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Forum > Rechtschreibforum
Zu Weihnachten
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Detlef Lindenthal
22.12.2018 19.31
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Unseren Schreibern und Lesern:
Frohe Weihnacht
und ein gutes neues Jahr
2019
!

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Detlef Lindenthal

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Detlef Lindenthal
26.12.2013 21.02
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Unseren Schreibern und Lesern:
Fröhliche Weihnachten
und ein gutes neues Jahr
2014
!

__________________
Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
22.12.2010 10.06
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Weihnachtsmannbeweise

Und es gibt ihn doch!

Darf man Kindern die Wahrheit über den Weihnachtsmann verraten – oder nicht? In unserer Geschichte steckt die Antwort hinter einer Tapete.


In dem Jahr, in dem das Wunder passierte, war es vor Weihnachten noch ein bisschen hektischer als üblich. Tobias hatte sich vorgenommen, vor den Feiertagen das Kinderzimmer zu tapezieren. Rau[h]faser, das ging irgendwie nicht mehr, Motivtapeten waren wieder im Kommen. Dezente Motivtapeten. Also stand er, zusätzlich zu all den anderen Sachen, die zu erledigen waren, in jeder freien Minute in Charlottes Zimmer und kratzte mit dem Spachtel die alte Rau[h]faser ab, unter der noch drei oder vier ältere Schichten klebten, die ihm einen Widerstand leisteten, als seien sie die Leibgarde von Osama Bin Laden [!]. Charlotte schlief im Gästezimmer.….
Eine einzige Wand musste er noch von der Rau[h]faser befreien, …

Sein Blick fiel auf einen großen Fetzen, der zu seinen Füßen lag. Auf dem Fetzen stand das Wort: „Weihnachtsmann“. Auf englisch. In der Überschrift. Santa Claus.
Er hob das Papier auf. Es war eine uralte Zeitung. Es war, wie es aussah, der Leitartikel, den er in der Hand hielt.
Ein Mädchen, Virginia, acht Jahre, hatte einen Leserbrief geschrieben. Er wurde im Vorspann zitiert. „Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der ,Sun‘ steht, ist immer wahr. Bitte sagen Sie mir – gibt es einen Weihnachtsmann?“
Der Journalist, vielleicht war es der Chefredakteur, schrieb eine lange Antwort. Die wichtigste Passage lautete ungefähr: „Ja, es gibt den Weihnachtsmann. Es gibt ihn genauso wie die Liebe, …

Später, in der Nacht, im Internet, würde Tobias erfahren, dass die Zeitung „The New York Sun“ hieß, und dass dieser Artikel zum ersten Mal im Jahr 1897 gedruckt wurde, als Antwort auf die Frage des Mädchens Virginia, und von da an jedes Jahr, weil die Leser es wollten, jedes Jahr zu Weihnachten, so lange es die Zeitung gab, bis 1950 …

tagesspiegel.de 18.12.2010

Nun, wir Großen verlangen nach strengeren Begründungen. Zu fundierten Beweisgängen kann die Philosophie anregen – etwa den ontologischen Beweis zu versuchen, oder den teleologischen, psychologischen, axiologischen, moralischen, ethnologischen ... Weihnachtsmannbeweis. Am überzeugendsten ist die Pascalsche Systemwette: Es ist sicherer, an den Weihnachtsmann zu glauben. Dadurch hat man keine Nachteile, selbst wenn es ihn nicht geben sollte. Das ist besser, als wenn man sich nach einem freudlosen Leben in Verzicht und Unglauben von seinen Enkeln sagen lassen muß, daß es den Weihnachtsmann in Wirklichkeit doch gibt.

Allen frohe Weihnachten, geist[er]reiche Rauhnächte und ein Gutes Neues Jahr.


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Sigmar Salzburg

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Detlef Lindenthal
25.12.2008 19.42
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Den Lesern und Schreibern der Rechtschreibseiten
wünsche ich
fröhliche Weihnachten.


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Detlef Lindenthal

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Norbert Lindenthal
30.12.2007 08.56
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mehrere …

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Detlef Lindenthal:

Gültigkeitskette


Oh, was Brauchbares zu Weihnachten.

Ich habe mir mal ne Kopie zum Mitspielen gezogen. An den Enden der Gültigkeitsketten-Kopie sind Verschlüsse zu finden, mit denen an Kettengliedern angekuppelt werden kann. Mal sehen, was sich damit wieder Nützliches machen läßt.
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Norbert Lindenthal

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PL
27.12.2007 02.34
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Hundertmillionen Menschen verstehen deutsch; aber nur vier oder fünf von ihnen schreiben hin und wieder in diesem Forum. Weshalb nicht mehr als vier oder fünf? Warum nicht Adolf Muschg? Dieser z.B. aus Dankbarkeit mir gegenüber? Denn immerhin verkaufte ich im Jahre 1973 als Angestellter in der Buchabteilung des Kaufhauses Jelmoli in Zürich seine ‚Liebesgeschichten‘ nicht ohne Widerwillen.

Adolf Muschg: Auch sein Name steht auf der Liste der Professoren (vor den beiden Wörtern ‚Liste‘ und ‚Professoren‘ hätte ich jeweils mindestens ein Eigenschaftswort einfügen können). Von ihm, dem berühmten Doktor und Professor, Germanisten, Anglisten, Philosophen, Schriftsteller und ehemaligen Präsidenten der Berliner Akademie der Künste wissen wir, daß er auf seiner Schreibmaschine ein großes B zu tippen pflegte – ein großes B als Pseudo-Eszett. Ein wahrer Daniel ist einer, der nicht bloB so heiBt, sondern einer, der den BiB der Löwen zu fürchten weiB.

Dafür, daß mir dieses Jahr keine Weihnachtsgeschichte eingefallen ist, bitte ich meine Sprachfreunde Detlef und Norbert Lindenthal, Sigmar Salzburg und Karl-Heinz Isleif um Verzeihung. Allen andern wünsche ich gute Besserung.

Peter Lüber

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Detlef Lindenthal
26.12.2007 06.47
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Alle Jahre wieder:
Fröhliche Weihnachten!

Es gibt auch Weihnachtsgeschenke. Ich zum Beispiel habe das Wort Gültigkeitskette geschenkt bekommen. Ich finde es noch spannender als eine elektrische Eisenbahn. Bitte – bitte – Ihr dürft es alle mal haben, am besten gleich eine Kopie anlegen, keiner braucht zaghaft zu sein, es ist unverwüstlich, unkaputtbar und formstabil wie ein Fußball. Also: kräftig zerren, zielen, treten, dribbeln, knoten, verketten, verbinden, vernetzen, Tore schießen usw.;
und das Schöne dabei: Mit Mannschaften, entgegengesetzten Spielrichtungen, Schiedsrichtern, Millionenpublikum macht es noch viel mehr Spaß, damit zu spielen.

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Detlef Lindenthal

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Norbert Lindenthal
25.12.2006 17.22
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Sonnengedanken

Im Tal nebelgeflutet der Angriff auf meine generationenerprobte Sprache.
Von der Winteralm ein weiter Blick drüber hinweg zu zwei zeitgemäßen Werkzeugen:

Normalfilter.de
und
FireFox-Schreibstöpsel von Uwe Schlenther

Diesen Volksentscheid werden wir schon reiten.
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Norbert Lindenthal

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PL
25.12.2006 14.19
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Gruß zum neuen Jahr



Das Bild zeigt den Kleinen und den Großen Mythen, betrachtet vom Roßberg aus. Unter dem Nebelmeer verborgen liegt der Lauerzersee. Im Hintergrund, tief verschneit, ist ein Teil der Urner Alpen zu erblicken.

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PL
25.12.2006 12.42
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Lieber Detlef!

Betrachten wir irgendeinen jener Akademiker: Er ist ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft; verheiratet, Vater zweier Kinder, politisch eher konservativ eingestellt und ganz gewiß kein Kritiker der staatlich anerkannten Kirchen. Er hat Generationen von Studenten unterrichtet, die heute noch, erfüllt von Dankbarkeit, bewundernd zu ihm aufschauen. Seine unzähligen Publikationen werden weltweit gelesen und von manchen seiner Kollegen anerkennend gewürdigt. Vielen Sozietäten gehört als korrespondierendes Mitglied an, und als anerkannter Experte erstellt er Berichte im Auftrag von Regierungen und Gutachten für einflußreiche Wirtschaftsunternehmen. Kurzum: Er ist eine Respektsperson. Wenn nun sein ganzer Kampf gegen die Rechtschreibreform lediglich darin bestanden hat, seine Unterschrift unter einen Appell zu setzen, dann ist er in meinen Augen nichts anderes als ein fauler feiger Sack.

All jene hochangesehenen Akademiker zusammengenommen haben nicht einen Bruchteil dessen geleistet, was der einfache Gymnasiallehrer Stefan Stirnemann im Kampf gegen die Staatswillkür vollbracht hat. Diesem Freund der Schrift und Rede, seinem Mut und seiner Tapferkeit gilt meine Hochachtung. Von ihm könnten die Exzellenzen und Zelebritäten (welche vielleicht Aliens sind und auf der Erde als Biomechanoiden ohne Verantwortungsbewußtsein umherstapfen), noch einiges lernen, z.B. Sorge zu tragen zu unserem Kulturgut, zugunsten unserer Kinder.

Ich hoffe, mein Schicksal vergönnt es mir, dereinst Deiner liebenswerten Einladung zu folgen und eine Reise nach Flachland Deutschland anzutreten – mit Bergkäse im Gepäck versteht sich. Meine besten Grüße eilen mir schon voraus.

Peter Lüber

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Detlef Lindenthal
24.12.2006 16.57
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Allen Rechtschreibfreunden eine
frohe Weihnacht!


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Detlef Lindenthal

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Detlef Lindenthal
24.12.2006 16.48
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Ja, lieber Peter, ich sehe, daß es mehrere Leitfiguren gab; Professor Doktor Ickler ging fort nach dem Fortgang des Verlegers Dräger zu dessen Lieblingsfeind Verleger Lachenmann, nachdem dieser mit der veruntreuten Spendenkasse fortgegangen war.

Zum Fortgang der Dinge gehört ein Vorgang, der naturgemäß vor den Foristen verborgen war: Im Hochsommer 2004 trafen sich Verleger Dräger und meine Wenigkeit auf einer hohen Düne hoch über dem süddänischen Nordseestrand, und in sengender Sonne bei sanftem Seewind haben wir wegen der Wörterbucharbeit stundenlang aneinander vorbeigeredet: Herr Dräger wollte eine Redaktion aus weisungsgebundenen studentischen Billigkräften und nach einigen Monaten dann eine Buchausgabe, und ich wollte in etwa das, was mit Wikipedias Wiktionary dann begonnen wurde: ein netzgestütztes offenes Wörterbuch mit einer Kernredaktion, an dem alle Wörterbuch- und Rechtschreibfreunde mitarbeiten können und in welchem dann z.B. auch jede Auskunft über die „Reform“ herausgelesen werden kann (z.B.: Welche Wörter sind seit welchem Duden wieder erlaubt?); von diesem Wörterbuch kann dann jederzeit als Untermenge die Druckvorlage für ein Papierwörterbuch abgespalten werden.
Das deutliche Ergebnis dieses Gespräches war, daß Herr Dräger zu meinem Vorschlag sehr wortkarg war und eine gemeinsame, offene Lösung nicht wollte. Es war trotzdem ein schöner Nordseesonnentag.

Im nachhinein ergibt sich ein schlüssiges Bild: Herr Dräger hat sich Herrn Lachenmanns Vorarbeit angeschlossen und hat erst meinen Bruder aus der Redaktion herausgebrochen (der als So-gut-wie-Vollzeit-Mitarbeiter wirtschaftlich angreifbarer war als ich, der ich nur Feierabend-Mitarbeiter war) und dann das Herausbrechen mit viel fragwürdiger Energie und sehr hohem Kosteneinsatz mit mir versucht; die Landgerichtsprozesse (eidesstattliche Falschaussage, Rechtsbeugung) habe ich bisher leidlich durchgestanden, ich lebe noch, bin noch verfügbar und habe zusammen mit meinem Bruder nach wie vor die Technik und die Forendaten, welche durch Paarhufer und Bergrutsche derzeit wohl eher nicht angegriffen werden.

Zu Deiner Hochschullehrerschelte: Professoren sind eine sonderbare Art; Prof. Ickler z.B. kann sicherlich 5mal so gut deutsch wie ich, ist 5mal so fleißig usw., aber er ist nicht 50mal so gut wie ich oder wie ein Duden-Wörterbuchredakteur, und deshalb ist sein Papier-Wörterbuch zu kurz gesprungen und erfolglos.
In Sachen Beratungsresistenz rangieren Professoren absolut an der Spitze – der liebe Gott weiß alles, der Professor weiß alles besser. Die mir bekannten Professoren machten auf mich den Eindruck, als wenn sie nicht gut im Vernetzen sind. Oder zum Beispiel Wikipedia: Dort wird nicht nach Professorentiteln gefragt, aber die Wp ist erfolgreich.

Meine Folgerung: Wir sollten nicht zu lange auf die F.A.Z. und ihre beamtete und habilitierte Leserschaft schimpfen, sondern rechtzeitig beginnen, das Vernetzen zu üben. Dafür will ich in der Weihnachtszeit weiter am Katalogmeister basteln.

Schöne Grüße,
__________________
Detlef Lindenthal

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PL
24.12.2006 03.38
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Lieber Detlef!

Soeben bin ich aufgewacht, einer Erkältung wegen. Also nutze ich Die Zeit, Dir zu antworten.

Nach aufmerksamer Durchforschung dieses Forums kann ich ruhig behaupten, daß Professor Doktor Theodor Ickler der Leithammel war, der, dadurch, indem von dannen zog, hier für den Einzug der Ruhe sorgte. Leider fand er während seiner reflexartigen Flucht keine Zeit mehr dafür, die Unordnung aufzuräumen, welche er mit seiner Gefolgschaft angerichtet hatte. Nun gut, der ihm gebührende Platz in der Historia der Menschheit ist ihm gesichert und, wer weiß, vielleicht wird eines Tages der Ursprung des Gesetzes, daß jedes Schaf das Recht hat, ungeschoren davon zu kommen, auf ihn zurückgeführt werden.

Am 13. dieses Monats veröffentlichte er eine Liste mit dem Titel „Professoren gegen Rechtschreibreform“. Diese Liste stammt aus dem Jahre 1998 und ist so lang, daß keiner sie lesen kann, ohne daß ihm dabei langweilig wird. – Und alle diese aufgeführten Titelträger vermochten es nicht, das zweitgrößte Verbrechen Deutschlands zu verhindern: den mutwillig herbeigeführten intellektuellen Bankrott!

In diesem Forum schrieben, unter ihrem wirklichen Namen, einst Leute, vor denen ich eine hohe Achtung hatte (den Anonymen gilt heute noch meine uneingeschränkte Verachtung). Aber auch sie zogen der flüchtenden Heerschar feiger Lämmer hinterher. Heute beschweren sie sich in der Rubrik der Leserbriefschreiber der FAZ darüber, daß sich die Herausgeber ihres Leibblattes künftig der Rechtschreibung bedienen werden, die den Kindern in den Schulen beigebracht wird.

Erwachsene bringen den Kindern die Rechtschreibung bei, nicht wahr? Ja, wie weit her ist es dann mit der Rücksichtnahme auf die Kinder? Wer unterrichtet die Kinder? Und nach welchen Direktiven? Die FAZ beugt sich den Direktiven der skrupellosen deutschen Kulturbürokraten: Diese Wahrheit sei sämtlichen deutschen Akademikern von einem Bauerntrottel ins Hirn gehämmert.

Nun lege ich mich wieder schlafen.

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Detlef Lindenthal
23.12.2006 21.52
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Weihnacht zwischen Alp und Watt

Lieber Peter,

danke für Deinen Dank (solche Beachtung verpflichtet!)
Mit meinem Bruder bin ich darin einig, daß es gut ist, daß das Gras wieder sprießt und daß ein guter Bewuchs jede Alm und auch Deine Chäsere-Alp obenhält und davor bewahrt, abzugleiten und freundliche, durch viele Jahrhunderte gewachsene Kultur-Siedlungen unter sich zu begraben.
Beim Hufviehbestand kommt es, da gebe ich Dir recht, auch etwas auf dessen Anzahl an, insbesondere aber auf seine Arteigentümlichkeiten und Verhalten. Insofern sollten wir noch mal darüber nachdenken, ob der verschwundene Ober-Paarhufer wirklich ein Leithammel war oder vielleicht eher ein ungünstig riechender Ziegenbock, der kein Erbarmen mit Obstbäumen und Schutzwald kennt, und mit Jungswuchs und Baumschulen schon gar nicht, und der mit seinen bockigen und ziegigen Begleitungen in breitem Angriff die Bepflanzung weggeraspelt hat.
An den >> … Spruch des HERRN: „… ich kenne dich mit Namen“ …<< glaube ich, er gibt mir regelmäßig Mut. Ich glaube an sowas wie höhere Gerechtigkeit, und es ist mir ein innerer Auftrag, durch verantwortbares Wirken vermehrter Gerechtigkeit auf die Welt zu helfen. Wir sollten darüber mal wieder vernetzt nachdenken.
>> Manchmal, wenn ich abends auf einem Felsen hocke ... << – Deine analytischen Gedanken über anonyme Blökerei etc. sollten wir vertiefen; wir können im Frühsommer prüfen, ob sie genauso kraftvoll kommen, wenn Du, statt vom Felsen, die Sonne vom Nordseedeich aus untergehen siehst; bist herzlich eingeladen für eine Technik-Arbeitsstrecke, und bring Chäs mit.

Auch habe ich Dir ein Weihnachtsgeschenk gebastelt, kannst mich anrufen deswegen oder mir schreiben; ich will gleich noch weiter daran bauen – Macht hat, wer macht, und mit Werkzeug macht Macht besser voran als ohne.

Gute Grüße in die Schweizer Schweiz (ich muß da unterscheiden, denn ich bin in der Holsteinischen Schweiz aufgewachsen, das ist das Fluß- und Seengebiet zwischen Kiel und Eutin),
und
gute Weihnachten in deutschen Landen und umzu!

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Detlef Lindenthal

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PL
23.12.2006 14.43
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Zu Weihnachten

Lieber Detlef!

Auch wenn die bevorstehenden Feiertage mich dazu ermuntern, ein biblisches Gleichnis anzuführen, ziehe ich es vor, als Arbeiter- und Bauernsohn, der manchen Sommer in seiner Kindheit glücklich auf der „Chäsere-Alp“ verbringen durfte, selbst etwas zu erfinden, um es Dir zu lesen zu geben.

Seitdem der Leithammel dieses Forum verlassen hat, die ganze Herde elitärer Schafsköpfe hinter sich herziehend, ist es hier ruhiger geworden. Das Gras wächst wieder nach, und der Duft frischer Kräuter weht den Standhaften um die Nase. Mit Freude sehe ich, daß meine Stilblüten nicht von arroganten akademischen Böcken zertrampelt werden, sondern sich frei entfalten dürfen.

Nach dem mir heute noch unerklärlichen, überstürzten Fortzug der Herde dachte ich: Jetzt wird hier alles verwalden und verwildern. Doch diese Befürchtung war unbegründet: Denn die Gepflogenheit, alles, was dem Herdentrieb widerstrebt, in Grund und Boden zu stampfen, zog mit der Herde fort.

Manchmal, wenn ich abends auf einem Felsen hocke, geblendet von den letzten Strahlen der untergehenden Sonne, kommen mir Dinge in den Sinn, die ich gedanklich kaum zu verarbeiten vermag. Dann werfe ich einen Stein ins Tal, hoffend, den letzten Schafskopf zu treffen. Zum Beispiel ist mir letzten Sommer die Frage in den Sinn gekommen, warum Schafe, die ja so zahlreich sind, daß kein Hirte auf den Gedanken käme, ihnen allen einen Namen zu geben, gerne anonym blöken. Um danach nicht ins abgrundtiefe Grübeln zu geraten, tröstete ich, Geißenpeter, mich damit, daß solche Fragen nicht in mein Spezialgebiet fallen – obschon mich der Spruch des HERRN: „… ich kenne dich mit Namen“, noch bis in den tiefsten Schlaf verfolgte.

Ich danke Dir, Detlef, von ganzem Herzen dafür, daß Du mich hier, auf Deiner Alp, als Älpler gewähren läßt und bitte Dich, Deinen Bruder Norbert von mir zu grüßen.

Peter Lüber

P.S.: In Einsiedeln gibt es Schafböcke zu kaufen:

http://www.diorama.ch/einsiedeln/heidi/default.htm?/einsiedeln/heidi/schafboe.htm


– geändert durch Peter Lüber am 23.12.2006, 22.25 –

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