl. 2,49). ….

radiovaticana.org

Wes Brot ich eß’ [dess essess schreibe ich]
Am 21. November tagt der Ständige Rat der deutschen Bischofskonferenz. Dabei geht es um den seit Jahren andauernden ‘Weltbild’-Skandal. … Bisher ist unklar, wohin zum Teil sehr große Beträge fließen. So soll der Verein jährlich allein 14 bis 15 Millionen Euro für „Medien“ ausgeben.

Ein Nutznießer soll die altliberale deutschsprachige Redaktion von ‘Radio Vatikan’ sein.

kreuznet 11.11.11 [Links hinzugefügt]

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Sigmar Salzburg
14.11.2011 10.48
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Keine Gebete mehr?

Rüffel aus Rom für Weltbild-Verlag
Der Chef des katholischen Medienkonzerns Weltbild soll auf Erotik im Angebot verzichten. Dann müsste er Bestseller, wie „Schoßgebete“ von Charlotte Roche, aus dem Programm nehmen. Das wäre schlecht für den Umsatz.

Handelsblatt 13.11.2011

Nachtrag zu Weltbild-Verlag und Roche.

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Sigmar Salzburg
01.11.2011 10.35
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Erfreulich viele Greuel

Die Untertänigkeit, mit der die staatlich befohlenen Greuel an der deutschen Rechtschreibung verübt werden, wirkt besonders bei der Schreibung „Gräuel“ selbstentlarvend:

Das Assisi-Dilemma

Am Donnerstag [27.10.2011] begibt sich Papst Benedikt XVI. mit Vertretern anderer christlicher Kirchen und verschiedener Weltreligionen nach Assisi, um sich mit ihnen für den Frieden in der Welt einzusetzen.

… Das Sperrfeuer aus den Reihen der Piusbruderschaft und anderer erzkonservativer christlicher Gruppen gegen das – wie sie es nennen – interreligiöse Assisi-Gräuel zeigt offensichtlich Wirkung… Selbst mit den anderen christlichen Kirchen oder gar mit den anderen monotheistischen Religionen ist kein gemeinsames Gebet vorgesehen. Stattdessen nur Appelle für den Frieden. Ein Armutszeugnis, eine Kapitulation, eine Alibi-Veranstaltung ohne große Bedeutung.

Deutschlandradio 22.10.2011

Die genannte Pius-Bruderschaft zeigt nun durch Reformschreibung und einige „Gräuel“ ihre Staatstreue – wobei ihr der Bischof Williamson eher lästig ist.

Ganz anders dagegen das obskure, aber traditionell schreibende Portal „kreuz.net“. Hier kann sich auch der reformkritische Pazifist über massenhafte „Greuel“ freuen – ohne daß er deswegen ein tieferes Verständnis für die durch die Religionen geschaffenen Probleme aufbringen muß:


[31.10.] Den Assisi-Greuel vergessen… Beim gestrigen Angelusgebet …

[30.10.] Beim Assisi-Greuel vom Donnerstag sang ein Anhänger der afrikanischen Yoruba-Religion neben dem Papst einen Hymnus an den Dämon Olokun…

[29.10] Assisi: Der Papst degradiert sich zum Religionsvertreter
Greuel über Greuel … Audienz für die Teilnehmer des gestrigen Assisi-Greuels

[29.10] Benedikt XVI. beim Assisi-Greuel … Die Religionsführer, die sich am Assisi-Greuel beteiligten, seien „Pioniere des Dialogs“…

[28.10] Der gestrige Assisi-Greuel … Der Greuel endete mit einem Besuch der Greuel-Teilnehmer beim Grab des Heiligen Franziskus …

[28.10] Greuel über Greuel
Assisi: In der Basilika wird dem Olokun gehuldigt
Greuel über Greuel … heute morgen läuft in Assisi der interreligiöse Greuel. Rund 300 Vertreter aus 31 christlichen Gemeinschaften und zwölf Weltreligionen reisten gemeinsam im Zug von Rom an den Ort des Heiligen Franziskus … im interreligiösen Dialog seit dem ersten Assisi-Greuel 1986…

[27.10] Assisi-Greuel
Hat das Pius-Sperrfeuer eine Korrektur bewirkt?
Assisi-Greuel … Beim Assisi-Greuel 1986 opferten buddhistische Mönche im Kirchenraum … Stellungnahme zum heutigen Assisi-Greuel. Fromm geworden? Das ‘Deutschlandradio’ vermißt das Gebet

[27.10] Blabla vor dem Assisi-Greuel

[26.10] Piusbruderschaft
Assisi-Greuel: Der wahre Dialog will bekehren
Der morgige Assisi-Greuel bleibt „äußerst kritikwürdig“… Aber er kritisiert, daß es sich beim morgigen Anlaß um ein „unseliges Gedächtnis“ des ersten Assisi-Treffens unter Johannes Paul II. († 2005) im Jahr 1986 handelt. Das damalige Greuel sei ein „schwerer Verstoß gegen das erste Gebot gewesen …

[26.10] Assisi-Greuel
… Pater Abrahamowicz zitiert 95. Psalm: „Alle Götzen der Heiden sind Dämonen“ … um 18.30 Uhr wird er als Sühne für den Assisi-Greuel um 18.30 Uhr im Hotel Due Torri in Verona eine Messe lesen …

[24.10] … Gebet für das interreligiöse Assisi-Greuel am Donnerstag …

[22.10] Der britische Gottlose Anthony C. Grayling hat seine zugesagte Teilnahme beim interreligiösen Greuel in Assisi abgesagt…

Der geladene Alibi-Atheist ist klugerweise der Veranstaltung ferngeblieben, denn es sollte ja vor ihm und seinesgleichen gewarnt werden.

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Sigmar Salzburg
26.10.2011 08.22
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Tief Greifendes

KÖLN taz | Kurz vor ihrer Fertigstellung gibt es neuen Streit um die Kölner Zentralmoschee. Offenbar aufgrund eines politischen Kurswechsels hat die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) als Bauherrin dem verantwortlichen Architekten Paul Böhm „mit sofortiger Wirkung“ gekündigt….

Tatsächlich hat es von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt einen tief greifenden personellen Umbruch in der Ditib gegeben. Im August vergangenen Jahres wurde der Botschaftsrat der Türkei für religiöse Angelegenheiten Ali Dere als neuer Vorstandsvorsitzender eingesetzt. …

Außerdem würden Entscheidungen nicht getroffen und die Zahlung von fälligen Vergütungen verweigert, kritisiert der Spross einer Kirchenbaumeisterdynastie.

taz.de 26.10.2011

Vor über fünfzig Jahren mußte ich einen Schulaufsatz zu einer Zeitungsmeldung schreiben: In Hamburg war eine neue Kirche eingeweiht worden, die im Grundriß ein Omega bildete, dazu der Glockenturm ein großes Alpha. Ich wagte zu schreiben: „Je mehr der Glaube nachläßt, um so mehr Kirchen werden gebaut.“ Direktor Thielecke, der Bruder des Hamburger Theologen, schrieb eine seitenlange Randbemerkung, die ich nie gelesen habe. – Wer hätte damals glauben mögen, daß fünfzig Jahre später wieder ein religiöser Bauboom einsetzt und alle „Missstand“ schreiben sollen, aber nicht dürfen!

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Sigmar Salzburg
26.10.2011 07.17
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Daher die eilige Anpassung der Kirche an die ‚Reform’:

Katholische Kirche macht mit Pornos ein Vermögen

„Anwaltshure“ oder „Schlampen-Internat“: Obwohl der „Weltbild“-Verlag der Kirche gehört, verkauft er Porno-Bücher…

Untragbar ist freilich nicht nur das pornografische Angebot des „Weltbild“-Verlages. Denn er bietet auch nahezu alle kirchenfeindlichen Schriften wie die Bücher des Gottleugners Richard Dawkins an. Und zum Aufspüren papst- und kirchengegnerischer Literatur gibt es bis heute nicht einmal einen brauchbaren Filter [!]. Weiterhin sind Esoterik, Astrologie sowie gewaltverherrlichende und satanische Medien im Online-Angebot.

welt.de 25.10.2011

Und gleich am Reformzirkus mitverdienen – mit der minderwertigsten aller Reformversionen:

Die neue Rechtschreibung für Schüler. 1997 Weltbild Verlag, Augsburg. ISBN 978-3-89604-600-4

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Sigmar Salzburg
14.10.2011 09.49
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Wieder am Volk vorbei .…

WIEN. (hpd) Das Königreich Saudi-Arabien errichtet mit höchstoffiziellem Segen der Republik Österreich ein „Zentrum für interreligiösen und interkulturellen“ Dialog in der Wiener Innenstadt…
ÖFFENTLICHE DEBATTE WURDE ANSCHEINEND VERMIEDEN
Die Skepsis kommt nicht nur von den Zuständen in Saudi-Arabien. Dort gilt der Wahabismus als Staatsreligion, selbst andersdenkende Muslime werden verfolgt, von Angehörigen anderer Religionen oder gar Atheisten ganz zu schweigen. Wer sich vom Islam lossagt, wird geköpft. Die Skepsis rührt auch aus der Geheimniskrämerei um das Zentrum. Hätte das Thema nicht in einen Nationalratsausschuss gemusst, hätte die Öffentlichkeit vermutlich erst nach der offiziellen Vertragsunterzeichnung von dem Zentrum erfahren…
hpd.de 14.10.2011

Auch in der Bundesrepublik ist der saudische Fundamentalismus aktiv. Die reformbekannte Bundesbildungsministerin Schavan will den Islam kanalisieren, indem sie ihm Platz an den wissenschaftlichen Hochschulen einräumt – mit dem gleichzeitigen Hintergedanken, damit dort auch die Stellung der christlichen Religion als „Wissenschaft“ zu sichern.

Die gemeinsamen Anstrengungen von Fundamentalisten und „fortschrittlichen“ Religiösen haben sich gelohnt:


Als die Comedy-Truppe Monty Python 1979 „Das Leben des Brian“ ins Kino brachte, wurde der Film trotz Kirchen-Protest zum Hit. Heute würde er sich eine Jesus-Satire wie diese „zweimal überlegen“, sagt Regisseur Terry Jones – die öffentliche Rolle der Religion sei viel stärker als damals. … „Doch seinerzeit schien die Religion auf dem absteigenden Ast zu sein, und es fühlte sich an, als trete man einen toten Esel.“
Spiegel.de 11.10.2011

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Sigmar Salzburg
27.09.2011 07.23
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Befreiungs-Akte

Nach Herodot war es im alten Babylon für Frauen religiöse Pflicht, sich einmal im Leben im Mylitta-(Aphrodite)-Tempel für Geld einem Fremden hinzugeben. Die heutige sexuelle Befreiungstheologie strebt offenbar danach, den Einstieg verirrter junger Mädchen in die Porno-Filmerei als normalen Selbstfindungsprozeß und gar nicht mehr so seltenen Karrierebeginn darzustellen.

Warum allerdings der Spiegel-Feuilletonist dabei in einem Fall fünfmal [!] gewaltsam eine Parallele zur Karriere der Ex-Bischöfin Margot Käßmann ziehen will, bleibt unerfindlich. Das lieblose Pornogeschäft, das die Würde des Menschen meist antastbar zeigt, hat mit den Wellness-Versprechungen der grünlichen „Käßmann-Religion“ (Matussek, Spiegel 38/11) doch wenig zu tun. Aber nichts ist unmöglich in einem Land, in dem der Staat noch den miesesten Pornographen in den Stand eines Grafen versetzen darf.


spiegel.de 26.9.2011

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Sigmar Salzburg
26.09.2011 09.53
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Papst-Rede in Freiburg

Papst Benedikt XVI. forderte die katholische Kirche in Deutschland überraschend auf, auf staatliche Privilegien zu verzichten. Bei einer Rede vor 1500 Gästen im Freiburger Konzerthaus sagte der 84-Jährige am Sonntag: „Die von materiellen und politischen Lasten und Privilegien befreite Kirche kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden, wirklich weltoffen sein….“
Indirekt ging das Oberhaupt der katholischen Kirche damit auf die Kritik ein, die seine Rede im Bundestag und sein Gespräch mit Verfassungsrichtern ausgelöst hatte. Politiker von SPD, Grünen und der Linkspartei hatten darin ein Verstoß gegen die verfassungsrechtliche Trennung von Kirche und Staat gesehen.
ps/dpa
focus.de 25.9.2011

Die nichtsnutzigen Schreibreformer fühlten sich berechtigt, dem „Rauhen“ das „h“ zu streichen, weil man es in der flüchtigen Aussprache selten hört. „Einen Verstoß“ verschleift man genauso zu „einn“ oder „ein Verstoß“. Auch das hätten die dummdreisten Politiker verbindlich vorschreiben können – mit Rückendeckung des parteilichen Bundesverfassungsgerichts.

P.S. Die überfälligen Gedanken Benedikts werden an der Pfründensicherung des deutschen kirchlichen Establishments und der Gefälligkeitspolitik der Parteien scheitern.

Nachtrag … wie erwartet:
Auch eine Woche nach dem Deutschlandbesuch von Papst Benedikt XVI. hält die Diskussion über den Ruf des Papstes nach einer „Entweltlichung“ von Kirche an. Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch warnte am Sonntag gegenüber der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Freiburg davor, vorschnell Schlüsse zu ziehen. kathweb.at 2.10.2011

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Sigmar Salzburg
25.09.2011 08.31
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Papst und Positivismus

Theodor Ickler hat bei Sprachforschung.org bemerkt:

Wenigstens als rhetorische Meisterleistung soll doch auch die Rede des Papstes vor dem Bundestag erwähnt werden. Benedikt brachte immerhin die Grünen dazu, der katholischen Sexualmoral zu applaudieren. Sie haben nämlich vor lauter Freude über das Lob der ökologischen Bewegung gar nicht verstanden, was mit dem Hinweis auf die unabänderliche Natur des Menschen gemeint war.
Außerdem beruhte die Rede, typisch rhetorisch, auf zwei Äquivokationen: Der Positivismus als wissenschaftstheoretische Position hat nichts mit Kelsens Rechtspositivismus zu tun…

Nebenbei ist der positivistische Standpunkt auch in der Wissenschaft nicht unangefochten. Einstein hielt die Entwicklung von mathematisch verwickelten Theorien wie denen der allgemeinen Relativität nur aus der Beobachtung heraus für unmöglich und Steven Weinberg hat einen ganzen Essay „Wider die Philosophie“ des Positivismus verfaßt. „Gott“ kommt dabei trotzdem nicht ins Spiel.

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Sigmar Salzburg
23.09.2011 05.48
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Die peinlich fehlerhaft veröffentlichte Papstrede

Es ist unwahrscheinlich, daß Josef Ratzinger kein anständiges Deutsch mehr kann (wie Angela Merkel) oder daß die Spiegelredaktion auf Zwangsreformierung bestand (wie bei Althistoriker Christian Meier).

Daher die Vermutung: Der Text ist so an die Journalisten verteilt worden, nachdem der päpstliche Pressedienst oder die servile Bischofskonferenz in aller Eile die „dass“ und ersten „muss“ des staatlichen Stusssystems eingefügt hatten. Hämisch hat der Spiegel die Schreibweisen übernommen, um den Papst der Fehlbarkeit zu überführen. – Der Tagesspiegel hatte entweder ein besseres Original zur Verfügung oder er hat den Text gnädig auf „alt“ zurückkorrigiert.


Nachtrag: Der Bundestag hat die Rede inzwischen in reformfreier vermutlicher Originalschreibweise veröffentlicht.

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