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Sigmar Salzburg
11.09.2018 07.00
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Geist von Stalin und Palmyra

Vom Privatblättchen des Salon-Bolschewisten und Spiegel-Millionenerben Jakob Augstein, „Freitag“, ist natürlich nichts Kulturbewahrendes zu erwarten:

1998: Krieg dem Tollpatsch

Zeitgeschichte
Die Rechtschreibreform sorgt für Streit und lässt Sprachkonservative schlottern. Besonders bei der „FAZ“ fürchten und bekämpfen sie den Untergang des Abendlandes

Rudolf Walther | Ausgabe 35/2018

Schriftsteller wie Monika Maron und Reiner Kunze fühlten sich an DDR und Diktatur erinnert, Hans Magnus Enzensberger an die „Mafia“ und an „Metternich“, Matthias Politycki an „Umerziehungsmaßnahmen“. Und welcher Feind stand 1998 ante portas? Die Rechtschreibreform. Der Krieg um sie geht jetzt ins 20. Jahr, weil es echten Kriegern immer schon egal war, ob sie verloren oder gewonnen hatten. So wird uns die FAZ in zehn Jahren an den Dreißigjährigen Krieg um die Rechtschreibung erinnern ...

Um Normen für die Rechtschreibung zu gewinnen, gab es immer zwei Wege: Man ernennt eine Behörde und die verordnet, was gilt. So hielt man es in Frankreich und gründete 1635 die Académie française, die nur 58 Jahre brauchte, bis sie 1694 ihr erstes Normenkonvolut in Form des Dictionnaire de l’Académie française herausbrachte...

Die deutschen Veteraninnen und Veteranen des Feldzugs gegen die Rechtschreibreform ficht derlei nicht an, sie verbuchen flexible, dem Sprachgebrauch und sozialer Entwicklung folgende Änderungen der Schreibpraxis (der zweite und vernünftigere Weg für die Gewinnung von Rechtschreibnormen) als „Sprachmoden“, „Genderismus“ und Abweichung vom „Bewährten“. „Sprachwandel“ ist den Konservativen ein Ärgernis. 1976 war „generieren“ noch ein „bildungssprachliches“ Wort...

Heute sind von Talkshow-Gästen über Gebrauchtwagenhändler bis zu Friseurinnen alle am Generieren. Ähnlich verhält es sich mit dem Wort „fokussieren“. Das bedeutete vor 30 Jahren noch schlicht „optische Linsen ausrichten“. Heute „fokussieren“ Abiturienten, Soziologen und Fußballer, von denen sich einer unsterblich machte, als er die Niederlage seiner Mannschaft damit erklärte, dass der Gegner halt „fokussierter“ gewesen sei.
Auf derlei Bläh- und Blendwörter könnte die deutsche Sprache vorteilhaft verzichten!
Die Recken der „bewährten Schreibweise“ interessierte derlei 1998 nicht. Sie predigten lieber mit priesterlichem Eifer den Untergang des Abendlandes, falls sich die Reform der Klein- und Großschreibung durchsetze. Keine Lappalie war ihnen zu trivial und kein Schwachpunkt der Reform zu mickrig, um nicht verbale Granaten abzufeuern. Hinter den FAZ-Redakteuren Heike Schmoll und Hubert Spiegel bliesen die „Sprachkämpfer“ Theodor Ickler, Peter Eisenberg und Horst Haider Munske, unterstützt von fanatisierten Gymnasiallehrern wie Friedrich Denk und Stefan Stirnemann, zum heiligen Krieg gegen die Reformen und gegen die Ketzer, die diese nicht verdammten. ...

Dann plötzlich kam nach neun Jahren Kampf die Kapitulation, von der die Veteraninnen und Veteranen aber lieber nicht reden. Zum 1. Januar 2007 zog sich das bewährte Schlachtross FAZ aus dem (fast) ewigen Krieg (fast) zurück mit der Erklärung, die Reform größtenteils doch übernehmen zu wollen. Geschlagen aber gab und gibt sich das wild gewordene Häuflein der Aufrechten nicht, denn ihrem Slogan „bewährte Schreibweise“ blieben sie treu ...

Wer außer den Veteraninnen und Veteranen will noch bestreiten, dass es Zeit war, mit der grammatisch sinnfreien, kinderquälenden Marotte der ss- bzw. ß-Regeln aufzuräumen? Den Schweizern jedenfalls hat es nicht geschadet, dass sie den ß-Firlefanz schon vor über 50 Jahren abschafften, wie den Italienern, dass sie das Griechische „ph“ / „φ“ vor etwa 700 Jahren durch ein „f“ ersetzten: „filosofia“...

Wo Argumente fehlen, wird die Freigabe der Schreibweise in alter Theologenmanier als Rückfall in den „vorsintflutlichen Zustand“ (Theodor Ickler) beklagt. Für Nicht-Kombattanten erscheint die Rechtschreibreform als Hanswurstiade mit obligater Drehorgel unter dem Titel „Ohne Igel an den Orgeln keine Orgie in Georgien“. Eine veritable FDP-Staatsministerin machte ernsthaft den Vorschlag, eine Volksabstimmung zu veranstalten darüber, ob „daß“ oder „dass“, „3-fach“ oder „3fach“ gelten solle.

freitag.de 6.9.2018
Dagegen steht der KMK-präsidiale Unsinn:
„So wenig wie man über Erkenntnisse von Wissenschaft eine Volksabstimmung herbeiführen kann, so wenig kann man … in Volksabstimmungen darüber entscheiden, ob Thron mit th oder nur mit t geschrieben werden soll.“
(Gabriele Behler, KMK-Präsidentin, SHZ 25.9.1998)

Rudolf Walther vertritt eben in kultureller und orthographischer Hinsicht die stalinistische Planwirtschaft – unter Kalaschnikow-Bewachung durch die Schulmeister und mit Beihilfe der staatsgefälligen Zeitungsverleger:

Mit keinem Wort erwähnt er, daß sich die überwältigende Mehrheit der Deutschen gegen diese Verstaatlichung der Rechtschreibung ausgesprochen hat, und daß diese nur durch schmutzige Tricks der Altparteien, Schreibheilsideologen und Bertelsmann-Kapitalisten möglich wurde.

Zur Geschichtsauslöschung von Palmyra siehe hier.

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Sigmar Salzburg
01.08.2018 05.10
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„Nichts_Sagendes“ von Zehetmair

Zehetmair: Bilanz der Rechtschreibreform ist gut

Der frühere Vorsitzende des Rates für deutsche Rechtschreibung, Hans Zehetmair (CSU), zieht 20 Jahre nach der Rechtschreibreform eine positive Bilanz. Der ehemalige bayerische Kultus- und Wissenschaftsminister sieht die jahrelange Debatte um die Reform heute als „aufregende Zeit“. Es sei "über die Wichtigkeit der Sprache diskutiert“ worden, sagte Zehetmair der Deutschen Presse-Agentur. „Das begrüße ich.“ Eine korrekte Rechtschreibung sei auch in Zeiten des Internets noch wichtig. Zwar habe ihre Bedeutung abgenommen. „Umso wichtiger ist es, dass es noch Rufer in der Wüste gibt.“ Der heute 81 Jahre alte Politiker war von 2004 bis 2016 Gründungs-Vorsitzender des Rates für Deutsche Rechtschreibung. Die neue Rechtschreibung war zum 1. August 1998 an Schulen und Behörden offiziell eingeführt worden. Die Reform hatte zu heftigen Debatten und gerichtlichen Auseinandersetzungen geführt.

rtl.de 31.7.2018

Zehetmair weiß natürlich, daß die alte Rechtschreibung besser ist, und er gibt es inzwischen auch offen zu. Er hat jetzt wieder vernebelnd nichts anderes gesagt als vor 15 Jahren in der F.A.Z. v. 1.8.2003:

„Etwas sehr Erfreuliches und aus meiner Sicht auch ziemlich Unverhofftes hat die Rechtschreibreform ganz sicher mit sich gebracht: die intensive, ja bisweilen leidenschaftlich geführte Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache und ihrer Orthographie. Wer hätte das den Deutschen zugetraut?...
Dazu bemerkte Dr. Gerhard Eber in einem Leserbrief in der F.A.Z. v. 6.8.03:
„Die Freude darüber, daß die Rechtschreibreform zu einer intensiveren Beschäftigung mit der deutschen Sprache geführt habe, gleicht der Freude eines Museumswärters darüber, daß ein Verrückter Salzsäure über ein Rubens-Bild geschüttet hat, weil man sich nun doch immerhin intensiver mit Rubens beschäftige.“
Tatsächlich wurde das Bild „Höllensturz der Verdammten“ 1959 in der Münchener Pinakothek von einem Psychopathen schwer beschädigt. Ich habe es zwei Jahre vorher noch im Originalzustand besichtigen können.

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Sigmar Salzburg
31.07.2018 11.04
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Bilanz nach 20 Jahren

Rechtschreibreform:
„Zerstörungsakt“ oder Vereinfachung?


Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum lernten um – oder versuchten es: Als die Rechtschreibreform 1998 eingeführt wurde, war das aber noch lange nicht das Ende der Debatte über deren Nutzen. Wie fällt die Bilanz nach 20 Jahren aus?

Berlin (dpa) – „Grislibär“ oder „Majonäse“: Der Anblick so mancher Neuerung war zunächst irritierend. Oder wirkte – um es mit den Worten eines Boulevardblatts zu sagen – wie eine „Netzhautpeitsche“.

Eher als gewöhnungsbedürftig dürften da noch Fälle wie etwa das dreifache „f“ in „Schifffahrt“ und das Doppel-„s“ in „Kuss“ gelten. 20 Jahre nach der offiziellen Einführung der Rechtschreibreform an Behörden und Schulen zum 1. August 1998 hat das Thema zwar nicht mehr die ganz große öffentliche Präsenz in Deutschland, Österreich und der Schweiz, viele Gemüter erhitzt es aber doch bis heute.

„Das riesige Regelwerk versteht kein Mensch, es hat nur Verwirrung gestiftet“, sagt der Linguist Peter Eisenberg der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Der emeritierte Professor der Uni Potsdam, der 2013 aus dem Rat für deutsche Rechtschreibung ausgetreten ist, hat die Reform von Beginn an vehement kritisiert. Das Thema ist für ihn bis heute nicht vom Tisch. Eisenberg sorgt sich insbesondere um eine sprunghafte Zunahme der Rechtschreibfehler – nach mehreren Untersuchungen um 30 Prozent bei Schülern, wie er sagt.

Bei Fachkollegen und Deutschlehrern beobachtet er eine große Unsicherheit beim Beurteilen von Fehlern, die Verwirrung werde an Kinder weitergegeben. „Der gesellschaftliche Konsens über das, was in der Rechtschreibung richtig oder nicht richtig ist, ist zerstört worden“, sagt Eisenberg. Er lehnt das staatliche Eingreifen in die natürliche und kontinuierliche Entwicklung der Schrift ab. „Aber jetzt kriegen wir es wieder – beim Gendern.“ Eisenberg spricht von einem „zweiten Zerstörungsakt“.

Schon die Idee einer Reform sei unnötig gewesen, das Argument von der angestrebten Vereinfachung der Rechtschreibung sei vorgeschoben, sagt Eisenberg. Politiker hätten die Idee dieses gemeinsamen Vorhabens im Zuge des sogenannten Wandels durch Annäherung in der Ostpolitik der 60er und 70er Jahre gehabt. "Der Grund war jedenfalls nicht, dass die deutsche Orthografie schlechter war als andere Orthografien in Europa, sie war schon vorher eine der besten."

Ob die höhere Fehlerquote bei Schülern tatsächlich auf die neue Rechtschreibung zurückgeht, das ist für den Präsidenten des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, fraglich. Er verweist auf eine „geringe Eingriffstiefe“ der Reform, die nur etwa zwei Prozent des Wortschatzes betroffen habe. Probleme beim Rechtschreiben hingen zum Beispiel auch damit zusammen, dass weniger gelesen werde und Orthografie in der Schule keinen so hohen Stellenwert mehr habe. Benotete Diktate etwa gebe es in mehreren Bundesländern nicht mehr.

Meidinger sagt aber auch ganz klar über die Reform: „Wir hätten das ganze Unternehmen nicht gebraucht.“ Angesichts der Prinzipien des Deutschen werde es nie eine widerspruchsfreie Rechtschreibung geben, man müsse immer mit Ausnahmen arbeiten. Heute glaube niemand mehr an die Vision, die Rechtschreibung vereinfachen zu können, und auch die Lust darauf fehle nach der langjährigen Auseinandersetzung. „Ich bin mir sicher: Die Politik hat ihre Lektion gelernt“, sagte Meidinger.

Bei aller Kritik gibt es auch positive Stimmen: Kinder müssten die Rechtschreibung nun nicht mehr als Bündel von Einzelfällen erlernen, die Anzahl der Regeln für Rechtschreibung und Zeichensetzung habe sich deutlich verringert, erklärte Andrea Watermeyer, Verlagsleiterin in der Westermann-Gruppe. Schulbuchverlage hatten nach dem Beschluss der Reform 1996 ihre Titel überarbeiten oder neu produzieren müssen – obwohl einige prominente Literaten sich weigerten, dass ihre Texte in neuer Rechtschreibung erscheinen.

Für Menschen, die noch mit der alten Schreibung aufwuchsen und im Laufe ihres Lebens umlernen mussten, halten Schwierigkeiten teils an. Wie Duden-Sprachberater auf Anfrage berichten, bezieht sich das zum Beispiel häufig auf die Getrennt- und Zusammenschreibung (etwa: „Dank sagen“/„danksagen“) und die Groß- und Kleinschreibung („goldene Hochzeit“/„Goldene Hochzeit“). Eine der Mitarbeiterinnen erläutert, auch die Kommasetzung sei für den Großteil der Kunden nicht leichter geworden. Letztlich bleibt es in der Beratung aber teils unklar, ob Fragen tatsächlich noch auf die Reform zurückzuführen sind.

Im privaten Bereich sind die Regeln nicht verbindlich. Auch Peter Eisenberg hat – wie wohl viele Menschen und Institutionen in Deutschland – seinen eigenen Kurs gewählt: „Ich mache nur das, was ich muss.“ Gänzlich am alten Regelwerk hält er nicht fest. Auch deshalb, weil es nach anhaltender Kritik in den Nullerjahren schrittweise eine Reform der Reform gab. Die Schreibungen „Grislibär“ und „Majonäse“ etwa sind wieder passé, korrekt sind „Grizzlybär“ und „Mayonnaise“. Eine Duden-Sprachberaterin hingegen berichtet von einem Kunden, der nur in alter Rechtschreibung schreibt. [Nur ein „Unbelehrbarer?]

Anderswo höhlte offenbar steter Tropfen den Stein. Im Mai dieses Jahres gab das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven bekannt, das dritte „f“ in den eigenen Namen einzufügen. Bis dahin hatte sich das Museum hartnäckig nur mit zwei „f“ geschrieben. Es scheint, als habe der Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger recht, wenn er auf ein „böses Bonmot“ verweist: Es besage, dass man die deutsche Sprache nicht erlernen, sondern sich nur daran gewöhnen könne.

kreisbote.de 31.7.2018

Prof. Gerhard Augst, Oberreformer, lt. Spiegel 30/2005: „Heute kann man sich nur noch wundern, dass die Kultusminister 1996 das Regelwerk überhaupt noch beschlossen haben.“ – Da nach 1989 die Strategie „Wandel durch Annäherung“ hinfällig war, müssen andere Interessen im Spiel gewesen sein. Mir schickte jemand etwas später ein Zeitungsbild zu: Zehetmair auf einem Empfang bei Bertelsmann. Sein Pressesprecher, Bertelsmann-Schmid, hatte da wohl schon eigenmächtig die volle Zufriedenheit seines Chefs mit der „Reform“ verkündet.

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Sigmar Salzburg
29.07.2018 07.21
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Teilrücknahme der Narrenreform:

DIE REFORM DER RECHTSCHREIBREFORM:
REGELN SEIT ZEHN JAHREN IN KRAFT

26. Juli 2018 – 11:23

Biografie oder Biographie? Seit zehn Jahren sind beide Varianten offiziell erlaubt. Das und eine Reihe weiterer Änderungen hat der Rat für deutsche Rechtschreibung 2006 in einer neuerlichen Reform der ursprünglichen Rechtschreibreform beschlossen. Im August 2006 begann in Österreich eine zweijährige Übergangsfrist für die Neuerungen, am 31. Juli jährt sich deren Ende zum zehnten Mal.

Die neue Rechtschreibung wird seit zehn Jahren an den Schulen unterrichtet

Anlass für die Reform des amtlichen Regelwerks am 1. August 2006 war die Kritik an der Rechtschreibreform von 1996 gewesen. Einige damals eingeführte, besonders umstrittene Änderungen wurden 2006 wieder zugelassen – teilweise zusätzlich zu der neuen Schreibweise. So wurde beispielsweise neben „kennen lernen“ auch die alte Schreibweise „kennenlernen“ wieder erlaubt. Die Reform regelte neben Getrennt- und Zusammenschreibung, Groß- und Kleinschreibung auch die Zeichensetzung. Bei der Kommasetzung wurden aber auch einige Schreibweisen verboten, die nach der Reform 1996 erlaubt waren: Der Beistrich ist seit 2008 vorgeschrieben bei Sätzen wie „Sie öffnete das Fenster, um frische Luft hereinzulassen“.

Während der Übergangsfrist wurde an den Schulen in Österreich die alte Schreibweise zwar angestrichen, aber nicht als Fehler gewertet. Seit deren Ende werden die Schularbeiten nach den neuen Regeln korrigiert.

Nicht alles umgesetzt

Auch wenn die Reform sehr umfassend war, konnten aber nicht alle geplanten Vorhaben umgesetzt werden, zieht Peter Ernst, österreichisches Mitglied des Rates für deutsche Rechtschreibung, Bilanz. „Vor allem sind sie am Widerstand der Bevölkerung* und der zuständigen Politiker, die die Maßnahmen ratifizieren müssen, gescheitert. Etwa bei der Schreibung einzelner Wörter.“ Trotzdem zeigte Ernst sich überzeugt von der Reform. Sie sei schon lange notwendig gewesen und "sicherlich ein wichtiger Schritt in Richtung größere Systematik der Rechtschreibung und leichteren* Erlernbarkeit*", so der Germanist gegenüber der APA...
[... und weitere 436 Wörter]

studium.at 26.7.2018

Was für ein Narr! (... oder Scharlatan!)

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Sigmar Salzburg
10.07.2018 10.33
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Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien

Sub conditione Jacobaea …
In Erinnerung an Gernot Nussbächer


Von: Ralf Sudrigian

Wenn Gernot Nussbächer einen Beitrag für die „Karpatenrundschau“ in Aussicht stellte (und das machte er oft und gerne, wobei ihn unsere Anregungen als Zeichen des Interesses für die Heimatkunde sichtlich erfreuten) oder auch bei anderen Vorhaben, fügte er in der Regel die lateinische Redewendung „Sub conditione Jacobaea“ bei der Verabschiedung hinzu. Für ihn war es mehr als ein Klischee oder eine gebräuchliche Formel: Diese Worte standen für seinen tiefen, festen Glauben, für die Überzeugung, dass nichts ohne Gottes Mitwirkung Früchte trägt...

... Gernot war offen für technische Neuerungen, freundete sich mit dem Computer gut an und wusste sehr wohl Bescheid, wie man on-line in den großen Bibliotheken und Archiven der Welt recherchieren kann. Klar, dabei lagen ihm Honterus und die diversen Auflagen der Werke des Kronstädter Humanisten in den Städten Europas besonders nah am Herzen.

Zur Rechtschreibreform ging er aber auf Distanz. Er sei dafür nun zu alt und halte es mit den Regeln, die er in der Schule gelernt hatte. Fehler, auch in Sachen Grammatik, wollte der stadtbekannte Archivar mit seiner Gründlichkeit und Genauigkeit unbedingt vermeiden...

Nun ist Gernot aus dieser Welt gegangen im guten Wissen, dass das so kommen musste und dass für ihn gesorgt wird. Sein Werk vertiefen und fortzusetzen wäre die beste Würdigung für ihn und würde ihn, nicht laut aufjubeln, sondern leise und mild lächeln, vielleicht sogar schelmisch kichern lassen.

adz.ro 7.7.2018

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Sigmar Salzburg
14.09.2017 07.04
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Worms – „unsere Stadt“



WORMS – Unbekannte haben an mehreren Stellen im Stadtgebiet Aufkleber mit arabischen Schriftzeichen auf Ortsschilder geklebt, die für einigen Wirbel gesorgt haben. Die Polizei hatte zunächst im Polizeipräsidium in Mainz die Fachdienststelle Terrorismus/Extremismus damit befasst, weil erste Übersetzungen den Schriftzug als „Stadt der Toten“ oder „Tote Stadt“ interpretierten. Allerdings bestätigte die Polizei am Dienstagnachmittag, dass die Worte wohl „unsere Stadt“ bedeuten. Die Ermittlungen seien deshalb eingestellt worden...

wormser-zeitung.de 12.9.2017

Medina(t) „Stadt“ (des Propheten, eigentlich Yathrib in Arabien) + Suffix -na „unsere“.

Worms = „Bormetomagus“, vor 5000 Jahren begonnen als keltisches Siedlungsgebiet, „Quellenfeld“; Lautwandel b zu w noch bis ins Mittelalter, z.B. Wethlehem.

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Sigmar Salzburg
06.08.2017 07.26
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Aus einem Artikel der österreichischen Zeitschrift „Profil“

„Keiser“ statt „Kaiser“: Wie kam es eigentlich zum deutschen Sprachkrieg?

Im Gegensatz zur diesjährigen Minireform [großes ß] löste jene vor 21 Jahren einen veritablen Kulturkampf aus. Es sollte die größte Rechtschreibreform der Geschichte werden, doch schon die ersten Vorschläge des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim führten zu wütenden Protesten: „Bot“ statt „Boot“, „Keiser“ statt „Kaiser“? Was für eine Vergewaltigung der deutschen Sprache! Auch moderatere Ideen fanden wenig Anklang: „Delfin“ statt „Delphin“? „Schifffahrt“ statt „Schiffahrt“? „Wohl bekannt“ statt „wohlbekannt“? Die meisten Deutschen sträubten sich hartnäckig gegen die 1996 eingeführte neue Orthografie. Lehrer weigerten sich, sie zu unterrichten, Verlage und Medienhäuser, die bereits umgestellt hatten, ruderten zurück, allen voran die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, fortan das Flaggschiff der orthografischen Gegenreformation.

Wie schafft man Sprachfrieden?

Der Konflikt um Groß- und Kleinschreibung, scharfes ß und Zusammenschreibung schwelte vor sich hin, bis er im Sommer 2004 erneut voll entbrannte: Ein Jahr vor Ende der Übergangsfrist verkündeten der Springer-Verlag, „Der Spiegel“ und die „Süddeutsche Zeitung“, zur alten Rechtschreibung zurückkehren zu wollen. Literaten wie Günter Grass und Hans Magnus Enzensberger reagierten panisch, Kritikerlegende Marcel Reich-Ranicki befürchtete eine „nationale Katastrophe“.

„Der Sprachfrieden“ sei eiligst „wiederherzustellen“, befand daraufhin die deutsche Kultusministerkonferenz und gründete den Rat für deutsche Rechtschreibung. 39 ehrenamtliche Linguisten, Lehrer und Autoren aus sechs Staaten sollten die umstrittensten Regeln entschärfen. Das Ergebnis: „Kennenlernen“ darf seit 2006 wieder zusammengeschrieben werden, „heiligsprechen“ ebenfalls, das „Du“ in Briefen wieder groß. Am 1. Jänner 2007 bekannte sich sogar die „FAZ“ zur neuen Rechtschreibung. Damit war der Sprachfrieden besiegelt.

profil.at 27.7.2017

Der letzte Satz ist, wie üblich, eine Lüge. Von Frieden kann keine Rede sein, eher von einer Medien- und Kultusminister-Diktatur. Die großen Medien haben sich aus Eigeninteresse, nicht aus Einsicht, den Intrigen des Rats der kulturkriminellen Kultusminister unterworfen. Zuletzt haben die „junge Welt“, „Konkret“ und „Ossietzky“ etwa ab 2015 nur die (fehlerträchtige) ss/ß-Regel übernommen. Konservative Medien sind auch dem nicht gefolgt. Millionen Deutsche schreiben weiter traditionell. Ein ungeheurer Schaden für die deutsche Kultur ist entstanden. Das Volk ist (nicht nur dadurch) gespalten. Die verantwortlichen Alt-Parteien gehören (nicht nur deswegen) abgewählt!

Prof. Peter Eisenberg: „Innerlich gab es überhaupt keinen Grund, die deutsche Orthographie zu reformieren ...

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Sigmar Salzburg
30.06.2017 17.31
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t-online Nachrichten

Großeinsatz für Retter
Abi-Streich verletzt 78 Schüler

30.06.2017, 18:52 Uhr | dpa
[...]
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29.06.2017
[... und auch nach vier Monaten immer noch gaaanz wichtig und aktuell:]
Donald Trumps Krieg mit der Rechtschreibung
16.02.2017, 15:20 Uhr | AP

Beim schnellen Twittern macht Trump vereinzelt Fehler. Da soll sich die Affen-Presse mal das deutsche „reformierte“ Twittern ansehen!

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Sigmar Salzburg
13.05.2017 15.32
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Reklame-Wettbewerb für „Reform“ und Duden

Der Bericht in der Frankfurter Neuen Presse über den Wettbewerb im Frankfurter Goethe-Gymnasium beginnt mit einer faustdicken Lüge:

Autorin Nele Neuhaus erarbeitet Text für Wettbewerb
Mit Duden am Diktat gedoktert


12.05.2017 Der gute, alte Duden war Schriftstellerin Nele Neuhaus beim Verfassen des Diktats für den Wettbewerb, der gestern in der Aula des Goethe-Gymnasiums über die Bühne ging, eine große Hilfe.
Mitnichten war der „gute, alte Duden“, d.h. die seit 1901 bis zur 20. Auflage fortgeschriebene Darstellung unserer traditionellen Rechtschreibung die Grundlage des Prüfungsdiktats, sondern das vielfach geänderte Machwerk, das eine obskure Rechtschreibkommission und die unfähige Kultusminister-Ansammlung in vielfachen Irrläufen von 1995 bis 2006 zusammengeschustert haben.
Sie hatte den Text zwar selbst in stundenlanger Arbeit ausgearbeitet, aber gestern unterliefen der Krimi-Bestsellerautorin Nele Neuhaus beim überregionalen Finale des großen Diktatwettbewerbs dann doch fünf Fehler. „In Deutsch war ich in der Schule sehr gut, weil wir von Haus aus immer schon viel gelesen und geschrieben hatten“... Sie war nicht die Einzige, die beim Wettbewerb im Goethe-Gymnasium ins Schwitzen geriet bei der Kurzgeschichte mit dem Titel „Im Taunus ist gut morden“. Auch Monika Grütters , Bundesministerin für Kultur und Medien, fand das Diktat „ganz schön fies“. Das soll sie der Schriftstellerin zugeflüstert haben ...
fnp.de 12.5.2017
In der Frankfurter Allgemeinen wird auf das Probediktat noch genauer eingegangen. Dabei fällt auf, daß die Errungenschaften und die Erleichterungen der Rechtschreib„reform“ kaum zur Geltung gebracht werden, sondern daß man darauf abstellt, die Verhunzungen, die von den Reformern ins Volk und vor allem in die Schülerschaft gepreßt worden waren, die aber 2006 wieder zurückgenommen werden mußten und nun verboten sind, als Falle für die Delinquenten einzubauen:
Großer Diktatwettbewerb in Frankfurt
Veröffentlicht: 12.05.2017, 12:02 Uhr
Kärrnerarbeit in der orthographischen Beletage

... Wie schon in früheren Runden des Wettbewerbs erweisen sich die Zweifelsfälle der Groß- und Kleinschreibung sowie der Zusammen- und Getrenntschreibung als besonders knifflig. Als Beispiel wird die Leiterin der Dudenredaktion und Juryvorsitzende Kathrin Kunkel-Razum bei der anschließenden Korrektur den Satz „Sie konnte das Löcher-in-den-Bauch-Fragen bis zum Gehtnichtmehr fortsetzen“ anführen.

Die vorgeschaltete Steigerung schweißt zusammen

...Etwas für Kenner der Zusammen- und Getrenntschreibung ist die „äußerst gänsehauterregende Atmosphäre“, bei der es auf das Wörtchen „äußerst“ ankommt. Ohne es könnte man auch „Gänsehaut erregende“ schreiben, doch die vorgeschaltete Steigerung bezieht sich auf die gesamte Verbindung, die damit sozusagen zusammengeschweißt wird. Ähnlich liegt der Fall beim etwas früher vorkommenden „sehr verdachterregend“ – getrennt wird dagegen, wie Kunkel-Razum zur Verwunderung der meisten Teilnehmer erläutert, die Wendung „in Null Komma nichts“ geschrieben. Und als ob das nicht schwer genug zu verstehen wäre: In der Dativform mit einem „im“ am Anfang wird die Aneinanderreihung dann wieder zu einem einzigen Nomen zusammengezogen.

Keiner behält eine makellose Weste

... Eine makellose Weste behält in der Aula des Goethe-Gymnasiums keiner, aber einige sind nahe dran. Den drei Siegern unterlaufen nur je zwei Fehler, und auch die beiden Erstplazierten [verbotene FAZ-Schreibung] der Schülerkategorie schlagen sich mit sieben Fehlern wacker...

Das Diktat im Original

Im Taunus ist gut morden

Kommissarin Sander wandte sich vom Leichnam ab. Er musste schon tagelang mausetot daliegen. Der Anblick war der schlaksigen Spürnase zuwider. „Ich frage geradeheraus: Kennen Sie den Toten?“ Sie hakte zum x-ten Mal nach und würde nicht lockerlassen. Sie konnte das Löcher-in-den-Bauch-Fragen bis zum Gehtnichtmehr fortsetzen. „Nö“ war aber alles, was der bärbeißige Kraftmeier erwiderte. Er war derjenige, der die Leiche samstagmorgens auf der Terrasse entdeckt hatte. Die kryptischen Tätowierungen, der Fünftagebart und sein fahriges Gebaren verliehen ihm etwas Zwielichtiges.

Alles in allem war er sehr verdachterregend. Sander war sich todsicher, dass er nicht alles preisgab. Währenddessen war Professor Kirchhoff damit zugange, alle DNA-Spuren sicherzustellen. Er war der Beste der Besten in der forensischen Anthropologie. Hauptkommissar von Bodenstein, ein weltgewandter Mittfünfziger in einem dreiviertellangen Trenchcoat, hatte sich wiederum darangesetzt, die piekfeine Beletage des Dahingeschiedenen zu inspizieren. Eine echte Kärrnerarbeit! Ein Juchhuruf ließ die zwei auf einmal herumfahren. „Wir haben etwas von Interesse!“

Infolgedessen hasteten beide hinein, ohne zurückzublicken. Sogleich war die äußerst gänsehauterregende Atmosphäre spürbar. Auf dem Sekretär lag ein blutbefleckter DIN-A4-Umschlag, der mit Fingerabdrücken übersät war. Kirchhoff griff verdrießlich mit der behandschuhten Rechten nach dem Beweisstück. „Fast enttäuschend, dass es dieserart Dilettanten gibt“, mokierte sich Bodenstein mit einem Anflug von Melancholie. „Damit ist der Täter in null Komma nichts dingfest gemacht.“

faz.net 12.5.2017
Die möglichen Fallen, die infolge der versaubeutelten „Reform “ auch jetzt noch häufig falsch geschrieben werden, sind blau gekennzeichnet. „Erleichterungen“ sind weithin nicht zu erkennen.

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Sigmar Salzburg
25.04.2017 19.35
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In der jüdischen Online-Zeitung „haOlam“ ...

... schreibt bisweilen noch traditionell, wer's kann. Der deutsche Laien-Außenminister Sigmar Gabriel wollte den Besuch beim israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu mit einem gleichrangigen Besuch von gegnerischen bis feindlichen NGOs verbinden und wurde deshalb nicht empfangen:

Es ist deshalb ein weiterer Affront, versucht Sigmar Gabriel im Gespräch mit dem deutschen TV den Eindruck zu erwecken, er werde durch die Regierung in Jerusalem erpreßt. Nichts müßte abgesagt werden, beharrte der deutsche Minister nicht darauf, Benjamin Netanjahu öffentlich herabzuwürdigen, den er offenbar nicht als Repräsentanten der israelischen Zivilgesellschaft sieht...

Noch ist nicht ausgemacht, wie dieser Dienstag endet. Deutlich aber ist schon geworden, daß es in der deutschen Regierung Kräfte gibt, die kein Interesse an einem guten Verhältnis zu Israel haben. Und Vizekanzler Sigmar Gabriel gehört zu ihnen. Es wäre besser gewesen, hätte die Regierung in Jerusalem sich die Zumutung seines Besuchs verbeten. Daß sie es nicht tat, spricht für sie.

haolam.de 25.4.2017

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Sigmar Salzburg
06.01.2017 06.27
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Leserbrief

Fehlende Übung
Erstellt: 4. Januar 2017, 00:00 Uhr

Zu: „Kein Recht auf pädagogische Freiheit“ vom 28. Dezember

Ja, gibt’s denn das noch? Im Kultusministerium sitzt ein Mensch, der nach der Ursache schlechter Rechtschreibung sucht. Frau Eisenmann hat recht, wenn sie dieses lange brachliegende Gebiet zu beackern versucht. Die Ursachen sind multifaktoriell.

Zum einen begann das Übel mit der „Rechtschreibreform“, die in der Tat, wie der ehemalige Kultusminister Roman Herzog sagte, „so unnötig wie ein Kropf“ ist. Seither gibt es unterschiedliche Schreibweisen – sogar offiziell zugelassene wie auch von Institutionen selbst erfundene. Dazu gibt es Zeitungsredaktionen, die sie gar nicht erst mitmachen, aber für Kinder und besonders für Lese- und Rechtschreibschwache ist die babylonische Schriftverwirrung nachteilig. Ein Legastheniker muss ein Wort mindestens 300 Mal gesehen haben, bis er sich die Wortgestalt einprägen kann. Nun sieht er die Wörter im Schulbuch anders als in der Freizeitlektüre, selbst darf er nach Gehör schreiben. So schreiben zwar alle Kinder zuerst, aber das sollte nicht im Unterricht gefördert werden, denn das Umlernen ist schwieriger, als gleich das später Geforderte zu üben. Das ist beim Erlernen eines Instruments bekannt, und das ist bei den Kulturtechniken nicht anders. Dass die Rechtschreibreform die Rechtschreibung der Schüler nicht verbessert hat, braucht nicht erwähnt zu werden.

Der zweite Punkt ist, dass die Übung fehlt. Früher schrieben die Kinder Texte von der Tafel oder Abschnitte aus dem Lesebuch ab, was nicht nur die Schreibfertigkeit erhöht, sondern auch die Wortbilder einprägt. Heute bekommen sie Arbeitsblätter mit Lückentexten, die schnell ausgefüllt sind und in denen allenfalls das einzutragende Wort eine gewisse Aufmerksamkeit erhält.

Zum Dritten sollte mehr gelesen werden. Lesen fordert auf zwanglose Weise die Rechtschreibung. Es gibt so viele spannende Bücher. Handy, Fernsehen und Computerspiele sind in diesem Zusammenhang keine guten Lehrmeister.

Nach Maßgaben einer früheren Probearbeit, wie sie in den 80er Jahren zur Aufnahme ins Gymnasium gefordert war, wurde ein Diktat mit zwölf Fehlern mit der Note sechs bewertet. Das war in der Tat zu hart, zumal auch noch ein Zeichenfehler als halber Fehler zählte. Aber nach diesen Kriterien würde heute kaum noch ein Kind ins Gymnasium kommen. Es wird zuweilen vergessen, dass man Rechtschreibung lernen kann.

Dr. Rosemarie Klotz-Burr, Ötisheim

muehlacker-tagblatt.de 4.1.2017

Übrigens: Susanne Eisenmann (52) ist 2017 KMK-Präsidentin:
tagesspiegel.de 28.12.2016

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Sigmar Salzburg
11.11.2016 17.41
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Am 1. November war sie 95 Jahre alt geworden.

Ilse Aichinger gestorben

Die Schriftstellerin starb kurz nach ihrem 95. Geburtstag. Ihr Roman „Die größere Hoffnung“ zählt zu den großen Werken der Nachkriegsliteratur.
11.11.2016 | 16:49 | (DiePresse.com)
Die österreichische Schriftstellerin Ilse Aichinger ist gestorben. Das sagte ihre Tochter Mirjam Eich der Deutschen Presse-Agentur in Berlin, nähere Informationen lagen vorerst nicht vor. Die Autorin hat sich vor Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Am 1. November war sie 95 Jahre alt geworden.
diepresse.com 11.11.2016

Reformgegnerin
Aichingers Werk (neben Erzählungen Hörspiele, Gedichte und im letzten Jahrzehnt Essays und kurze Erinnerungsstücke im „Standard“ und „Presse“) ist geprägt durch eine Verknappung auf das Wesentliche. Ihrem sezierenden Blick entgeht gar nichts und Geschwätzigkeit ist ihr völlig fremd. Das Schreiben „hat mir ermöglicht auf der Welt zu bleiben“, sagte sie 1993 in einem Interview mit der ORF-Journalistin Brita Steinwendtner... Ihr Schaffen wurde mit vielen Preisen gewürdigt. Gegen die vor 15 Jahren eingeleitete Rechtschreibreform protestierte sie scharf.
kleinezeitung.at 31.10.2011

Zeitgenössische deutschsprachige SchriftstellerInnen haben sie [die Rechtschreib„reform“] jedenfalls nie erbeten, wie wahrscheinlich schon hinlänglich die Latte von Namen unter der „Frankfurter Erklärung“ von 1996 beweist. Aber gerade diese Fachleute wurden nun nicht etwa in die maßgeblichen Gremien der ReformerInnen gebeten. Vielleicht war die AkademikerInnenquote unter den SchriftstellerInnen noch zu niedrig. Übrigens wird die Liste der UnterzeichnerInnen, aus alphabetischen Gründen, von Ilse Aichinger angeführt, die es allen (Schulbuch-)Verlagen ausdrücklich untersagte, ihre Texte für den Abdruck umzufrisieren.
Henner Reitmeier 02.02.2016 (heise.de)

Ihre Gegnerschaft zur „Reform“ ist Maßstab für die Überlieferung ihres Werkes. In den Nachrufen hat das bis jetzt noch keine Zeitung erwähnt – schlechtes Gewissen?

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Sigmar Salzburg
20.10.2016 06.20
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Das erwartet Sie am Donnerstag auf der Buchmesse

Preisverleihungen am laufenden Band

Buchmesse, das bedeutet auch Preisverleihungen. So wird der „Frankfurter Orthographie-Preis“ für die erfolgreichsten Beiträge zum Thema Rechtschreibreform verliehen (13 Uhr, Lesezelt Agora). Um 13.15 Uhr wird der „Kindle-Storyteller-Award“ für Self-Publishing verliehen (Open Stage Agora). Am späten Nachmittag und Abend werden außerdem der Preis für die schönsten deutschsprachigen eBooks (16 Uhr, Halle 4.1, N91) und der Paul-Celan-Preis für herausragende Literaturübersetzungen vergeben (18 Uhr, Lesezelt Agora). Ab 17 Uhr wird zum ersten Mal der Global Illustration Award vergeben. (Halle 4.1, P53).
hessenschau.de 20.10.2016

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Sigmar Salzburg
29.09.2016 19.12
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Stille Post

Kind fremdenfeindlich beleidigt und geschlagen
Polizeimeldung vom 27.09.2016
Tempelhof – Schöneberg

Nr. 2422
... Gegen 14.50 Uhr gingen ein neunjähriges Kind und seine Mutter die Dominicusstraße entlang, als eine unbekannte Frau von hinten an die beiden herantrat und dem Jungen mit der Hand in den Nacken schlug. Anschließend beleidigte die Frau das Kind fremdenfeindlich und lief in Richtung Hauptstraße weiter... Durch den Schlag erlitt das Kind eine Rötung im Halsbereich. Eine ärztliche Behandlung am Ort lehnte die Mutter des Kindes ab. Die Ermittlungen führt der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes

berlin.de/polizei/ 27.9.2016

Tagesspiegel
In Schöneberg ist am Dienstagnachmittag ein Neunjähriger im Beisein seiner Mutter fremdenfeindlich beleidigt und geschlagen worden. Laut Polizei trat eine unbekannte Frau gegen 14.50 Uhr in der Dominicusstraße von hinten an die beiden heran, schlug dem serbisch-montenegrinischen Jungen mit der Hand in den Nacken, beschimpfte ihn als „Scheiß Ausländer“ und lief weiter Richtung Hauptstraße. Das Kind erlitt eine Rötung am Hals...
tagesspiegel.de 27.09.2016

Spiegel Online
In Berlin ist ein Neunjähriger von einer Frau angegriffen und rassistisch beleidigt worden. Das berichtete die Polizei... Der „Tagesspiegel“ berichtete, die Verdächtige habe "scheiß Ausländer" gerufen. Laut der Zeitung soll der Junge serbisch-montenegrinischer Herkunft sein... Der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts führt die Ermittlungen.
spiegel.de 27.9.2016

Warum wurde nur der Junge „rassistisch” beleidigt. Hat er Anlaß gegeben oder gehörte die Mutter einer anderen als der serbisch-montenegrinischen „Rasse“ an?

1948 wurden einem ebenfalls Neunjährigen mit einem schwarzen Rohrstock drei Schläge auf das Hinterteil verabreicht. Niemand dachte daran, die tagelang blutunterlaufenen Striemen ärztlich begutachten zu lassen oder gar zu behandeln. Der polizeiliche Staatsschutz in Gestalt des Dorfpolizisten, wenn es ihn überhaupt gab, hätte auch niemals daran gedacht, für das Landeskriminalamt Ermittlungen durchzuführen. Allerdings hatte der Lehrer auch nicht „scheiß Flüchtlinge“ gerufen.


Nachtrag: Michael Klonovsky
29. September 2016, Geburtstag von Pompeius, Horatio Nelson und Jutta Ditfurth
In Dresden ist am hellichten Spätnachmittag eine 63-Jährige Frau von drei – angeblich – syrischen Jugendlichen angegriffen worden... Die 63-Jährige musste ärztlich behandelt werden. Der Fall verhallte, wie jeder Einzelfall, in den lokalen Medien. Malen wir uns jetzt nicht aus, was passiert wäre, wenn Dresdner Herkunftsnazis eine 63jährige syrische Schutzsuchende umgeworfen und gedemütigt hätten.
acta-diurna

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Sigmar Salzburg
29.08.2016 09.40
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Augsburger Allgemeine

Studie

20 Jahre Rechtschreibreform: Was hat's gebracht?

Von Anfang an hagelte es Kritik an der Rechtschreibreform. Viele sind der Meinung, sie habe verunsichert und nicht vereinfacht. Was den Schülern besonders Probleme bereitet.
Von Rüdiger Heinze

[Symbolbild] Die neuen Rechtschreibregeln sind bis heute umstritten. Foto: Jens Büttner (dpa)

Die Internet-Zeitung Der Postillon ist eine hübsche Satire-Publikation. Regelmäßig widmet sie sich auch den Medien, der Kommunikation und der Schrift. Neulich postete sie: „Wissenschaftliche Sensation: Schimpanse kann Bild-Zeitung lesen“. Und: „online-Nachrichten immer hysterischer!“

Dass aber eine weitere mehr oder weniger sarkastische Nachricht zur Sprache derart hohe Wellen schlagen würde wie jene vom 31. Mai, konnte sie nicht ahnen. Damals verbreitete Der Postillon, dass das deutsche Bildungsministerium die Rechtschreibreform fortsetze und die Wörter „seid“ und „seit“ wegen ihrer Verwechslungsgefahr zu „seidt“ verschmelze. – Nett.

Indes wurde die hanebüchene Idee voller Ironie begierig – und natürlich in Verkennung der tatsächlichen Lage – vom Mitteldeutschen Rundfunk aufgegriffen und als offizielle Meldung hinausposaunt. Hinterher freilich, da herrschte Zerknirschung und Prüfungseifer darob, wie das hatte passieren können – ausgerechnet in einer Fachsendung zu „20 Jahre Rechtschreibreform“. Ein symptomatischer Fall?

Vielleicht. Doch wie auch immer: Tatsächlich ist die deutsche Rechtschreibreform bereits 20 Jahre alt – eingeführt im Sommer 1996 mit der Maßgabe einer vereinfachten Rechtschreibung, fortgeschrieben im Sommer 2006 in dritter überarbeiteter Fassung.

Über viele Jahre hinweg war sie begleitet von Widerspruch, Streit, Rebellion. Erinnert sei nur an die Frankfurter Protest-Erklärung mit hundertfachen Unterschriften von Schriftstellern (1996) und an den Volksentscheid Schleswig-Holsteins von 1998, der die dortige Wiedereinführung der alten Rechtschreibung beschloss, aber ein knappes Jahr später vom Landtag aufgehoben wurde.

Fehler in den Bereichen, die vereinfacht werden sollten

Und es sei daran erinnert, dass heute, gleichsam zum „Jubiläum“ der Rechtschreibreform, mehrere Rechtschreibungsregelwerke nebeneinander existieren: parallel zum Duden zahlreiche inoffizielle Verordnungen in Verlagshäusern. Das trägt weniger zur Vereinfachung bei – wie wünschenswert diese im Übrigen tatsächlich war/ist! – als zu Verunsicherung, Aufweichung, ja Auflösung des offiziellen Regelwerks, das mittlerweile sowieso vermehrt Alternativ-Formen zulässt (feuerspeiend, Feuer speiend).

Genau diese Aufweichung und Auflösung einer ehedem weit verbindlicheren Regelung war der Rechtschreibreform von Anfang an vorausgesagt worden – und sie scheint auch eingetreten zu sein im Zusammenspiel mit weiteren, kaum konstruktiven Kräften – wie verkürzte Einübungszeiten an den Schulen, Lese-Unlust, privates „Regelwerk“ im alltäglichen Mail-Schnellaustausch.

Jedenfalls gibt – unabhängig der Klagen von Universitäten und Lehrherren – eine neue Schüler-Studie zu denken, nach der ausgerechnet in jenen Bereichen der Rechtschreibreform verstärkt Fehler auftreten, die ursprünglich gerade durch die Reform vereinfacht werden sollten: ss- und ß-Schreibung, Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung. Erstellt hat die Studie („Orthographische Regelwerke im Praxistest. Schulische Rechtschreibleistungen vor und nach der Rechtschreibreform“) der ehemalige Deutschlehrer und Pädagogenausbilder Uwe Grund mit Unterstützung der „Forschungsgruppe Deutsche Sprache e.V.“.

Fehlerzahl von vier auf sieben Fehler gestiegen

Ein wesentlicher Befund daraus lautet: Bei Gymnasiasten der Klassen 5 bis 7 ist die durchschnittliche Fehlerzahl in Vergleichsdiktaten aus den 70er Jahren und aus den Jahren nach 2000 von vier Fehlern auf sieben Fehler gestiegen. Ein Anlass für Uwe Grund, die Rechtschreibreform als „Flop“ zu betrachten: „Sie hat in das historische, gewachsene orthographische Regelwerk eingegriffen, ohne den damit verknüpften Anspruch [der Vereinfachung] einzulösen.“ Und auch Josef Kraus, der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, befindet: „Ein gescheitertes Projekt – gehen wir zurück zur bewährten Schreibung, wie wir sie noch bis 1995/96 hatten.“ Nicht nur die Schreib- und Lesbarkeit von Texten habe gelitten, sondern auch das semantische Differenzierungsvermögen.

Und noch von dritter Seite hagelt es zum 20. Geburtstag der Rechtschreibreform Kritik – vom Vorsitzenden des Deutschen Philologenverbands, Heinz-Peter Meidinger. Er geht in der Diskussion allerdings ins Grundsätzliche und bemängelt, dass der Rechtschreibunterricht seit den 90er Jahren von der Bildungspolitik deshalb systematisch vernachlässigt worden sei, weil er als „Bildungsbarriere“ galt. Wenn Meidinger recht (Recht) hat, wenn dem tatsächlich so ist, dann wäre mit dem Einreißen besagter „Bildungsbarriere“ eine neue Hürde für all jene Schüler aufgebaut worden, die nach Schulabschluss orthographisch unzulängliche Bewerbungsschreiben verschickten...

Was aber sagt der „Rat für deutsche Rechtschreibung“, dem noch bis 31. Dezember Hans Zehetmair vorsitzt, zu diesem Thema? Auch er sieht ganz klar die Notwendigkeit, die Leistungen der Schüler in der Rechtschreibung zu steigern. In einer aktuellen Stellungnahme zu „Rechtschreiben – eine Grundkompetenz in Schule und Gesellschaft“ fordert der Rat unter anderem: „genügend Lern- und Übungszeit für den Erwerb der Orthographie in der Schule“, dazu „die Formulierung von Mindeststandards für die Orthographie“ sowie „Lehreraus-, -fort- und -weiterbildung (sic!), in der die deutsche Orthographie fachwissenschaftlich, fachdidaktisch und lerntheoretisch angemessen berücksichtigt ist“.

Es scheint etwas im Argen zu liegen in Deutschland. Bildungspolitiker aller Parteien: Übernehmen Sie!

augsburger-allgemeine.de 27.8.2016

Die Augsburger Allgemeine schreibt hier „th“ für das griechische ϑ und „ph“ für φ, während sonst die halbreformierte „Orthografie“ aufgedrängt wird – allein wegen der verbreiteten Bequemlichkeitsschreibung Fotograf und Telefon. Das war eine der Schwachstellen, an denen die Reformklempner (Reform Plumbers) wieder ihre Einbruchswerkzeuge angesetzt haben, um mit der Taktik der „gezielten Variantenführung“ bisher ungebräuchliche f-Schreibungen durchzudrücken. Nur bei der „Filosofie“ wagte man es nicht.

(Da hier viel Bekanntes wiederholt wird, sollte der Artikel gekürzt werden. Aus Zeitmangel habe ich es bisher unterlassen.)

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