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Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
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Kevin Kraus
15.10.2017 09.55
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Stuttgarter Nachrichten [redaktionell gekürzt]:

Schlechte Noten für Grundschulen -
Lehrerinnen am Rande der Verzweiflung


Von Armin Friedl, Holger Gayer und Martin Haar 13. Oktober 2017 – 18:23 Uhr

Wer sich fragt, warum Baden-Württembergs Viertklässler im Bundesvergleich so schlecht abschneiden, sollte mit den Lehrerinnen sprechen. Sie müssen bisweilen Kinder unterrichten, die nicht einmal die Farben voneinander unterscheiden können.

Stuttgart – Als Paula Kramer* am Mittwoch in die Augen ihrer Kolleginnen blickte, sah sie vor allem Tränen. „Das habe ich noch nie erlebt“, erzählt die Grundschullehrerin, „da saßen vier gestandene Pädagoginnen in der Gesamtlehrerkonferenz und weinten, weil wir alle miteinander nicht mehr wissen, wie wir unseren Kindern etwas beibringen sollen.“

Zwei Tage später ist Paula Kramer noch immer erschüttert – weniger weil das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) den baden-württembergischen Grundschulen am Freitag ein besonders schlechtes Zeugnis ausgestellt hat. „Das war zu erwarten“, sagt die leidenschaftliche Lehrerin, die seit 16 Jahren an einer sogenannten Brennpunktschule im Zentrum einer baden-württembergischen Großstadt unterrichtet. „Wirklich schlimm ist, dass es keine Lösung gibt“ , klagt die 42-Jährige, „mit unseren Mitteln können wir nur winzige Pflästerchen auf die Wunden der Kinder kleben.“

Das sehen viele Kolleginnen ganz ähnlich, nur sagen dürfen sie es nicht – zumindest nicht offiziell. Von höherer Stelle sei ihnen ein Maulkorb verpasst worden, erklären einige Rektorinnen auf Nachfrage. [...]

Inklusion und Migration wirken sich aus

Tatsächlich ist die Bestandsaufnahme an der Basis vor allem in Großstädten dramatisch. Von den 23 Kindern in Paula Kramers erster Klasse kommen sieben aus sogenannten Vorbereitungsklassen für ausländische Kinder. Dabei handelt es sich meistens um Flüchtlinge, die traumatisiert und erst seit sehr kurzer Zeit in Deutschland sind. Drei Schüler fallen in die Kategorie Inklusion; sie bedürfen wegen Krankheit oder Behinderung einer besonderen Förderung. Weitere vier Kinder sind Wiederholer; sie müssen die erste Klasse noch einmal machen, weil sie ob ihres unzureichenden Leistungsstands nicht versetzt werden konnten. Und allen gemein ist, dass ihre Wurzeln nicht in Deutschland liegen. „In meiner Klasse haben alle Kinder einen Migrationshintergrund, wirklich alle, hundert Prozent“, sagt Paula Kramer [...] „aber nach einer für alle verständlichen Amtssprache suche ich immer noch.“

Lehrerinnen suchen nach der Amtssprache im Klassenzimmer

Wer unter solchen Voraussetzungen unterrichten soll, muss kreativ sein. „Ich habe mit den Kindern eine Art von Zeichensprache entwickelt und arbeite viel mit Symbolen und Bildern“ , erzählt die Lehrerin. Mit drei Schülern, die aus Indien kommen, spreche sie englisch, bei einem Mädchen, das aus Rumänien stammt, werfe sie bisweilen ein Übersetzungsprogramm auf dem Mobiltelefon an.

[...] „Viele Eltern reden viel von ihren Rechten. Aber es gibt auch Elternpflichten“, sagt Paula Kramer. Diese würden grob vernachlässigt, „wenn die Kinder, mit Tablet und Smartphone ausgestattet, ruhig gestellt werden“.

Diese Fälle kennt Kathrin Grix auch. „Die Umbrüche in der Grundschule sind enorm“, sagt die Vorsitzende des Gesamtelternbeirats der Stuttgarter Schulen (GEB). Die Schülerschaft sei „extrem heterogen“, und auch das Spektrum der Kinder, die aus dem Kindergarten kommen, sei breiter geworden: „Manche können bereits lesen, andere noch nicht einmal den Stift halten.“

Manchen Kindern fehlt fast alles: Sprache, Bewegung, Motorik

Auch Paula Kramer berichtet von drastischen Begegnungen mit Kindern, denen praktisch alles fehlt: Sprache, Bewegung, Motorik. „Zu uns kommen Leute in die erste Klasse, die nur zappeln, aber weder schneiden noch malen können“, sagt die Pädagogin. Drei Kinder aus ihrer Klasse seien nicht einmal in der Lage, die Farben zu benennen – weder auf Deutsch noch in ihrer Muttersprache. [...]

Dass die Eltern trotzdem das Recht haben, ihre Kinder in ein paar Monaten zur weiteren Laufbahn aufs Gymnasium anzumelden, ist eine andere Geschichte.

                        * Name von der Redaktion geändert.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.schlechte-noten-fuer-grundschulen-am-rande-der-verzweiflung.0fa33901-9d02-4abe-b738-095a00152010.html

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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
09.10.2017 19.34
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus: Tatort: Hardcore-Porno – Der Verlust der Scham ist der Beginn der Verblödung

Tatort: Hardcore-Porno – finanziert mit GEZ-Zwangsabgaben


http://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/tatort-hardcore-porno-finanziert-mit-gez-zwangsabgaben/

Screenprint: Bayrischer Rundfunk, Youtube

Der allsonntägliche ARD-Tatort gilt als Kult und Institution zugleich. Gilt? Nein: Galt! Gewiss hat es diese 1970 gestartete, von ARD, ORF 2 und SRF 1 ausgestrahlte Sendereihe mit jährlich etwa 35 Neuproduktionen auf mittlerweile mehr als eintausend Folgen gebracht und je Sendung im Schnitt zwischen 7 und 14 Millionen Zuschauer angelockt. Was aber in den jeweils pro Folge rund 1,4 Millionen teuren eineinhalb Filmstunden zum „Besten“ gegeben wird, ist mehr und mehr Volkspädagogik geworden. Die Macher konnten ihrem missionarischen Drang, gesellschaftliche Probleme aufzubereiten, nicht widerstehen. Man will dem Zuschauer den Blick in bestimmte Milieus öffnen. Ein bevorzugtes Tatort-Thema ist immer wieder das Thema „Migranten“. Es geht dabei bevorzugt um Migranten als Opfer, seltener als Täter. Zudem treten fast ausschließlich Kriminalermittler auf, die mit ihren im Film dargestellten, rechtsstaatlich fragwürdigen Ermittlungsmethoden ein Zerrbild von Kripo-Arbeit abgeben und die zugleich aufgrund ihrer – im Film – sozialen, familiären Entwurzelung alles andere als repräsentativ sind. Dass die diversen Gewerkschaften der Polizei noch nicht dagegen protestiert haben, verwundert.

Nun also kommt am 8. Oktober aus München ein neuer Milieu-Tatort in die Wohnzimmer. Es geht um kommerzielle und private Pornoproduktionen. „Hardcore“ heißt denn auch der Titel dieser Folge, für die der Bayerische Rundfunk verantwortlich zeichnet. Die Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) sollen die Hintergründe eines Mordes im Porno-Milieu aufklären. Die junge Altenpflegerin Marie Wagner war ermordet worden; nebenberuflich hatte sie Sexfilme gedreht. Nach einer Orgie mit gut zwanzig Männern wird sie erdrosselt aufgefunden. In ihrem Magen und in einem Schwimmbecken finden sich deren Spermaspuren. Dass vor dem Mord alles gezeigt bzw. angedeutet wurde oder zur Sprache kam, was zu „Hardcore“ gehört, versteht sich von selbst: von „Bukkake“ (Männer ejakulieren auf eine Frau) bis „Creampie“ (Spermas rinnt ihr aus der Vagina). Alles vom „Feinsten“.

Und das von 20.15 bis 21.45 Uhr. Obwohl der Rundfunkstaatsvertrag vorschreibt, dass alle TV-Sendungen, die ab 20 Uhr laufen, für Kinder „ab 12 Jahren“ freigegeben sein müssen. Immerhin erst ab 12 😉 Aber die Jugendschutzbeauftragten der ARD-Anstalten schienen damit kein Problem zu haben.

Die bekanntermaßen nicht gerade prüde BILD-Zeitung forderte denn auch die Tatort-Redakteurin des Bayerischen Rundfunks, Stephanie Heckner, zur Stellungnahme auf. Diese ließ sich – ganz Volkspädagogin – wie folgt vernehmen: „Wichtig war uns, dass die Kommissare Batic und Leitmayr eine Position beziehen, an der sich junge (sic!) Zuschauer orientieren können. In unserem Film erleben sie das Pornogeschäft als in jeder Hinsicht unerfreulich und nicht erstrebenswert. Gerade diese abschreckende Wirkung trägt den jugendschutzrechtlichen Kriterien Rechnung.“ Und ebenfalls zu BILD: „Wir wollten das Thema gerade nicht voyeuristisch angehen und haben sehr genau darauf geachtet, was wir szenisch und visuell ins Bild setzen.“ Als BILD dann noch die Mitwirkenden zur Stellungnahme bat, setzte das große Schweigen ein: Helen Barke (das Mordopfer) und Luise Heyer (Porno-Kollegin) reagierten nicht auf Anrufe und Mails an ihre PR-Agentur. Statt einer Antwort folgte eine Absage. Begründung: Das Thema sei zu „heikel“.

Dass das oberprogressive Feuilleton der „Qualitätspresse“ sich vorab schon darüber echauffiert, dass sich die BILD-Zeitung über die Folge „Hardcore“ echauffierte, setzt dem Ganzen die Krone auf. Denn hier werde endlich aufklärerisch und „empathisch“ Licht in das brutale Geschäft der Pornographie geworfen.

Was „lernt“ uns all das? Der Verlust der Scham ist der Beginn der Verblödung. Das hat Sigmund Freud einmal bei der Darstellung eines bestimmten klinischen Falles gesagt. Nun haben wir dasselbe im „Öffentlich-Rechtlichen“. Die echte Schweinerei freilich ist, dass dergleichen via GEZ-Abgabe zwangsfinanziert wird. Hoffentlich protestieren nicht nur wütende Eltern, sondern erzürnte Bürger zu Hunderttausenden bei der GEZ und beim BR-Intendanten Ulrich Wilhelm: am Tatort sozusagen.

https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/tatort-hardcore-porno-finanziert-mit-gez-zwangsabgaben/

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Kevin Kraus
07.10.2017 12.56
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Ex-Lehrer Michael Felten: „Nahezu alles, was die moderne Schulpädagogik für fortschrittlich hält, benachteiligt die Kinder ...

„Nahezu alles, was die moderne Schulpädagogik für fortschrittlich hält, benachteiligt die Kinder aus bildungsfernem Milieu.“

Die UNESCO ruft am 5.10.2017 zum 23. Mal zum Welttag der Lehrerinnen und Lehrer auf und erinnert an die bedeutende Rolle der Lehrerinnen und Lehrer für qualitativ hochwertige Bildung. Ziel des Welttages ist es, auf die verantwortungsvolle Aufgabe des Lehrpersonals aufmerksam zu machen und das Ansehen derer weltweit zu steigern.

Es hilft nur Ehrlichkeit

Schulen, die zu früh auf Eigenverantwortlichkeit und zu stark auf selbst gesteuertes Lernen setzen, können Kindern aus bildungsfernen Milieus schaden

Beitrag zum Welttag des Lehrers,
von Michael Felten

Es ist sicher nicht vergnügungssteuerpflichtig, Schulministerin eines Bundeslandes zu werden, das zu den Pisa-Schlusslichtern zählt. Nicht zuletzt steht ja auch das Problem der Bildungsgerechtigkeit an. Denn in Deutschland soll es besonders stark von der sozialen Herkunft abhängen, ob Kinder zum Gymnasium wechseln und ob junge Erwachsene ein Studium ergreifen können.

Zwar wird in internationalen Vergleichen gerne mit Äpfeln und Birnen hantiert: Die Bildungsgänge sind andernorts nämlich oft ganz anders strukturiert. Und unserem Mikrozensus zufolge gibt es hierzulande durchaus Bildungsmobilität – überwiegend aufwärts. Gleichwohl bleibt die Frage, ob und wie die Schule die soziale Bildungsbeteiligung noch ausweiten kann.

Nun, womöglich kann auch der gemeine Lehrer selbst schon etwas tun, bevor das Ministerium in die Gänge kommt. Zunächst einmal: Hände weg von kontraproduktiven Unterrichtsmethoden! Zu frühe Eigenverantwortlichkeit, zu viel selbstgesteuertes Lernen, zu oft unstrukturierte Gruppenarbeit – was in der Lehrerausbildung vielfach noch Trend ist, überfordert gerade die schwächeren Schüler. Der linke Erziehungswissenschaftler Hermann Giesecke nahm dazu kein Blatt vor den Mund: „Nahezu alles, was die moderne Schulpädagogik für fortschrittlich hält, benachteiligt die Kinder aus bildungsfernem Milieu.“

Während leistungsstärkere Schüler mit fast allen Lehrstilen zurechtkämen (zur Not unter elterlicher Mithilfe), bedürfe gerade das sozial benachteiligte Kind eines direkt anleitenden, ermutigenden Unterrichts. Wer also die Parole „Kein Kind zurücklassen!“ ernst meint, dessen Unterricht wird bisweilen zwar altmodisch wirken, aber hoch effektiv sein – spätestens die Hattie-Studie lieferte dafür den empirischen Beleg.


Sodann: Schluss mit unehrlichen Beurteilungen!
Ob aus Angst vor Schülern oder vor dem Direktor: Wo Lehrer altersgemäße Ansprüche absenken, wo mangelhafte Leistungen mit „3“ oder „4“ beurteilt werden, da entsteht nicht mehr Gerechtigkeit, sondern gerade das Gegenteil. Nicht nur, dass Zeugnisse so an Wert verlieren. Geringere Anforderungen führen auch dazu, dass Schüler sich weniger anstrengen – dabei wäre Fleiß das einzige Gegenmittel gegen milieubedingte Rückstände. Leistungsstarke oder bessergestellte Kinder hingegen werden immer einen Weg finden, um ihre Lernlöcher bei Bedarf zu stopfen.

Schließlich: Hören wir auf, Kinder in unpassende Bildungsgänge hinein zu zwingen, gleich ob aus Unprofessionalität oder aus Mitleid! Wen das Gymnasium dauerhaft überfordert, wer über Jahre erlebt, das letzte Rad am Wagen zu sein, für den werden die hochsensiblen Entwicklungsjahre zur Qual. Lernen soll aber nicht weh tun, hat der Kinderarzt Remo Largo gesagt. Das ist nicht nur eine Warnung an Grundschullehrer, den liebgewordenen Kleinen oder den ehrgeizigen Eltern zuliebe geschönte Eignungsgutachten zu schreiben. Angesprochen fühlen sollten sich auch Schulleiter, die offensichtlich ungeeignete Fünftklässler ins Gymnasium aufnehmen, anstatt Eltern zumindest informell klarzumachen, was sie ihrem Kind womöglich damit antun.

Aber ganz ohne die Schulministerin geht es natürlich doch nicht. Sie muss den Zugang zum Gymnasium grundsätzlich neu regeln. Die Schweiz etwa kommt bestens damit zurecht, dass nur jedes fünfte Kind die Höhere Schule besucht; deshalb hat das Land auch keinen Facharbeitermangel, eine berufliche Ausbildung stellt dort eben keinen Makel dar.

Natürlich spielen der Schulwunsch des Kindes und seiner Eltern eine wichtige Rolle – aber er darf nicht das einzige Kriterium sein. Sinnvoll wäre ein Kriterien-Mix, etwa im Sinne der Maxime „2 aus 3“: Wer das Gymnasium besuchen möchte, sollte außerdem noch eine andere Bedingung erfüllen: entweder ein positives verbindliches Grundschulgutachten oder Erfolg beim gymnasialen Probeunterricht, andernfalls standardisierte Tests oder Aufnahmeprüfung – zur Stressminderung gerne an der vertrauten Grundschule.

Und nicht nur für den gymnasialen Bildungsgang muss wieder die Parole gelten: Ohne Fleiß kein Preis. Die Ministerin muss umgehend den unsäglichen Hausaufgabenerlass ihrer Vorgängerin von 2015 kassieren. Demnach durften etwa Ganztagsgymnasien gar keine Hausaufgaben mehr aufgeben – auch nicht an Kurztagen, wenn der Unterricht schon mittags endet! Auch dieser rot-grüne Clou war in höchstem Maße sozial ungerecht: Er schadete den leistungsstarken Schülern weniger als den Schwachen – sie brauchten das Üben gar nicht oder erledigten es ohnehin freiwillig.

zum Artikel: Kölner Stadt-Anzeiger, 5.10.2017, Gastbeitrag von Michael Felten, Es hilft nur Ehrlichkeit

Der Autor hat 35 Jahre an einem Gymnasium in Köln unterrichtet. Er ist als freier Schulentwicklungsberater und Buchautor tätig.

http://schulforum-berlin.de/nahezu-alles-was-die-moderne-schulpaedagogik-fuer-fortschrittlich-haelt-benachteiligt-die-kinder-aus-bildungsfernem-milieu/

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Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
03.10.2017 05.57
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Einmal Lehrer in Nordschleswig sein
Tim Wegner
21. September 2017 Apenrade/Aabenraa

Er wollte einmal etwas Neues kennenlernen. Fernab seiner Heimat darf der angehende Lehrer Steffen Schaal nun zum ersten Mal selber im DGN einen Unterricht gestalten.

Fokussiert schaut er durch das Klassenzimmer des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig. Steffen Schaal, 27, angehender Lehrer aus Tübingen in Baden-Württemberg, unterrichtet heute Naturgeographie für die Abiturienten. Schon seit drei Wochen ist er in Apenrade, um als Praktikant einen Einblick in die “dänische Art“ des Unterrichtens zu bekommen.

Aller Anfang ist schwer

Der zukünftige Geographie- und Biologielehrer empfand das Schulklima am DGN am Anfang ein wenig ungewohnt. „Besonders das Duzen, hat mich am Anfang echt aus dem Konzept gebracht.“ Doch er freundete sich schnell damit an. „Es bestärke die Bindung zwischen den Schülern und den Lehrkräften“, so Schaal. Etwas, das ihm an den Schulen in Deutschland oft während seiner Hospitationen fehlte.

Erfahrungsaustausch

Denn ganz unerfahren ist er, obwohl er noch nicht sein zweites Staatsexamen hat, nicht. Deutschland, speziell Baden-Württemberg, plagt seit bereits längerer Zeit ein großer Lehrermangel in einigen Schulformen. Für Schaal war dies ein Vorteil. Er unterrichtete ein Jahr lang an einer Schule für Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten und zum Teil auffälligem Sozialverhalten. Dagegen, so sagt er, seien die Bedingungen am Deutschen Gymnasium ein wahrer Traum. Kleine Klassen und gut ausgestattete Fachräume, erleichtern dem Junglehrer den Arbeitsalltag jeden regelmäßig.

Dass jeder Lehrer seinen eigenen Arbeitsplatz hat, gefalle ihm auch sehr gut. Auf die Frage, was ihm in Deutschland am meisten fehlen werde, sagt Schaal nur zwei Wörter: „Die Digitalisierung.“ Dies war am Anfang für ihn ein wenig befremdlich. Die Schüler saßen während des Unterrichts an ihren Laptops und an ihren Handys. „Das wäre in Deutschland fast eine Infragestellung der Autorität der Lehrkräfte.“ Doch Schaal merkte schnell, wie man die technischen Geräte geschickt in die Unterrichtseinheiten integrieren kann. Wenn er einmal die volle Aufmerksamkeit brauche, dann verlange er von den Schülern, die Geräte auszuschalten. Das, so versichert er, funktioniere auch.

Die Kunst des Unterrichtens

Man merkt ihm bei seiner Unterrichtsstunde auch an, dass er den Schülern etwas vermitteln kann. Heute geht es um den Wasserkreislauf. Ein Thema, welches man in Deutschland schon früher in der Schule behandelt. Dafür aber, so Schaal, nicht in dieser Intensität. Generell findet der Tübinger die Art der Aufgabenstellung und die alternativen Formen der Leistungsbeurteilungen in Dänemark wesentlich sinnvoller.

„Anfangs habe ich mich schon gewundert, weshalb die Schüler ihre Aufzeichnungen in den Klausuren benutzen dürfen“, berichtet der Baden-Württemberger. Dann merkte er den Vorteil dieser Aufgaben: „Das erlernte Wissen erhält dadurch eine stärkere anwendungsbezogene Komponente. Und die Gefahr des sturen Auswendiglernens wird verringert.“ Auf die Frage, ob Schaal selber nach der Beendigung seines Referendariat sich vorstellen könne am DGN zu unterrichten, schmunzelt der Schwabe: „Tendenziell schon. Nur die schwäbische Heimat würde mir hier doch ein wenig fehlen.“

Nichtsdestotrotz, einiges von dem hier für ihn Neuen möchte der Skandinavienliebhaber versuchen in Deutschland in seinen Unterricht zu integrieren. Doch ob deutsche Gymnasien bereit sind für die dänische „Duzkultur“ kommentiert Schaal mit einem Lächeln nicht.

https://www.nordschleswiger.dk/de/nordschleswig/einmal-lehrer-nordschleswig-sein

Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
25.09.2017 10.26
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] ISLAMISIERUNG der Schulen: Dschihad statt Darwin – Die türkische Regierung streicht die Evolutionstheorie ...

LN 21.9.17

Türkei – Dschihad statt Darwin

Die türkische Regierung streicht die Evolutionstheorie aus dem Stundenplan – stattdessen sollen die Schüler mehr über den Dschihad lernen. Mit dem heiligen Krieg habe das nichts zu tun, versichert die Regierung. Ziel ist es, eine gläubige Jugend heranzuziehen.

Will eine „gläubige Jugend“ heranziehen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Ankara. Er wolle eine „gläubige Jugend“ heranziehen, versprach Recep Tayyip Erdogan schon 2012. Auf diesem Weg macht die türkische Regierung jetzt einen großen Schritt nach vorn – oder zurück, je nach Perspektive. Die Evolutionstheorie des britischen Theologen und Naturforschers Charles Darwin (1809-1882) wird im kommenden Jahr aus dem Biologieunterricht der türkischen Schulen gestrichen. Stattdessen kommt bereits in diesem Schuljahr der „Dschihad“ auf den Stundenplan.

Im Erziehungsministerium in Ankara beeilt man sich zu unterstreichen, damit sei natürlich nicht der „Heilige Krieg“ gemeint, wie ihn etwa die IS-Terrormiliz auf ihre Fahnen geschrieben hat. Regierungsnahe Theologen kritisieren, das Wort Dschihad werde von Extremisten missbraucht und im Westen einseitig als gewaltsamer Kampf zur Verbreitung des Islam missverstanden. Der Koran verstehe darunter aber den „inneren Kampf“ um den rechten Glauben, das persönliche Bemühen eines Muslim, die Werte des Islam zu leben.

Erst glauben, dann rechnen lernen

„Wir wollen, dass der Dschihad in seiner korrekten Bedeutung gelehrt wird“, erklärt Erziehungsminister Ismet Yilmaz. Ahmet Hamdi Camli, Abgeordneter der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP und Mitglied des parlamentarischen Ausschusses für Erziehung, geht noch weiter: „Es hat keinen Sinn, einem Kind Rechnen beibringen zu wollen, das den Dschihad nicht versteht.“ Nicht nur der Dschihad kommt auf den Stundenplan, die Schulen werden auch verpflichtet, Gebetsräume einzurichten.

Das bisherige Kapitel „Der Beginn des Lebens und die Evolution“ wird in den Schulbüchern durch den Abschnitt „Lebewesen und Umwelt“ ersetzt.
Viele säkular eingestellte Türken sehen darin weitere Schritte Erdogans, das gesellschaftliche und politische Leben in der Türkei nach seinen eigenen, religiös-konservativ geprägten Wertvorstellungen zu prägen. Erdogans Regierung führt seit langem einen Feldzug gegen die Evolutionstheorie, die von vielen strenggläubigen Muslimen – wie auch von christlichen Fundamentalisten – als gottlose Irrlehre bekämpft wird. 2009 untersagte der staatliche Wissenschaftsrat die Veröffentlichung eines Artikels über Darwin in einer Fachzeitschrift, die Herausgeberin wurde entlassen.
Lehrergewerkschaft zieht vor Gericht

Kritiker fragen, wie man ohne die Evolutionstheorie qualifizierte Biologen, Pharmakologen und Ärzte ausbilden könne. Die regierungskritische Lehrergewerkschaft Egitim-Is will gegen die Streichung vor Gericht ziehen. „Während der Biologieunterricht von drei auf zwei Wochenstunden reduziert wird, gibt es künftig drei statt zwei Stunden Religionsunterricht“, kritisiert Gewerkschaftschef Mehmet Balik.

Erziehungsminister Yilmaz will nicht nur der Religion breiteren Raum geben. Auch die Niederschlagung des Putschversuchs im Juli 2016 wird im neuen Lehrplan als „legendäres und heroisches historisches Ereignis“ ausführlich behandelt. Im Rahmen der „Säuberungen“ nach dem gescheiterten Umsturz hatte Erdogan per Dekret mehr als 44 000 Lehrer sowie fast 8700 Hochschullehrer und Wissenschaftler entlassen. Fast 900 Privatschulen wurden geschlossen.

„Kinder sollen keine Fragen stellen“

Kritiker sehen darin den Versuch der Regierung, das Erziehungswesen gleichzuschalten. Der sozialdemokratische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu wirft der Regierung vor, sie wolle „Kinder daran hindern, Fragen zu stellen“ und die Türkei „in ein mittelalterliches Land verwandeln“.

Das Weltbild der türkischen Schüler könnte sich noch viel grundlegender wandeln, wenn sich Leute wie Tolgay Demir durchsetzen. Demir ist stellvertretender Vorsitzender der Jugendorganisation der Erdogan-Partei AKP in Istanbul. In einem vielbeachteten Internet-Beitrag erklärte Demir seinen Lesern, genauso falsch wie die Evolutionstheorie sei die Ansicht, dass es sich bei der Erde um eine Sphäre handele. In Wirklichkeit, so schrieb Demir, sei die Erde eine Scheibe.

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Politik/Politik-im-Rest-der-Welt/Dschihad-statt-Darwin

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Kevin Kraus
16.09.2017 13.47
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Veröffentlicht am 15.09.17

Das Mathematik-Desaster. Hamburger Bildungsrückstände endlich bekämpfen!

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Hamburger Schüler können in Mathematik immer weniger. Dies macht sich nicht nur an den Schulen, sondern auch in der Ausbildung, dem Studium und im Beruf bemerkbar. Im März dieses Jahres haben bereits 130 Professoren und Mathematiklehrer in einem Brandbrief massiv die Qualität des Mathematikunterrichts kritisiert.

Im Dezember 2016 erreichten die Hamburger Zwölftklässler bei der Probeklausur fürs Abitur lediglich einen Notendurchschnitt von 4,1. Daraufhin ordnete Hamburgs Schulsenator kurzerhand an, dass die Zensuren um eine ganze Note angehoben werden. Das verbessert den Zensurenspiegel — nicht aber das Wissen der Schüler.

Um das Mathematik-Desaster zu beenden, muss sich dringend etwas ändern. Mathematikunterricht muss wieder Mathematikunterricht werden — die inhaltlich-fachliche Ausrichtung im Vordergrund stehen. Schüler müssen beispielsweise Bruchrechnungen auch ohne Taschenrechner können.

Gemeinsam mit Ihnen und unseren Experten wollen wir darüber reden, wie das Niveau wieder angehoben werden kann.

Hierzu laden wir Sie am 5. Oktober um 18.30 Uhr herzlich ein in den Kaisersaal des Hamburger Rathauses.

Begrüssung:

André Trepoll Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion

Impuls:

„Entfachlichung des Unterrichts durch Kompetenzorientierung“ Prof. Dr. Hans-Jürgen Bandelt Mathematikprofessor der Uni Hamburg im Ruhestand

Podium:

Birgit Stöver Schulpolitische Sprecherin und stellv. Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion

Prof. Dr. Hans-Jürgen Bandelt Antje Müller Stellv. Vorsitzende der Elternkammer Hamburg

Helge Pepperling 1. Vorsitzender der Lehrergewerkschaften Hamburg dlh

Liam Zergdjenah Landesvorsitzender SchülerInnenkammer Hamburg

Siehe Flyer der Veranstaltung:

Einladung Mathematik_Desaster 5.10.17

https://bildung-wissen.eu/veranstaltungen-1/veranstaltungen-fortbildungen-u-a/das-mathematik-desaster-hamburger-bildungsrueckstaende-endlich-bekaempfen.html

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Kevin Kraus
04.09.2017 12.30
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27.08.2017
Wirtschafts
Woche


Knauß kontert – Die Muslimen-Studie von Bertelsmann ist haltlos
Kolumne von Ferdinand Knauß

Laut Bertelsmann-Stiftung sind Muslime integriert, kaum arbeitslos und Deutschland „verbunden“. Problematisch sei allein die fehlende Akzeptanz in der Aufnahmegesellschaft. Warum das Unsinn ist.

Muslimische Taxifahrer beim Gebet

Kompliment nach Gütersloh. Wie man mit Studien in die Medien kommt, wissen die Damen und Herren von der Bertelsmann-Stiftung. Die meisten größeren Nachrichtenportale haben die Pressemitteilung zur jüngsten Studie „Muslime in Europa – integriert aber nicht akzeptiert?“ mehr oder weniger unverändert samt Überschrift übernommen. Die zeugt von hoher PR-Professionalität: Sie vermittelt eine klare Botschaft, indem sie das zentrale Ergebnis schon mit einer impliziten Forderung verbindet. Da kommt kaum ein Journalist in Versuchung, sich die Studie genauer anzusehen und der Sache einen eigenen „Dreh“ zu verleihen. Entsprechend durchschlagend der Erfolg.

So professionell die Darbietung, so wacklig ist allerdings die Grundlage. Nur acht Fragen zum religiösen Glauben – allerdings nicht zu politischen Aspekten der Religion – und sieben zu anderen Themen wurden vor 2010 zugewanderten muslimischen Probanden in fünf europäischen Ländern gestellt. Die Studienergebnisse beziehen sich also fast ausschließlich auf Selbstzeugnisse. Und gerade die Fragen, auf denen das Fazit: „integriert“ vor allem beruht, sind so gestellt, dass von vornherein kaum ein anderes Ergebnis denkbar wäre. Wer wird schon dem Interviewer auf die Frage „Wie verbunden fühlen Sie sich mit Deutschland?“ offen ins Gesicht sagen: „Eher nicht!“ Kein Wunder, dass das nur vier Prozent der Muslime in Deutschland tun.

Für die Autoren Dirk Halm und Martina Sauer sind diese Antworten, die in allen fünf Ländern erwartungsgemäß ähnlich ausfallen, Grund genug zu folgern: „Die Identifikation mit dem Aufnahmeland ist unter den Muslimen stark ausgeprägt.“ Um das glaubhaft zu verifizieren hätte man aber noch die entscheidende Frage stellen müssen: „Fühlen Sie sich als Deutscher/Brite/Franzose/Schweizer/Österreicher?“ Das Ergebnis aber hätte vielleicht die schöne These zerstört.

Auch die für das Fazit der Autoren zentrale Behauptung, dass sich die Erwerbsbeteiligung von Muslimen dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung annähere, beruht vor allem auf der Selbstauskunft der Studienteilnehmer. Demnach gaben nur fünf Prozent der in Deutschland befragten Muslime an, arbeitslos zu sein. Unter den befragten Nichtmuslimen waren es sieben Prozent. Nun muss man nicht einmal unbedingt mit den im Vergleich zu Bertelsmann-Studien sehr viel gründlicheren Untersuchungen des Berliner Migrationsforscher Ruud Koopmans vertraut sein, um zu merken, dass da ganz offensichtlich etwas nicht stimmt. Jeder, der einmal eine Vertretung der Arbeitsagentur von Innen gesehen hat, weiß um den leider besonders hohen Migranten- und Muslimenanteil unter Arbeitslosen. Im Westen der Republik hat laut statistischem Bundesamt jeder zweite Arbeitslose ausländische Wurzeln. Unter diesen wiederum sind Muslime vermutlich überproportional vertreten.

Asylanträge nach Bundesländern 2017
[...]

Die Bertelsmann-Autoren erklären in einer Fußnote den in ihrer Studie „sehr günstigen Arbeitslosenanteil der Muslime gegenüber den Nichtmuslimen“ mit dem „Konfidenzintervall der Stichprobe“, also: Zufall. Möglicherweise haben da einige Arbeitslose schlicht und einfach aus Scham oder welchem Grund auch immer nicht wahrheitsgemäß geantwortet.

Im Grunde wird spätestens hier offenkundig, wie dünn das Süppchen ist, das man da in Gütersloh gekocht hat: Die Studie ist letztlich im Wesentlichen ein Zeugnis, dass sie die zu Benotenden sich selbst ausstellen. Und die Fragen, die ihnen gestellt werden, sind im Grunde nur Variationen der Frage: „Wie gut bist Du integriert?“ Die Antworten auf solche Fragen sind wohl kaum „nachprüfbare Fakten“, wie es die Autoren behaupten.

Der ausgelutschte Begriff der Integration

Diskursbeiträge wie diese Bertelsmann-Studie tragen dazu bei, dass „Integration“ immer mehr zu einem Wieselwort verkommt, einem Begriff, dem die Bedeutung ausgesaugt wird.
Noch vor einigen Jahren verstand man unter Integration einen Prozess der kulturellen Angleichung von Einwanderern in der Aufnahmegesellschaft. Heute genügt es offenbar, einen Job und „Freizeitkontakte“ mit Menschen anderer Religion zu haben, um als integriert zu gelten. Unter Einwanderern selbst ist „integriert“ einfach ein Synonym dafür geworden, kein Versager, kein Loser zu sein. Vermutlich würde selbst eine in Duisburg-Marxloh durchgeführte Umfrage nur wenige eingewanderte Probanden finden, die sich als „nicht integriert“ offenbaren.

Nach den bescheidenen Ansprüchen von Bertelsmann waren demnach wohl auch die Attentäter von Barcelona integriert. Schließlich, so berichtet eine Spanien-Korrespondentin unter der Überschrift „integriert und radikalisiert“: „Sie haben Fußball gespielt und Hausaufgaben gemacht, sie hatten Freunde und lebten im Schoß ihrer Familien. Sie beherrschten die Landessprache, kannten die Sitten, wie so viele junge Leute in Spanien hatten sie manchmal einen Job und manchmal nicht. Und vermutlich hätte niemand etwas dagegen gehabt, wenn sie irgendwann einen einträglichen Beruf und einen gewissen sozialen Aufstieg errungen hätten.“

Wie das BAMF die Identität von Flüchtlingen klärt [...]

Einer von ihnen besuchte auch regelmäßig die vom Sozialamt seiner spanischen Heimatstadt organisierte unentgeltliche Hausaufgabenbetreuung. Die beiden Attentäter-Brüder Mohamed und Omar Hychami hat ein Lehrer als fleißige Schüler in Erinnerung. Mohamed hatte später einen Job in einer Metallverarbeitung. Die Zeitung „El País“ berichtet, dass sein Chef ihn für so unabkömmlich hielt, ihn bat, seinen Urlaub zu verschieben, um einen Auftrag zu erledigen.

So entschieden wie die Bertelsmann-Autoren den muslimischen Migranten das Urteil über ihre Integration überlassen, so eindeutig weisen sie die Aufgaben für eine noch besser gelingende Integration der Aufnahmegesellschaft, beziehungsweise dem Staat zu. Es seien drei „Hebel“ wichtig: „Teilhabegerechtigkeit auf allen Ebenen ausbauen“, „kulturelle und religiöse Vielfalt anerkennen“, „das interreligiöse und interkulturelle Zusammenleben gestalten“. Konkret wünscht sich die verantwortliche Projektleiterin Yasemin El-Menouar zum Beispiel: „Pflichtgebete und Moscheegänge sollten auch mit Vollzeitjobs vereinbar sein“.

An die zu integrierenden Muslime selbst stellt die Bertelsmann-Stiftung übrigens überhaupt keine Forderungen. Nicht einmal die Treue zum Grundgesetz wird eingefordert, geschweige denn die Anpassung an eine Leitkultur, deren Existenz die Autoren rundweg in Frage stellen. Fazit: Diese Studie kann und sollte man getrost vergessen. Zur Erhellung der Einwanderungswirklichkeit und Lösung von Integrationsproblemen trägt sie wenig bei.


http://www.wiwo.de/politik/deutschland/knauss-kontert-die-muslimen-studie-von-bertelsmann-ist-haltlos/v_detail_tab_print/20240504.html

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Kevin Kraus
03.09.2017 09.09
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Der SHEV steht seit einigen Jahren in Verbindung mit der u.g. Bundesinitiative – der rund 40 Einrichtungen und Interessenverbände aus dem Bildungsbereich angehören.
ASE
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-------- Weitergeleitete Nachricht --------
Betreff: Vorsicht vor der Nationalen Wahlkampf-Bildungsallianz
Datum: Wed, 30 Aug 2017 09:16:37 +0200
Von: Ingrid Ritt
An: 'Astrid Schulz'

Vorsicht vor der Nationalen Wahlkampf-Bildungsallianz der SPD! Die SPD hatte in der Vergangenheit in den Ländern nahezu alle Bildungs-/Schulministerien inne. Die Verantwortlichen hätten genügend Zeit gehabt, so genannte Bildungsgerechtigkeit zu schaffen. Doch leider lässt der Bildungserfolg unter roter bzw. rot-grüner Regierung sehr zu wünschen übrig. Nun im Bundestagswahlkampf ständig die Chancengleichheit und die Vergleichbarkeit im Schulwesen unter dem Deckmantel der eigentlich gewollten Gleichmacherei mit einem Einheitsschulwesen zu fordern, ist unanständig. Die SPD schreibt zwar, dass das Schulwesen im Zentrum steht, sagt aber nicht mehr dazu. Geht es um ein Einheitsschulwesen oder ein differenziertes Schulwesen? Das Schulwesen ist elementar für den Bildungserfolg der jungen Menschen und für den Wohlstand der Bevölkerung eines Landes. Wir alle wissen, dass individuelle und qualitätsvolle Bildung in einem #differenzierten Schulwesen (beginnend mit äußerer Differenzierung) besser zu erreichen ist, als in gleichmachenden Gemeinschafts-Systemen, in denen mangels individueller Förderung schwächere wie stärkere Schüler gleichermaßen verlieren. Die Entscheidung über das Schulwesen muss bei den Ländern bleiben! Andere Formen der Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen sind ohnehin schon längst möglich. Sie wurde aber bisher meist bewusst blockiert, weil man für Deutschland ein Einheitsschulwesen anstrebt. Dafür müsste das Kooperationsverbot fallen. Wir lehnen das strikt ab!

Ingrid Ritt
#3xMEHR Vielfalt, Bildung, Chancen
#differenziertes Schulwesen.de

Ingrid Ritt
Vorsitzende Bundesinitiative Differenziertes Schulwesen
3xMEHR Vielfalt, Bildung, Chancen

Sitz München VR 205613
c/o Welser Str. 29, 94315 Straubing

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Kevin Kraus
01.09.2017 12.26
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

In Leipzig – Salafisten wollen Kita eröffnen – Richter verweigern Betriebserlaubnis

Montag, 28.08.2017, 23:06

Ein im Raum Leipzig geplanter salafistischer Kindergarten bekommt keine Betriebserlaubnis. Das hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht entschieden. Das Wohl von Kindern erfordere nach den Maßstäben des Grundgesetzes und des Kinder- und Jugendhilferechts einen auf die Integration in die Gesellschaft gerichteten erzieherischen Ansatz, begründete das Gericht die Entscheidung.

Mit einem ausschließlich an Koran und den religiösen Sitten orientierten Glaubensverständnis könne dies nicht in Übereinstimmung gebracht werden, führte der 4. Senat in seinem Beschluss aus. Zudem fehle eine Erklärung dafür, wie das salafistische Glaubensverständnis des geschäftsführenden Gesellschafters mit einem integrativen Erziehungskonzept vereint werde, hieß es, einem Bericht der „Leipziger Volkszeitung“ zufolge, weiter.

Zuvor hatte bereits das Verwaltungsgericht Leipzig die Klage auf Erteilung einer Betriebserlaubnis des Kindergarten-Trägers abgewiesen. Dagegen war der Kita-Betreiber vor dem OVG in Berufung gegangen und nun gescheitert. Der Beschluss des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts ist den Angaben zufolge nicht anfechtbar.

Zur Identität des Trägers und zum geplanten Standort des Kindergartens machte das Gericht keine Angaben.

http://www.focus.de/politik/deutschland/leipzig-salafist-wollte-eine-kita-gruenden-zwei-gerichte-verbieten-es_id_7525283.html

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Kevin Kraus
29.08.2017 12.47
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus: Ausgerechnet – Mit SPD-Verliererländern möchte Schulz die Bildungsnation auf Trab bringen


Mit SPD-Verliererländern möchte Schulz die Bildungsnation auf Trab bringen

http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/mit-spd-verliererlaendern-moechte-schulz-die-bildungsnation-auf-trab-bringen/

Nun ja, leicht hat er es nicht, der Schulz Martin! An der Teflonkanzlerin gleitet alles ab. Und dort, wo Schulz sie „packen“ könnte, traut er sich nicht: bei den Themen Zuwanderer – irreführend alle Flüchtlinge genannt, Kriminalität, Islam, Griechenland“rettung“, explodierende Kosten bei der Umlage des „Erneuerbare-Energie-Gesetzes“ EEG (nach Insidermeinung allein 2018 ca. 40 Milliarden!)

Also weicht er auf ein sogenanntes Soft-Thema aus: auf die Bildungspolitik. Das bringt zwar Schlagzeile, aber sonst nichts. Denn weder eine Bundeskanzlerin Merkel noch ein Bundeskanzler Schulz haben hier etwas zu sagen. Und das ist gut so. Denn hätte der Bund 1969 mit seiner sozialliberalen Koalition in der Bildung etwas zu sagen gehabt, dann hätten wir jetzt deutschlandweit Bremer oder Berliner Schulverhältnisse. So aber haben sich doch wenigstens einige deutsche Länder (unionsregierte) nicht ganz in den Strudel einer nach unten offenen Anspruchsskala mitziehen lassen.

Gegenentwurf

Für motivierende Leistungsschulen

Gerade vor diesem Hintergrund mutet es wie ein Witz an, wenn Schulz nun zusammen mit sieben SPD-Länderchefs eine „Bildungsallianz“ für bessere Bildung ankündigt. Das muss man der Reihe nach buchstabieren: mit Michael Müller (Berlin), Dietmar Woidke (Brandenburg), Carsten Sieling (Bremen), Olaf Scholz (Hamburg), Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern), Stephan Weil (Niedersachsen), „Malu“ Dreyer (Rheinland-Pfalz). Hannelore Kraft (SPD) lassen wir mal außen vor; die hat mit der Landtagswahl vom Mai 2017 auch bildungspolitisch ihre Quittung bekommen. Außen vor lassen wir zudem Baden-Württemberg, das zwischen 2011 und 2016 mit SPD-Kultusministern dafür „sorgte“, dass das vormalige Bildungs-Musterländle binnen kürzester Zeit ins hintere Drittel der Rankingskalen abrutschte.

Schauen wir uns die innerdeutschen Leistungsvergleiche an und nehmen dafür als Maßstab die innerdeutschen Ergänzungsstudien zu den Pisa-Studien (die Pisa-E-Studien). Letztere gab es übrigens nur bis 2009. In den Pisa-Studien 2012 und 2015 verzichtete man auf diese innerdeutschen Vergleiche. Warum wohl!? Für manche Länder wäre es wieder mal peinlich geworden. Was waren die Ergebnisse? Das einzige SPD-geführte Land, das bei diesen innerdeutschen Vergleichen halbwegs mithalten konnte, war Rheinland-Pfalz bei allen innerdeutschen Vergleichen zwischen 2000 und 2009 unter den 16 deutschen Ländern mit einem durchschnittlichen Rankingwert von 5,7. Bayern erzielte einen durchschnittlichen Rangplatz von 1,2 und Sachsen von 3,5. Nun aber die anderen SPD-geführten Länder mit ihren durchschnittlichen Rangplätzen: Berlin 10,7 – Brandenburg 12,2 – Bremen 15,0 – Hamburg 12,3 – Mecklenburg-Vorpommern 10,5 – Niedersachsen 10,7. Streng statistisch mögen solche durchschnittlichen Rangplätze nicht ganz wissenschaftlich sein, aber einen deutlichen Trend geben sie doch wieder.

Mehr Wettbewerb, nicht Zentralismus

„Bildungsgouvernante Bund“ – die letzte (Platz-)Patrone des Martin Schulz?

Wenn Bildung in Deutschland an die Wand gefahren wurde, dann vor allem in den Stadtstaaten, in Brandenburg und in Nordrhein-Westfalen. Dort hat man auf Einheitsschule (beschönigend Gemeinschafts-, Sekundar- oder Stadtteilschule genannt), auf „Abitur light“ und auf höchste Abiturientenquoten gesetzt. Um das zu begradigen, bedarf es keiner Bundeskompetenz, sondern endlich einer Vorstellung von einem kompetitiven Föderalismus, bei dem das Prinzip Wettbewerb dafür sorgt, dass sich die Schwachen an den Starken orientieren. Aber nicht – wie leider aus populistischen Gründen oft genug praktiziert – umgekehrt: die Starken an den Schwachen. Frei nach dem Motto: Warum sollen es meine bayerischen Landeskinder schwerer haben, zum Abitur zu kommen als die Altersgenossen in Berlin.

All das heißt nicht, dass die Partei Merkels bildungspolitisch viel besser aufgestellt ist. Mit Bildungspolitik hatte man in dieser Partei nämlich fast ein Jahrzehnt gar nichts mehr am Hut. Mehrere CDU-Ministerpräsidenten gaben ihr Schulministerium an die Grünen, an die SPD oder an die FDP. Ansonsten machte man in der Kultusministerkonferenz (KMK) alles mit, was die langsameren Länder vorgaben. Und auch auf Bundesebene fabrizierte die Partei der Kanzlerin Ankündigungs- und Schaufensterpolitik. Die Bildungsnation Deutschland wurde 2008 von der Kanzlerin kurzerhand zur Bildungsrepublik verkleinert; herausgekommen ist nichts. Und die CDU-Bundesbildungsministerin Wanka kündigt zwar so manches – zum Beispiel fünf Milliarden zur Förderung der Digitalisierung der Schulen – an. Aber selbst zehn Monate nach der Ankündigung vom Oktober 2016 hat ihr Finanzminister Schäuble das Geld noch nicht eingeplant, geschweige denn freigegeben.

So bleibt zu hoffen, dass in Sachen Bildung endlich ein Wettbewerbsföderalismus neu ausbricht und dass kein Kanzler in Bundestag und Bundesrat eine Zweidrittelmehrheit für eine Grundgesetzänderung hinbekommt, mit der der Bund den 42.000 Schulen in Deutschland sagen könnte, wo es lang bzw. abwärts geht.

________________________________________

Josef Kraus war Oberstudiendirektor, Präsident des deutschen Lehrerverbands, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und als „Titan der Bildungspolitik“ bezeichnet. Er hat Bestseller zu Bildungsthemen verfasst und sein jüngstes Werk Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt erhalten Sie in unserem Shop: http://www.tichyseinblick.shop.

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/mit-spd-verliererlaendern-moechte-schulz-die-bildungsnation-auf-trab-bringen/

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Kevin Kraus
27.08.2017 06.45
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes: Qualifikation von Immigranten: Märchen und Realität ... [24.08.2017 gekürzt ]

Qualifikation von Immigranten: Märchen und Realität

http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/qualifikation-von-immigranten-maerchen-und-realitaet/

„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!“ An diesen, Konrad Adenauer zugeschriebenen Kalauer fühlt man sich erinnert, wenn man die schönen Sprüche rekapituliert, die Politiker und Wirtschaftsbosse über die „Bereicherung“ Deutschlands und des deutschen Arbeitsmarktes durch „Flüchtlinge“, Asylbewerber und Immigranten losgelassen haben.

Beispiele gefällig? Daimlerchef Dietmar Zetsche meinte im September 2015, „Flüchtlinge“ könnten ein „Wirtschaftswunder“ bringen. Wörtlich: „Die meisten Flüchtlinge sind jung, gut ausgebildet und hoch motiviert. Genau solche Leute suchen wir doch.“ Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZdH), meinte im November 2016: Er verstehe, wenn Menschen angesichts der hohen Zahl an „Flüchtlingen“ Angst um ihren Arbeitsplatz hätten. Aber diese Angst sei unbegründet. Denn: „Wir brauchen wirklich alle.“ Martin Schulz (SPD), damals noch Präsident des EU-Parlaments, sagte bei seiner Heidelberger Hochschulrede im Juni 2016: „Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold.“ Und die Fraktionsvorsitzende der „Grünen“ im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, jubelte bei einer Synode der EKD im November 2015: „Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt.“ Und sie fügte hinzu: „Flüchtlinge machen Deutschland religiöser, vielfältiger und jünger.“

Gastbeitrag von Thorsten Meyer

Die Mär der Bosse vom Wirtschaftswunder durch Asylbewerber

Märchen, Legenden, Utopien! Schauen wir uns die jungen Immigranten an, von denen der deutsche Arbeitsmarkt langfristig noch am ehesten etwas haben könnte! Hier gilt: Zumal unbegleitete minderjährige „Flüchtlinge“ („umF“) sind in Sachen Bildung Risikogruppen. Pisa gibt dazu schon 2003 Auskunft. Im getesteten Bereich Mathematik erreichte Deutschland mit 503 Punkten einen international mittleren Wert. Deutsche Schüler ohne Migrationshintergrund erzielten hier 527 Punkte, deutsche Schüler mit nur einem im Ausland geborenen Elternteil 508, Kinder zugewanderter Familien 454 und Kinder der ersten Migrantengeneration 432. Das bedeutet: Zwischen diesen vier Gruppen liegt eine Lern- und Leistungsdifferenz von drei Schuljahren. Ansonsten erreichen Immigrantenkinder in Deutschland in etwa ein Pisa-Ergebnis, wie es eines der bislang größten Herkunftsländer deutscher Immigranten ausweist, nämlich die Türkei: Diese kamen bei Pisa 2003 in Mathematik auf 423 Pisa-Punkte. Es ist eindeutig, dass Flüchtlinge der Jahre 2015ff. en gros nicht einmal dieses Niveau erreichen.

Ein paar weitere Illusionen und deren Desillusionierung:
[...]
Und wie schaut es mit der Bereitschaft der deutschen Wirtschaft aus, junge Immigranten aufzunehmen; wie schaut es mit der Bereitschaft der jungen Immigranten aus, entsprechende Angebote anzunehmen? Es schaut nicht gut aus. Beispiele – durchaus repräsentativ:

1. Daimler: Entgegen den flotten Sprüchen Zetsches (siehe oben) hatte Daimler im Herbst 2016 noch keinen einzigen „Flüchtling“ unter Vertrag genommen. Nur ein paar Praktika gab es – sonst nichts.

2. Im September 2016, also immerhin ein ganzes Jahr nach der Zuspitzung der Immigrationsströme, hatten die DAX-Unternehmen ganze 125 „Flüchtlinge“ fest angestellt und 300 Ausbildungsplätze angeboten.

3. Erfahrungen der Handelskammern München und Oberbayern: 70 Prozent der Azubis aus Syrien, Afghanistan und dem Irak brechen eine begonnene Ausbildung ab. Wenn sie diese denn überhaupt beginnen.

4. BMW-Werk Dingolfing: Der Landrat des bayerischen Landkreises Dingolfing-Landau, Heinrich Trapp (SPD), hatte dem dortigen BMW-Werk, dem überhaupt größten BMW-Werk, im Herbst 2015 die Zusage abgerungen, 20 Stellen für Asylbewerber zu reservieren. Die enttäuschte und enttäuschende Bilanz des Landrats: „Die Bereitschaft zur Anstrengung ist nach unserer Erfahrung vor allem bei Flüchtlingen im Erwachsenenalter sehr gering. Etwa die Teilnahme an Deutschkursen ist eine frustrierende Erfahrung“, sagte Trapp im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk. Denn keines der 20 Angebote wurde angenommen.

5. Beispiel Leipzig: Dort läuft Ende 2017 ein 2,7 Millionen Euro teures Projekt mangels Engagements der Adressaten aus. Die Stadt Leipzig hatte eine „Flüchtlingsintegrationsmaßnahme“ (FIM) gestartet und 395 „Schutzsuchende“ verpflichtend dazu eingeladen [...]

So schaffen wir es nicht!

Lehrerbildung „light“ für geflüchtete Lehrer

So viel zur Mär von der Willkommenskultur und der Integrationsbereitschaft der „Zuwanderer mit Fluchterfahrung“! [...]

Um den Bedürfnissen der geflüchteten Kinder und Jugendlichen sowie deren Erwartungen an das deutsche Schul- und (Aus-)Bildungswesen gerecht zu werden, hätten Bund, Länder und Kommunen längst einen Masterplan auflegen müssen. Ein „Wir-schaffen-das“-Mantra reichte eben nicht. Die von der Kultusministerkonferenz (KMK) etwa für 2015 mit 2,3 Milliarden Euro errechneten Gesamtkosten für die Schulbildung von Immigrantenkindern sind längst Schall und Rauch. Nicht eingerechnet waren hier noch nicht einmal die Kosten für „umF“ (unbegleitete minderjährige Flüchtlinge), die pro Monat und Person im Schnitt 5.000 Euro ausmachen.

Übrigens soll Adenauer dem oben zitierten Spruch angefügt haben: „Nichts hindert mich, weiser zu werden.“ Das wäre es, meine Damen und Herren Politiker und Wirtschaftsbosse! ————– Und Journalisten … und …

Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See


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Kevin Kraus
15.08.2017 09.14
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Aus dem Saarland – Anfrage: Geplante Einführung von arabischem und türkischem Sprachunterricht


Geplante Einführung von arabischem und türkischem Sprachunterricht

An die Vorsitzende des Landesfachausschusses der CDU Saar,
Frau Abgeordnete Jutta Schmitt-Lang,
An den bildungspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion im saarländischen Landtag,
Herrn Abgeordneten Frank Wagner,

Sehr geehrte Frau Schmitt-Lang,
sehr geehrter Herr Wagner,

zu diesem Thema würde mich einmal interessieren, ob unser Bildungsminister Herr Commercon auch Deutsch als Weltsprache sieht, auch wenn Deutsch meines Wissens im Unterschied zu Arabisch nicht zu den offiziellen Sprachen der UNO zählt.

Statistiken zur arabischen Sprache (Koranarabisch, Hocharabisch und zahlreiche volkssprachliche Varianten) sind ziemlich problematisch; wenn z.B. zu lesen ist, dass 200 Millionen Arabisch und 100 Mill. Deutsch als Alltagssprache verwenden, dann entsteht ein falscher Eindruck. Wohl weniger als 90 Millionen – wie z.B. innerhalb Ägyptens – können sich wirklich mit der arabischen Volkssprache (hier die ägyptische Variante) verständigen. Nur stati[sti]sch erscheint Deutsch hier ‘unterlegen’ zu sein.

Wenn man Zahlen zwischen Arabisch und Deutsch z.B. im Hinblick auf Zahl der Bücher, Artikel auf Wikipedia, Übersetzungen in die oder aus der jeweiligen Sprache vergleichen würde, dann würde man erkennen, wie weit das Arabische hinter vielen anderen Sprachen liegt; im Hinblick auf ‘Weltsprache’ besteht auch hier eine große Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit – leider nicht untypisch für viele, in der Öffentlichkeit agierende Menschen in islamisch geprägten Ländern.

In der Hoffnung demnächst eine entsprechende Auskunft zu erhalten und die „politische Aufarbeitung“ dieses Themas pressemäßig angeregt und nachvollziehen zu können verbleibe ich

Mit den allerbesten Grüßen
Bernd Lay

Mitglied des Kreistags des Landkreises Saarlouis
-Stellvertr. Fraktionsvorsitzender-
Schulpolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion
und zugleich Mitglied im Landesfachausschuss Bildung der CDU Saar

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Kevin Kraus
07.08.2017 05.12
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus: Lehrergewerkschaft contra Rechtsstaat – Handlungsanleitung bei drohender Abschiebung eines Kindes ...

Lehrergewerkschaft contra Rechtsstaat

http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/lehrergewerkschaft-contra-rechtsstaat/

Getty Images // Text GEW-Info: Screenshot http://fluechtlingsrat-bw.de

Gemeinsam mit dem Flüchtlingsrat verbreitet die nach eigenen Angaben 50.000 Mitglieder starke Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württembergs (GEW) aktuell eine „Handlungsanleitung“ für Lehrer, wie Abschiebungen von jungen, abgelehnten Asylbewerbern, die eine Schule besuchen, verhindert werden können.
Die Anleitung ist alarmistisch überschrieben mit „Akute Abschiebung – Die Polizei steht vor der Tür!“ Die GEW macht sich hier propagandistisch mit dem höchst umstrittenen Flüchtlingsrat gemein, für den es de facto keine illegalen Migranten gibt und der – staatlich gefördert – Abschiebungen mit aller Macht hintertreibt.

Screenshot http://fluechtlingsrat-bw.de

Das mit „Handlungsanleitung“ überschriebene Pamphlet liest sich wie folgt (Auszüge): „Holen Sie die Presse.“ „Schalten Sie so früh wie möglich einen erfahrenen Anwalt ein …. Adressen von Anwälten in der Nähe finden Sie auf der Website des Landesflüchtlingsrates.“ „Sammeln Sie Geld für die rechtsanwaltliche Unterstützung.“ „Erörtern Sie, ob Kirchenasyl eine Option ist.“ „Die Schulleitung muss bei der Vorbereitung der Abschiebung nicht kooperieren.“ Unter der Zwischenüberschrift „Öffentlichkeit herstellen“ werden unter anderem folgende Maßnahmen empfohlen: „Resolution der SMW und der Schulkonferenz …. Kreative Protestaktionen (Lichterkette, Straßentheater, Fußgängerzonenaktionen, Demonstrationen vor dem Landtag usw.) …. Unterschriftenaktionen … Unterstützung von örtlichen Würdenträger/innen.“

Das Stuttgarter Innenministerium sieht darin völlig nachvollziehbar einen Aufruf zum Rechtsbruch. Die Stuttgarter Zeitung vom 4. August 2017 zitiert dazu ein Schreiben von Innen-Staatssekretär Martin Jäger (CDU). Dieser fordert die GEW und den Flüchtlingsrat eindringlich auf, die Aktion zu beenden. Wörtlich: „Mit Ihrer Handlungsanleitung zur Verhinderung von Abschiebungen stellen Sie sich nicht nur erkennbar außerhalb unserer Rechtsordnung. Sie reden auch dem Rechtsbruch das Wort.“ Völlig unverständlich sei es auch, so der Staatsekretär, dass die GEW Staatsdiener dazu auffordere, die Durchsetzung gerichtlich bestätigter Entscheidungen zu verhindern.

Was ist der Hintergrund? Es ist wohl der Fall eines 20jährigen afghanischen Flüchtlings, der eine Berufsschule in Nürnberg besuchte. Er war Ende Mai 2017 von der Polizei aus dem Unterricht geholt worden, um ihn abzuschieben. Berufsschüler und Passanten solidarisierten sich spontan und inszenierten Tumulte, bei denen neun Polizisten verletzt wurden. Nun, dieser Fall ist von den Behörden alles andere als klug eingefädelt worden. Sicher wäre es besser gewesen, den jungen Afghanen in seiner Unterkunft abzuholen. Dann wäre nicht auch die gesamte Schülerschaft aufgeschreckt worden.

Ob all der Solidaritätsbekundungen in der Öffentlichkeit fast völlig untergegangen ist die Trickserei des Afghanen, der 2012 illegal nach Deutschland einreiste und die Ausländerbehörden jahrelang in Sachen Pass hinters Licht geführt hatte. Sein Asylantrag war längst abgelehnt worden und er war achtmal aufgefordert worden, sich für die Rückführung einen afghanischen Pass zu beschaffen. Das hat er abgelehnt, ehe er dann urplötzlich einen bereits 2007 ausgestellten afghanischen Pass vorgelegte. Eindeutig eine Straftat, die noch getoppt wurde durch seine Drohung: „Ich bin in einem Monat wieder da. Und dann bringe ich Deutsche um.“

Gleichwohl meinte auch die bayerische GEW einen Leitfaden für Lehrer zur Verhinderung von Abschiebungen auflegen zu müssen
. Er kommt kaum weniger aktionistisch daher als derjenige der GEW-Genossen aus dem Ländle. Siehe hier.

Die GEW aber sollte sich jedenfalls mal Gedanken darüber machen, was Rechtsstaat und Gewaltmonopol sind. Sie sollte auch selbstkritisch darüber nachdenken, welch miserables Vorbild an mangelndem Rechts- und Unrechtsbewusstsein sie als sogenannte Bildungsgewerkschaft für junge Menschen abgibt. Dass sie mit ihren Aufrufen zudem so manchen Lehrer in eine disziplinarrechtliche Würdigung stolpern lässt, steht auf einem anderen Blatt. Das geschieht den Betreffenden dann zu Recht. Sie können sich am Ende ja aus der GEW-„Kriegskasse“ einen Anwalt finanzieren lassen.

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
29.07.2017 06.47
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus über die Finanzierung von Ideologien im Bildungswesen / BERTELSMANN

Fr. 28 Jul 2017

„Unsere tägliche Gehirnwäsche gebt uns heute“

http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/unsere-taegliche-gehirnwaesche-gebt-uns-heute/

Ob der steuerzahlende und gebührenpflichtige deutsche Michel weiß, was er für seine tägliche Gehirnwäsche eigentlich zahlt? Nun, wenn er die taz oder den Freitag oder das Neue Deutschland oder das Sturmgeschütz der Demokratie (vulgo: SPIEGEL) kauft, dann weiß er es, denn dann bekommt er seine Abo-Kosten abgebucht oder er zahlt an der Theke des Kiosk. Dann kauft er seine Gehirnwäsche auch relativ bewusst. In den meisten Fällen weiß er aber gar nicht, was er da bezahlt.

Vier Beispiele (von ungezählten)

Erstens: Dem deutschen Normalo-Michel ist gar nicht bewusst, in welcher Größenordnung er seine mediale und alltägliche Gehirnwäsche zwangsfinanziert. Er zahlt nämlich Rundfunkbeiträge, die im Volksmund Rundfunkgebühren oder GEZ-Gebühren heißen. Jährlich kommen auf diese Weise rund 8 Milliarden Euro zusammen. 2014 waren es 8,32 Milliarden, 2016 – was Wunder – waren es etwas weniger, nämlich „nur“ 7,98 Milliarden. Damit werden 22 Fernseh-, 67 Radiosender und eine Menge an Online-Plattformen mit insgesamt mehr als 25.000 festen Mitarbeitern finanziert. Dafür bekommt der Michel dann tagtäglich Nachrichten und Bilder, die oft so schön sind, als stammten sie aus der Presseabteilung des Kanzleramtes. Zum Beispiel Bilder von flüchtenden Frauen und Kindern, weitaus weniger von der Tatsache, dass diese Menschen nur zehn Prozent der Flüchtlinge ausmachen. [...]

Zweitens: Der deutsche Michel finanziert mit seinen Steuern das Bildungswesen. Das ist grundsätzlich gut so, denn solange Bildung außer dem Preis der eigenen Anstrengung nichts kostet, ist Bildung für alle zugänglich. Was der deutsche Michel aber in der Regel nicht weiß, das sind die „Ideologien“, die er finanziert. Zum Beispiel gibt es in Deutschland 212 Professuren für Genderforschung. Das sind in etwa so viele Professuren, wie es in Deutschland Pharmazieprofessuren (191) gibt. Dabei kommen dann so gigantische Forschungsergebnisse zustande wie die folgende: Die AG „Feministisch Sprachhandeln“ an der Humboldt-Universität zu Berlin hat einen Leitfaden für gendergerechte Sprache herausgegeben. Wer schon immer über „LehrerInnen“, „Lehrer(innen)“, „Lehrer*innen“ oder „Lehrer_innen“ gestolpert ist, soll nun geschlechtsneutral zu „Lehra“ oder „Professix“ oder „Doktox“ greifen dürfen.


Drittens: Wenn es um politisch korrekte Belehrung geht, darf die Bertelsmann Stiftung nicht fehlen. Sie ist mit ihren „Studien“ ja längst in allen Politikbereichen Deutschlands oberste Statistikgouvernante. „Stiftung“, das klingt nach privat. Ist es offiziell auch – freilich auf Kosten der Steuerzahler. Warum? Die 1977 gegründete Bertelsmann Stiftung hält seit 1993 rund 77 Prozent der Aktien der Bertelsmann SE & Co. KGa. Das erlaubt ihr nicht nur die Beschäftigung von Hunderten Mitarbeitern, sondern größte mediale Verbreitung über die in der Hand der Mohn-Familie befindlichen Sender und Printmedien. Mit der Übertragung von mehr als Dreivierteln der Konzernaktien sparte man obendrein vermutlich gut zwei Milliarden Erbschafts- und Schenkungssteuer. Die Bertelsmann Stiftung mit ihrem Jahresetat von rund – so die Jahre 2015 und 2016 – 70 Millionen Euro und mit einem Gesamtvolumen aller ihrer Projekte von 1977 bis 2015 in der Höhe von 1,27 Mrd. Euro arbeitet also de facto mit öffentlichem Geld.


So gesehen, steht diese Stiftung in der Schuld der Allgemeinheit. Anders ausgedrückt: Verlöre die Stiftung die Gemeinnützigkeit, könnte die öffentliche Hand mit den Steuermehreinnahmen die vermeintlichen Wohltaten der Stiftung selbst finanzieren. So aber schütten die Bertelsmänner den deutschen Michel wöchentlich mit „Studien“ und „Statistiken“ zu. Zum Beispiel mit der folgenden waghalsigen Berechnung: „Wäre es im Jahr 2009 gelungen, die unzureichende Bildung um 50 Prozent zu reduzieren, hätte es in Deutschland mindestens 416 Fälle von Mord und Totschlag, 13.415 Fälle von Raub und Erpressung sowie 318.307 Fälle von Diebstahl weniger gegeben.“ Oder mit einer Prognose, die einer Pythia in Delphi zur Ehre gereicht wäre: „Würde man es schaffen, alle Schüler … mindestens auf das Basiskompetenzniveau von 400 Pisa-Punkten zu bringen, könnte Deutschland zwischen 2010 und 2090 eine zusätzliche Wirtschaftsleistung von 12.000 Milliarden Dollar zu heutigen Preisen erwarten.“ [...]

Viertens: Eine von der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), in Auftrag gegebene Studie war im Mai 2017 zu dem Schluss gekommen, dass Rechtsextremismus durch Faktoren gefördert würde, „die in Ostdeutschland stärker ausgeprägt sind“. Das 236 starke, vom Göttinger Universitätsinstitut für Demokratieforschung erarbeitete Papier ging erst einmal aufsehenerregend durch die Presse und nicht wenige Gutmenschen erhoben den Zeigefinder gen Osten. Wenig später wurden die methodischen Fehler der Studie bekannt. [...]

Man kann nur hoffen, dass dergleichen Schwindeleien öfter aufgedeckt werden und die Auftraggeber sorgfältiger hinschauen, wohin sie Steuergelder lenken.

Josef Kraus
_____________________
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

[redaktionell gekürzt]

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Kevin Kraus
21.07.2017 05.55
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus: „ALLES FÜR ALLE“ – Phrase der Gleichmacherei / „Abitur für alle“

„ALLES FÜR ALLE“ – Phrase der Gleichmacherei
http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/alles-fuer-alle-phrase-der-gleichmacherei/

Wer liest und hört sie nicht tagtäglich, die Phrase mit den sieben Buchstaben „… FÜR ALLE“? Alles soll es für alle geben: „Bio für alle!“ „Golfen für alle!“ „Kunst für alle!“ „Oper für alle!“ „Grundeinkommen für alle!“ „Yoga für alle!“, „eMobilität für alle!“ „Gutes Essen für alle!“ „Gesundheit für alle!“ Werbe- und Marketing-psychologisch rechnen sich solche Sprüche, auch wenn es sich – volkswirtschaftlich betrachtet – in vielen dieser Fälle um ein knappes Gut handelt. Und eine „Ehe für alle“ inklusive „Adoptionsrecht für alle“ sowie ein „Asyl für alle“ mögen Trophäen oder zumindest Sedativa für besonders Progressive sein – für betroffene und nicht-betroffen Gutmeinende. Alles recht und schön. Alles schön und nichts recht.

Schwierig wird es, wenn „FÜR ALLE“ etwas reklamiert wird, was es nicht für alle geben kann: „Gymnasium für alle!“ „Abitur für alle!“ Denn wenn alle am Gymnasium sind, dann ist keiner mehr am Gymnasium, weil das dann keine Schule mit gymnasialem Anspruch mehr sein kann. Und wenn alle Abitur haben, dann hat keiner mehr Abitur, und dann könnte man das Abiturzeugnis zusammen mit der Geburtsurkunde ja gleich beim Standesamt mit abholen lassen. Der Staat könnte sich dann Hunderttausende an Lehrerstellen sparen; er könnte Eltern und deren womöglich weniger begabten Kindern viel Stress und viel Nachhilfekosten ersparen.

Eine angeblich international renommierte Erziehungswissenschaftlerin schlug kürzlich vor, alle Schulen in Gymnasien umzubenennen, denn dann könne jeder sagen: „Ich gehe aufs Gymnasium“. Getoppt wird das Ganze pseudo-pädagogisch und in maßloser Extrapolation mit dem Buchtitel „Jedes Kind ist hochbegabt“ eines sogenannten Hirnforschers aus Göttingen. Also auch „Hochbegabung für alle!“ und „Exzellenz für alle!“

Egalitarismus, Gleichmacherei also wohin man schaut – gefördert gerade von Geistern, die gerne „diversity“ auf den Fahnen stehen haben und die jede Ungleichheit skandalisieren: Alle Menschen, Strukturen, Werte, Inhalte, ja sogar alle Geschlechter (von denen es ja laut Genderideologie nicht nur zwei, sondern angeblich bis sechzig gibt) sollen gleich, ja gleich gültig (gleichgültig?) sein. Aber wer kennt in Zeiten der Rechtschreibreform noch den Unterschied zwischen „gleich gültig“ und „gleichgültig“? Es scheint zu gelten: Was nicht alle können, darf keiner können; was nicht alle haben, darf keiner haben; was nicht alle sind, darf keiner sein...

Weiter bei tichyseinblick.de 18.07.2017

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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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