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Spektrum der Wissenschaft
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Sigmar Salzburg
20.05.2021 15.11
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Spektrum missioniert ...

... penetrant für das Gegender (Wiki: etwa „Vergeschlechtlichung“):

... Auf ihrem Weg ohne Endziel horcht die Sonde [Voyager 1 1977] ins All hinein, dort wo von unserer Sonne ausgesandte Materie auf galaktische Teilchen und Felder trifft... Die Gruppe um Studienautorin Stella Ocker von der Cornell University in Ithaca, New York, entdeckte die Wellen des interstellaren Plasmas,...

In der Vergangenheit hatten Astrophysikerinnen und Astrophysiker ähnliche Messungen von interstellaren Plasmawellen durchgeführt, die von Sonnenereignissen ausgelöst worden waren.
Den Deutschen wird zum Fluch, daß ihre Sprache präziser ist als das Englische, weil sie durch Anhängen einer Silbe das biologische Geschlecht andeuten kann. Die genannte Bachelorette (seit 2018) braucht für sich nur einmal auf ihrer Webseite anzugeben ...
Stella Koch Ocker
astrophysicist (she/her/hers)
... und darf nun, einzige Frau ihres Teams, fröhlich über alle „astrophysicists“ der Welt schreiben, ohne jedesmal, wie im Gender-Deutsch, 23 Anschläge hinzuzufügen zu müssen – nutzlos wie das fünfte Rad am Wagen, jeder natürlichen Sprachökonomie widersprechend.

Nebenbei: Während des 44jährigen Voyager-Flugs hat sich die Menschheit von 4,2 auf 7,8 Milliarden vermehrt. Nach acht Jahren Baerbock und Grünem Programm kann die Verdoppelung erreicht sein. Das ist die eigentliche, aus „Correctness“ unterschlagene Ursache des Klima„wandels“. Dann wird es hier noch enger und befremdender.

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Sigmar Salzburg
17.05.2021 04.23
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Scinexx ,wissenschaft.de, natur.de und DAMALS.de

NADJA PODBREGAR
Online-Redakteurin

Nadja Podbregar (*1968) wollte eigentlich Molekularbiologin werden, merkte aber schnell, dass es viel spannender ist, auch mal über den Tellerrand einer Fachdisziplin zu schauen. Nach dem Biologie-Diplom und einer Ausbildung zur Fachzeitschriftenredakteurin kam ihr das Schicksal zu Hilfe: Ein Praktikum lockte sie aus Berlin nach Düsseldorf zur Multimedia-Agentur MMCD und bescherte ihr ihren Traumberuf: Wissen vermitteln auf allen Kanälen – vom Filmdrehbuch über Interaktionen für Schule und Museum bis hin zu Büchern und Texten. Seit mehr als 15 Jahren [seit 1998 lt. Wiki] betreut sie zudem das Online-Magazin scinexx, seit 2012 als Chefredakteurin. Seit Januar 2013 gehört sie auch zum Team von wissenschaft.de, natur.de und DAMALS.de.
wissenschaft.de/redaktion

Kürzlich las ich von der verdienten Wissenschaftsredakteurin im selben Text neben „die Forscher“ gleich dreimal hintereinander „die Forschenden“. Es scheint auch anderswo Beschlüsse zur Anwendung des genderischen Falschdeutschs zu geben. Ob das auch ihrer eigenen Auffassung entspricht, war bisher nicht auszumachen.

„Spektrum“ hat außerdem nie aufgehört, sklavisch die Albernheiten der Ur-Reform von 1996 zu befolgen.


https://youtu.be/eCLp7zodUiI »Ministry of Silly Walks«,
(Bildqualität leider nur noch geringwertig zugelassen)

__________________
Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
16.05.2021 17.33
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Kündigung des Abonnements

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 16.05.2021 um 12.07 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1040#45956

Die Gesellschaft und die Sprache entwickeln sich weiter. Bislang hatten wir in unseren Texten ausschließlich das generische Maskulinum verwendet. Im Spektrum Verlag haben wir beschlossen, von nun an auch eine geschlechtsneutrale und inklusivere Sprache umzusetzen. Das ist kein politisches Statement, sondern ein Tribut an die Fairness und Weltoffenheit. Wir reihen uns mit diesen Anpassungen in die Gepflogenheiten anderer Medien und Wissenschaftsorganisationen ein. (Sterne und Weltraum 6/2021)

Es klappt zwar nicht so richtig, aber mit den „Beobachtenden“ von Sternen möchte ich nichts zu tun haben. Ich habe mein Abo natürlich sofort gekündigt.

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Sigmar Salzburg
26.02.2021 04.16
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Dauerbelästigung Reformstuß

Astronomen haben am Südpol ein Neutrino nachgewiesen, das ein supermassereiches Loch im Herzen einer Nachbargalaxie vor 700 Millionen Jahre in unsere Richtung katapultiert hat. Zwar ist es seit Längerem [aber: seit vorgestern] nichts Außergewöhnliches mehr... In diesem Fall zeigte die Spur in Richtung des Sternbilds Delfin:... Die Galaxie hatte Astronomen schon im April 2019, ein halbes Jahr vor dem Neutrinotreffer am Südpol, auf sich aufmerksam gemacht [durch eine] eine ungewöhnliche Helligkeitsveränderung, die schließlich auf ein so_ genanntes »tidal disruption event« (TDE) zurückgeführt werden konnte.
spektrum.de 2.2.2021

„Delphin“, eben spießig zu „Delfin“ reformiert, muß jetzt für die englische Veröffentlichung rückreformiert werden:

They found it likely came from the galaxy designated „2MASX J20570298+1412165“ in the constellation Delphinus, the dolphin, and is located about 750 million light-years from Earth.
space.com 23.2.2021

PS: Das Neutrino verspätete sich um ein halbes Jahr. Daraus folgt eine Geschwindigkeit von 714 Millionstel Prozent unterhalb der des Lichts. Ein Rückschluß von der gemessenen Energie von 200 TeV auf seine ursprüngliche „Ruhemasse“ scheint nicht zu funktionieren.

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Sigmar Salzburg
23.02.2021 07.32
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Sechs Eingriffe, die unser Deutsch häßlich gemacht haben

Informatik
Zehn Algorithmen, die die Wissenschaft revolutioniert haben


Die so genannte schnelle Fourier-Transformation (englisch: Fast Fourier Transform, kurz: FFT) braucht nur noch Nlog2(N) Schritte für N Daten. Damit verbessert sich die Geschwindigkeit enorm: Für 1000 Punkte beträgt der Zuwachs etwa das 100-Fache, für eine Million das 50 000-Fache.

spektrum.de 22.2.2021 (Übersetzung des „Nature“-Textes aus der unreformierbaren, 20fach schwierigeren englischen Orthographie.)

„Reform“ – ca. 3300 Wörter: 9 dass; 14 sonst Reform-ss; 2 so_genannt, 2 aufwändig, zu_Grunde, das 100-Fache

Kosten der Gesamt-„Reform“ umgerechnet geschätzt 25 Mrd. Euro, dazu Milliarden wertlos gewordene Deutsch-Lehrbücher und Lexika im Ausland.

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Sigmar Salzburg
29.07.2020 12.40
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Gänsliche Reform bei Spektrum

Die populärwissenschaftliche Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ war ursprünglich eine Übersetzung der amerikanischen „Scientific American“, in der Wissenschaftler, oft Nobelpreisträger, allgemeinverständlich über ihre Arbeit berichteten. Seit der etwas verspäteten Übernahme der Rechtschreib„reform“ wurde das Niveau kontinuierlich gesenkt und schließt jetzt auch Trivialwissenschaft und „Gott“ nicht mehr aus. Die unsinnige Trennscheibe der „Reform“ von 1996 wurde sturheil beibehalten:

Umstrittene Wiesenbewohner: ... Kanadagans
Mensch und Gans verbindet die Liebe zu grasumsäumten Wasserflächen. Für viele sind sie darum eine nervige Plage. Was kann man tun? Und was sollte man?
von Thomas Krumenacker

... Deutschland, die Niederlande und Belgien – ihre neuen Hochburgen auf dem europäischen Kontinent – hat Branta canadensis nicht auf eigenen Schwingen erreicht. Vielmehr wurde sie ursprünglich als Ziervogel eingeführt. Die Freilassung einiger Vögel in München im Jahr 1826 gilt als der Startschuss für die Einführung der Art in Deutschland...

Vor allem gut_betuchte Adelige und Großindustrielle begannen in den 1950er Jahren und verstärkt in den Folgejahrzehnten damit, die stolzen Gänse als Zierde in ihren Schlossanlagen und Parks auszusetzen, berichtet Susanne Homma. Die Biologin erforscht seit mehr als 20 Jahren Kanadagänse und andere eingebürgerte Arten, so_genannte Neozoen, die ursprünglich in anderen Weltregionen heimisch waren...

Weil im selbst_ernannten Arbeiter- und Bauernstaat DDR adelige oder wohlhabende Liebhaber exotisch anmutender Gänse fehlten und dort generell kaum Gänse ausgesetzt wurden, ist die Kanadagans hier_zu_Lande bis heute ein Wessi: Von Berlin abgesehen kommt die Gans fast ausschließlich in Westdeutschland vor...

Neozoen schlägt allerdings generell viel Skepsis entgegen. Manche Forscher sprechen sogar von Rassismus. Häufig wird kein Unterschied zwischen Neubürgern gemacht, die für die einheimischen Ökosystemen unbedenklich sind, und so_genannten invasiven Arten. Als invasiv – und damit auch gesetzlich zu bekämpfen – gelten allein jene gebietsfremden Arten, die sich negativ auf angestammte Spezies oder das Ökosystem auswirken, beispielsweise weil sie einheimische Arten verdrängen. [ Der Tierschutz ist da eben weiter.]

spektrum.de 28.7.2020

1791 Wörter: 14 nichtsnutzige „dass“ statt „daß“; 7 Reform -ss statt ß; Reformtrennscheibe: groß gewachsen, weit verbreitet, gut betucht, 2 so genannte, selbst ernannt, hier zu Lande, sonstige „Erleichterungen“ potenziell
Am 1.5.2002 hatte ich mit meinen Kindern in 54°25‘27,0“/10°08‘00,0“ an einem Kanada-Gänserich die Ringnummer Helgoland 265336 abgelesen. Er war ein Jahr zuvor in Kiel beringt worden. In diesem Frühjahr stand ein Gänserich (ein anderer?) auf der Wiese vor dem Wohnzimmerfenster in Altenholz und wartete auf seinen Nachwuchs, der von seiner Frau am Ufer des Dorfteiches noch erbrütet wurde. Dann führte er seine fünf Jungen stolz vor und verteidigte sie gegen die anderen Gänse, Enten, Krähen, Möwen und Teichhühner – eine gut integrierte Familie. – P.S. Eben höre ich, daß sie mit unbekanntem Ziel verzogen ist.

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Sigmar Salzburg
11.04.2020 09.13
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„Triage“ und die Ethik

Das Wort „Triage“ ist mir in diesem Zusammenhang bisher noch nicht begegnet. In „Spektrum der Wissenschaft“ (in Urreformschreibung) wird es ausführlich erläutert und sein ethischer Inhalt diskutiert:

Für den Fall der Fälle haben medizinische Fachgesellschaften sowie der Deutsche Ethikrat jüngst Empfehlungen für Deutschlands Ärzte veröffentlicht . Was davon zu halten ist, wie das System namens Triage funktioniert und warum kein neues Gesetz die Entscheidung über Leben und Tod regeln sollte, erklärt der Notfall- und Intensivmediziner Leo Latasch im Interview.

»Spektrum.de«: Triage bedeutet, dass begrenzte medizinische Ressourcen zuerst denen zur Verfügung gestellt werden, die sie am dringendsten brauchen. Wie darf ich mir das genau vorstellen?

Leo Latasch: Verletzte bei einem Großschadensereignis werden zum Beispiel in drei Kategorien eingeteilt. In der Kategorie Rot landen Patienten, die eines sofortigen Transports und in der Klinik einer sofortigen Versorgung bedürfen. In der gelben Kategorie sind auch Schwerverletzte, deren Versorgung aber mehrere Stunden warten kann. Und in der grünen Kategorie sind jene, die sich zum Beispiel einen Arm gebrochen haben und damit ein paar Tage rumlaufen können, ohne dass sie akut gefährdet wären. Nach diesem System wurde zum Beispiel beim ICE-Unglück von Eschede gearbeitet.

Wie steht es hier zu Lande um die medizinischen Ressourcen?

Zum jetzigen Zeitpunkt ist Deutschland in Europa wohl am besten aufgestellt. Wir hatten zu Beginn der Krise 28 000 Intensivbetten, zirka 24 000 mit Beatmungsmöglichkeit. Davon waren etwa 70 bis 75 Prozent belegt, zum Beispiel mit Patienten nach großen Operationen oder mit Menschen, die schwer an der saisonalen Grippe erkrankt sind. Seit gut zehn Tagen haben die deutschen Kliniken alle nicht lebensnotwendigen Operationen ausgesetzt. Dadurch haben wir mindestens 5000 zusätzliche Beatmungsplätze geschaffen, 2000 bis 3000 weitere sollten wir in Reserve haben. Außerdem hat die Bundesregierung 10 000 Beatmungsgeräte bei einem deutschen Hersteller bestellt, die aber nicht sofort geliefert werden können. Vor diesem Hintergrund betrübt es mich, dass manche Menschen, auch Politiker, von einem Krieg sprechen...
Zu Wasser herrscht aber teilweise tatsächlich Krieg – wie auf dem Flugzeugträger „Theodore Roosevelt“ der US-Kriegsmarine, dessen Kapitän amtsenthoben wurde, weil er unverhohlene Kritik am weiteren Einsatz geübt hatte.
Wenn ein Patient aber erst mal an einem Beatmungsgerät hängt, ist es juristisch verboten, es wieder abzunehmen, auch wenn ein anderer damit primär eine größere Überlebenschance hätte. Das wäre zumindest Totschlag und ist nicht durch ärztliche Ethik oder durch Verordnungen vertretbar. Ganz einfach, weil niemand anordnen kann, wer das Recht auf Leben hat und wer nicht. Das ist auch die Position des Ethikrats.

spektrum.de 28.3.2020
Auch der Philosoph Matthias Warkus, der schon einmal „hier zu Lande“ zu Wort kam, äußerte sich zu den ethischen Problemen, wobei er selbstlos, anders als mein Hausarzt, auf seinen erweiterten Osterurlaub verzichtete und eine kleinschreibend gendernde Spiegel-Schwätzerin angriff:
Der Anlass dafür ist eine Äußerung der Schriftstellerin und »Spiegel«-Kolumnistin Sibylle Berg, die am 27. März twitterte:
hat eigentlich eines von euch schon mal daran gedacht wie es ist wenn man als ü 80jähriger mensch hört, dass man sterben soll damit irgend wer anderes überlebt. man nennt das selektion. gabs auch schon
— sibylle berg (@SibylleBerg) March 27, 2020
In dem mehr als 500-mal geteilten und rund 5000-mal mit »Gefällt mir« markierten Tweet stecken zwei Aussagen. Erstens: »Es gibt (in der aktuellen Pandemie) Überlegungen, dass über 80-Jährige sterben sollen, damit jüngere Menschen überleben.« Und zweitens: »Dies ist vergleichbar mit den Selektionen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern.«
... Wenn Sibylle Berg hier eine Analogie zu jedweder Art von Ressourcenabwägung in unserer gegenwärtigen Gesellschaft zieht, behauptet sie letztlich, Deutschland sei zur Gänze ein Konzentrationslager und alle hier Lebenden so etwas Ähnliches wie Lagerinsassen. Das ist eine Verunglimpfung der tatsächlichen Opfer und eine Beleidigung der Vernunft. Die Analogie macht auch, ernst genommen, jede Diskussion darüber, was ethisch aktuell tatsächlich geboten ist, unmöglich. Denn wenn die Hölle der industriellen Massenvernichtung und das, was heute ist, dasselbe sind, dann haben Abwägungen und Maßstäbe keine Bedeutung mehr.

spektrum.de 11.4.2020
Nun, wie es hierzulande, in Deutschland, tatsächlich aussieht, werde ich ja vielleicht demnächst erfahren. Vorgestern sprach ich an meinem Spazierweg vor ihrem Haus mit dem Eigentümer-Ehepaar, das ich dort noch nie gesehen hatte. Sie seien aus den USA, wo sie sonst meistens lebten, wegen der schlechten Gesundheitsversorgung dort für einige Zeit nach Deutschland geflüchtet.

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Sigmar Salzburg
27.11.2019 07.21
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Verkohlte antike Bibliothek:

Die Hoffnung auf das Unlesbare

Hunderte verkohlter Papyrusrollen aus Herculaneum warten darauf, gelesen zu werden. Noch nie waren die Aussichten so gut wie jetzt. Lüftet neue Technik das Geheimnis ihres Inhalts?

von Hannes Hoffmann

... Die Villa dei Papiri, die Villa der Papyrusrollen, war eine palastartige Anlage am Strand der Bucht von Neapel, am nordwestlichen Ende des Hafenorts Herculaneum. Im Herbst des Jahres 79 wurde sie, wie auch Herculaneum und Pompeji, bei einer Eruption des Vesuvs verschüttet. ...

... Als Erster bemühte sich der Illustrator und spätere Kurator des Museo Herculanense, Camillo Paderni, einige Rollen der Länge nach in Hälften zu schlagen. Dabei zerstörte er vor allem das Zentrum der Rolle... Trotzdem konnte der größte Teil des Bestands einem einzigen griechischen Autor zugeordnet werden, Philodemos von Gadara.

Eine Spezialbibliothek der Epikureer?

Philodemos schrieb vor allem zur Lehre Epikurs. Die Epikureer fanden Seelenruhe in der Vorstellung, dass Götter zwar existieren mögen, sich mit den Menschen aber nicht befassen. Die Statue eines ruhenden Merkurs, die in der Villa gefunden wurde, macht deutlich: Für den Götterboten gibt es nichts zu tun...

Die Kulturverwaltung dazu zu bewegen, Originale für Untersuchungen an fremden Instituten herauszugeben, hat sich als größte Hürde für interessierte Forscher herausgestellt. Die Verfügungsgewalt über die Rollen verleiht Instituten Bedeutung. Die Folge davon ist, dass bisher nur eine Hand voll röntgentomografischer Untersuchungen stattfinden konnte...

Hochauflösende dreidimensionale Röntgenbilder, so genannte Micro-CTs, enthalten demnach »subtile« Informationen zu Strukturunterschieden zwischen Tinte und Papyrus. Auf Abbildungen sind diese mangels Kontrast nicht zu erkennen. Ein selbst lernender Algorithmus aber könne die gesuchte Information aus 3-D-Scans gewinnen, wenn er vorher gezeigt bekomme, wie sich der »morphologische Kontrast« der Tinte äußert. Die Versuche demonstrierten zwar vorerst nur, dass die Software Tinte erkennt, die vielfach überzeichnet wurde. Doch die zu Grunde liegende Idee ist viel versprechend. Auf einem Micro-CT-Bild eines Fragments habe sein Algorithmus bereits einen kleinen, frei liegenden Buchstaben erkennen können, erläuterte Seales auf einem Vortrag in Malibu im Oktober 2019.

spektrum.de 23.11.2019

Orthographie – 2799 Wörter: 13 nichtsnutzige dass statt daß; 14 traditionsfeindliche ss statt ß; – ferner: nahe gelegen, 3 so genannte, zu Tage, als Erster, frei gelegte Bereiche, verloren gegangen, 2 zu Nutze, im Wesentlichen, 4 ... graf..., Stängel, wie viel, Hand voll, selbst lernender, die zu Grunde liegende Idee ist viel versprechend, frei liegend, halb fertige ...(Nicht alle Getrenntschreibungen sind falsch, aber der Zwang dazu; Kosten der „Reform“ ca. 25 Mrd. Euro.)

Das eindrucksvolle Gebäude der Villa zeigt den zivilisatorisch-technischen Hochstand, die Bibliothek den Freigeist der Antike. Epikur und Demokrit haben im Prinzip bis heute recht behalten – was man von den folgenden Überwältigungsreligionen nicht sagen kann.

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Sigmar Salzburg
05.11.2019 06.59
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Bewußtsein

1981 las ich an einem Strand nahe Genua Karl Poppers Buch über Wissenschaftstheorie. Die darin vertretene Deutung von Relativitäts- und Quantentheorie im Kapitel „Von Uhren und Wolken“ fand ich unzureichend. Darauf folgend las ich „Das Ich und sein Gehirn“ von Karl R. Popper und John C. Eccles, dem Neurophysiologen und Nobelpreisträger. Bemerkenswert ist die Einleitung im Vorwort:

„Ein wichtiger Unterschied zwischen den Autoren sollte indes sogleich erwähnt werden: er betrifft den religiösen Glauben. Einer von uns beiden (Eccles) glaubt an Gott und ein Übernatürliches, während der andere (Popper) als Agnostiker bezeichnet werden könnte...“
Aus der ausführlichen anatomischen und philosophischen Darstellung und Diskussion der beiden ging aber nicht eigentlich hervor, wie denn nun Bewußtsein zustande kommen könnte. Deshalb war ich begierig zu erfahren, wieviel weiter heute die Wissenschaft gekommen sei – im Spektrum-Artikel von Christof Koch:
Kognition: Was ist Bewusstsein?
Erst allmählich lüften Naturwissenschaftler ein Geheimnis, das Philosophen seit der Antike beschäftigt...

Die Theorie der integrierten Information (integrated information theory, IIT), die Tononi und andere, ich eingeschlossen, entwickelten, wählt einen anderen Ausgangspunkt: das Erlebte selbst. Jede erlebte Erfahrung besitzt bestimmte grundlegende Eigenschaften. Sie ist intrinsisch, existiert also nur für ihren »Besitzer«; sie folgt in einer zeitlichen Chronologie ... Außerdem bilden alle Eindrücke eine untrennbare Einheit...

Die IIT sagt voraus, dass keine noch so ausgereifte Computersimulation eines menschlichen Gehirns Bewusstsein erlangen kann – selbst, wenn sich ihre Antworten nicht von denen eines Menschen unterscheiden lassen...

Zwei Herausforderungen liegen nun vor uns. Zum einen müssen wir die neuronalen Spuren des Bewusstseins weiter herausarbeiten... In Anbetracht der immensen Komplexität unseres zentralen Nervensystems wird dieses Unterfangen allerdings noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Zum Zweiten müssen wir die beiden konkurrierenden Theorien des Bewusstseins mit Daten bestätigen oder widerlegen.

Vielleicht entsteht auch aus den Trümmern der beiden eine bessere Theorie, die das große Rätsel unserer Existenz befriedigend erklärt: wie aus einem drei Pfund schweren Organ mit der Konsistenz von Tofu ein Gefühl für das Selbst entspringt.

Christof Koch ist wissenschaftlicher Direktor und Präsident des Allen Institute for Brain Science in Seattle (USA)... Am California Institute of Technology in Pasadena entwickelte er zusammen mit dem Nobelpreisträger Francis Crick (1916–2004) eine neue Theorie des Bewusstseins.

spektrum.de 2.11.2019
Aus dem Bericht geht eigentlich nur hervor, daß nach letzten Untersuchungen der Bereich des Gehirns, der für das Bewußtsein zuständig ist, in der „heißen hinteren Zone“ zwischen Stirn- und Hinterhauptlappen zu verorten ist.

Gewaltsame „Fortschritte“ hat seit Popper und Eccles stattdessen die „Wissenschaft“ vom „leichteren Schreiben“ in Deutschland gebracht – auf erpresserischen Druck von Politik und Presse:
2651 Wörter: 13 nichtsnutzige dassstatt „daß“; 80 andere Reform-„ssstatt „ß“ , (davon 67 mit /bewusst/) 3 so_genannt, 1 nahe_gelegenen, zum Zweiten; traditionell: zum einen...
Zum eigentlich im Text Beschriebenen vermute ich, daß die Gesamtheit der am Bewußtsein beteiligten Neuronen zusammenwirken könnte wie in der Quantenphysik eine Simulation von gleichzeitig überlagerten quantenphysikalischen Zuständen.

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Sigmar Salzburg
27.10.2019 02.59
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Fort mit der Lügenzeit !

Als unsere Familie 1945 auf der Insel Fehmarn strandete, führte die britische Besatzungsmacht alsbald die Sommerzeit ein. Die Bauern hatten aber außerdem schon ihre eigene „Bauernzeit“. Das System wurde chaotisch. Nach 1950 hatte niemand das Bedürfnis, zur Zeitumstellung zurückzukehren. Jetzt haben Wissenschaftler bei „Spektrum“ ein „Plädoyer für die Winterzeit“, das heißt Rückkehr zur dauerhaften Normalzeit veröffentlicht:

Zwischen 1950 und 1980 gab es hier zu Lande jedoch keine Sommerzeit. Seit 1996 ist die halbjährliche Zeitumstellung innerhalb der EU einheitlich geregelt. Begründet wurde die Vereinheitlichung vor allem mit Vorteilen für Handel und mit effizienterem Energieverbrauch. Inzwischen wissen wir allerdings, dass keine Energie gespart wird.
Das ist wie bei der Rechtschreib„reform“, die auch weder Lernen noch Fehler erspart, für die ebenfalls mit aller Dreistigkeit ein ganzes Volk umgepolt wurde. Statt aber nun zur Wahrheit zurückzukehren, will der Wirtschaftsminister Peter Altmaier die dauerhafte Sommerzeit, weil die EU das zugelassen hat.
– aus wissenschaftlicher Sicht ist dies eine Fehlentscheidung... Die Bezeichnung »Sommerzeit« könnte viele dazu verführen, an die schönste Zeit des Jahres zu denken, an Wärme, eine farbenprächtige Natur, Urlaub, Strand oder Biergarten. Unwillkürlich erhält damit die ewige Sommerzeit etwas ausgesprochen Positives.
Nun bringen die Wissenschaftler zahlreiche Belege dafür, daß das dauerhafte Vorziehen der Lebensaktivität um eine Stunde (am Rand der Zeitzone sind es sogar 1,5 Stunden) schädlich für Mensch und Tier ist.
Wenn wir dauerhaft zu wenig schlafen, steigt zum Beispiel die Gefahr, Bluthochdruck, eine Herzrhythmusstörung oder Herzschwäche zu entwickeln... Die Zeitumstellung macht etlichen Menschen zu schaffen. Insbesondere so_genannte Abendtypen – auch »Eulen« genannt – und Menschen mit Schlafstörungen leiden darunter. Jugendliche sind häufig Eulen, das heißt, sie kommen morgens vergleichsweise schlecht aus dem Bett und bleiben dafür gern lange auf. Je später Menschen in die Gänge kommen, desto früher am Tag sollten sie Tageslicht ausgesetzt sein. Gleichzeitig ist ein Zuviel an Licht am Abend zu vermeiden.
Wie üblich lassen sich Politiker wie Altmeier nicht durch negative Erfahrungen anderer beeindrucken:
In Russland ... wurde 2011 die ganzjährige Sommerzeit eingeführt. Die Folgen für die Bevölkerung waren derart negativ, dass man sich 2014 für die durchgängige Normalzeit entschied... »Sommerzeit« mag sich gut anhören, bringt aber unerwünschte Nebenwirkungen mit sich und hat kaum positive Effekte. Im Gegenteil: Sie ist chronobiologisches Gift für uns.
Da die Politiker die Rücknahme von Unsinn als Rückschritt empfinden, darf es nie ein genaues Zurück geben. Die Erfahrungen der Russen mißachten wird uns aber noch „leid tun“ > „Leid tun“ > „leidtun“ > leid tun .

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Sigmar Salzburg
27.08.2019 06.20
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Bewußtsein

Spektrum.de bringt ein Interview mit dem Neurologen Wilhelm Nacimiento:

Wilhelm Nacimiento ist Chefarzt der Neurologie und Neurologischen Frührehabilitation an den Sana Kliniken Duisburg. Seit mehr als 30 Jahren behandelt er Patienten, die ins Wachkoma gefallen sind.
Nacimiento unterscheidet als Folge von Hirnschädigungen verschiedene mögliche Zustände:

Koma: Die vegetativen Funktionen sind lebenserhaltend ohne jegliches Bewußtsein.

Wachkoma, das apallische Syndrom, »Syndrom der reaktionslosen Wachheit«: Jegliches Bewußtsein fehlt, die Sinnesorgane, vor allem die Augen, erwecken mitunter den Eindruck, Sinnesreize zu folgen.

Zustand minimalen Bewußtseins: Nach den Hirnfunktionen kann ein minimales Bewußtsein am Übergang zum Wachkoma noch vermutet werden

Locked-in-Syndrom: Das Großhirn ist noch voll funktionsfähig, jedoch kann sich der Patient nicht mehr äußern, außer mitunter durch Augen oder Lidbewegungen.
Bewusstsein kann man in zwei Dimensionen beschreiben: durch Wachheit zum einen und Wahrnehmungsfähigkeit zum anderen.

Im Wachkoma ist die Wachheit erhalten – es lässt sich aber in einer klinischen Untersuchung nicht nachweisen, dass der Patient auch wahrnehmungsfähig ist...

Wichtig ist immer die Abgrenzung zu dem, was sich im Übergang zum Wachkoma entwickeln kann: das Syndrom des minimalen Bewusstseins...

Diese Patienten liegen bei oberflächlicher Betrachtung im Wachkoma, dabei verfügen sie über ein Bewusstsein, das durch klinische Untersuchungen teilweise zugänglich ist... Einer Metastudie von vor drei Jahren zufolge könnte es sich bei etwa 40 Prozent aller Patienten mit diagnostiziertem Wachkoma um eine Fehldiagnose handeln...

Manchmal hört man auch von Menschen, die nach einem Unfall in ihrem eigenen Körper gefangen sind: Sie bekommen alles mit, können sich aber nicht äußern.

Dieses so genannte Locked-in-Syndrom ist von Koma und Wachkoma klar abzugrenzen. Ein Locked-in-Syndrom entsteht, wenn im Hirnstamm Nervenbahnen unterbrochen sind, die von der Großhirnrinde zum Rückenmark und zu den Hirnnervenkernen ziehen... Diese Patienten sind aber wach und komplett wahrnehmungsfähig, weil ihr Großhirn intakt ist. Mit den Augenbewegungen kann ein Code generiert werden, der eine komplexe Kommunikation oder gar mit technischen Mitteln Schreiben ermöglicht.

Das Wachkoma ist in dieser Hinsicht bei Weitem kein einheitliches Syndrom. Unzählige unterschiedliche Hirnschädigungen können dem zu Grunde liegen... Die häufigsten Ursachen sind schwere Schädel-Hirn-Traumata und die so genannte hypoxische Hirnschädigung...

Der Übergang von Koma zu Wachkoma ist dann häufig graduell: Die Patienten sind wegen schwerer Hirnschädigungen anfangs im Koma, später öffnen sie die Augen, sind aber nicht reaktionsfähig. Je länger das Wachkoma anhält, desto schlechter ist die Prognose, dass die Wahrnehmung wiederhergestellt wird.

Wie stellt man zweifelsfrei fest, dass kein Bewusstsein mehr vorhanden ist – dass jemand also wirklich nichts mehr wahrnimmt?

Das kann man in der klinischen Untersuchung nicht beweisen oder ausschließen. Apparative Untersuchungen können teilweise komplexe kognitive Funktionen zugänglich machen, doch immer unter der Voraussetzung, dass die dafür erforderlichen Hirnstrukturen noch erhalten sind. Das sind häufig isolierte Regionen, also nur Fragmente von neuronalen Netzwerken. Wie der Patient einen Reiz in dieser Situation subjektiv erlebt, kann man nicht beurteilen. Dahinter steckt auch die philosophische Frage, was Bewusstsein überhaupt ist – und wie es sich auf neurowissenschaftlicher Ebene durch Bildgebung darstellen lässt.

... man muss bei der Untersuchung sehr genau hinterfragen, was für die Diagnose Wachkoma überhaupt praktikabel klinisch untersucht werden kann. Das war auch bei der Patientin [Munira Abdulla] in Bad Aibling der Fall... Diese Patientin befand sich den publizierten Informationen zufolge eigentlich nicht im Wachkoma, sondern in einem Zustand minimalen Bewusstseins... Die Patienten haben trotzdem bei Weitem keine Genesung erreicht. Auch die Patientin aus Bad Aibling ist nach wie vor schwerstkrank und wird für den Rest ihres Lebens schwerstpflegebedürftig bleiben...

Wenn die Patienten ihren Zustand auch nur in elementarster Form wahrnehmen können, bedeutet das für sie in vielen Fällen einen erheblichen Leidenszustand...

spektrum.de 26.8.2019

Orthographie-Analyse – 1851 Wörter: 14 dass; 29 sonst. Reform-ss; 2 so genannte, 2 bei Weitem, zu Grunde; reformwidrig: Der 42-jährige war ...
Der Begriff „Bewußtsein“ wird in vielen nicht automatengesteuerten Veröffentlichungen („unbewußt“) noch traditionell geschrieben, eben als wichtiger Begriff deutschen Denkens. Seine Definition und Bedeutung ist strittig, dazu an anderer Stelle. Es ist sicher eine große Verständnishilfe, daß Wachkoma nun „bei Weitem kein einheitliches Syndrom“ ist – wie auch die vielen neuen ss, die allen Hirngeschädigten und -beschränkten das Leben nun zur reinen Freude machen.

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Sigmar Salzburg
10.07.2019 06.04
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Weiterhin „Zeit“ raubende „Reform“ bei Spektrum

Saunders Island im Südatlantik gehört sicher zu den entlegensten und ungastlichsten Orten der Erde – und zu den wissenschaftlich am schwierigsten zu erforschenden: Die Insel ist fast vollständig von Eis bedeckt und wird vom aktiven Vulkan Mount Michael überragt, der vom Boden aus fast nicht zu bezwingen ist:... Der beständig austretende Wasserdampf aus der Lava gefriert in der klaren Luft der Subantarktis schnell und rieselt dann sehr feinkörnig nieder. Kletterer würden sofort einsinken, weil man nicht darüber gehen kann. Doch sich Zeit raubend durchzuwühlen, empfiehlt sich am Rand eines aktiven Vulkans ebenfalls nicht.

spektrum.de 5.7.2019

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Sigmar Salzburg
04.06.2019 05.39
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Die Ablenkung von Licht und Rechtschreibverstand

Anläßlich der hundertsten Wiederkehr des Nachweises der Lichtablenkung durch die Masse der Sonne gemäß der Allgemeinen Relativitätstheorie brachte „Spektrum“ einen längeren Artikel, der darstellte, in wieweit Einstein mit seinen Überlegungen bis heute recht behalten und die gesamte Wissenschaft befruchtet hat:

Relativitätstheorie: Einsteins Aufstieg zum Superstar
Am 29. Mai 1919 beobachteten britische Astronomen eine Sonnenfinsternis. Ihre Mission: Beschreibt die neue revolutionäre Gravitationstheorie eines deutsch-jüdischen Physikers die Natur genauer als diejenige eines englischen Universalgenies? Das Phänomen machte Albert Einstein zum Jahrhundertgenie – bis heute hat es sich zu einem wertvollen Werkzeug der Astronomie gemausert...

spektrum.de 28.5.2019
Da aufmerksamen Laien auch die neuesten Erkenntnisse dazu im allgemeinen bekannt sein dürften, beschränken wir uns auf die Untersuchung des Jahrhundertunfugs Rechtschreib„reform“, deren urtümlichste Version immer noch bei Spektrum „gepflegt“ wird.

Es ist kaum glaublich, daß die nichtsnutzige Umwandlung des traditionellen „daß“ in „dass“, die hier 54 Prozent der neuen „ss“ ausmacht, die Volkswirtschaft etwa 10 Milliarden Euro gekostet haben könnte, wenn man die Schätzung des Bundes der Steuerzahler auf insgesamt 50 Milliarden DM (25 Mrd. Euro) zugrundelegt. Da die geradezu mit religiösem Eifer propagierte „gemäßigte“ Kleinschreibung nicht durchsetzbar war, wurde nun die „unmäßige“ Großschreibung propagiert.

Die Durchsetzung der „Reform“ bescherte den Urhebern die allgemeine Beachtung ihres Schattendaseins und den Politikern die erwünschte Ablenkung von anderen selbstgeschaffenen Problemen. Die Analyse des vorliegenden Textes zeigt die völlige Nichtsnutzigkeit dieser Volksbelästigung.


4698 Wörter: 27 nichtsnutzige dass; 23 sonst. „Reform”-ss; GKS: 6 einsteinsch, 5 newtonsch; 3 spezielle RT; 6 allgemeine RT, 3 im Allgemeinen (aber: unter anderem, alles andere); 4 Recht (haben, bekommen); 1 platziert; herkömmlich – Eigenamen: Braune Zwerge, Dunkle Materie; 2 Schwarze Löcher;

Zwei aufeinander folgende Sätze zeigen den Unsinn der neuen Groß- und Kleinschreibung:
Weil Massen und andere Energieformen jedoch die Raumzeit krümmen, sind Geodäten im Allgemeinen krumme Kurven. Was die allgemeine Relativitätstheorie mathematisch so schwierig macht, ist der Teufelskreis der Nichtlinearität ...
Die Geodäten sind nicht „im Allgemeinen“ krumme Kurven, sondern im gekrümmten Raum. „Meistens“ wird in gepflegter Rechtschreibung durch „im allgemeinen“ dargestellt. Die „Allgemeine Relativitätstheorie“ ist ein noch immer üblicher Eigenname, und nicht so etwas wie die „allgemeine Meinung“.

Zum Schluß noch die „Philosophen“:
Immerhin widersprach Einsteins Werk nicht nur Newtons jahrhundertealten, bewährten Physik, sondern auch fast allen namhaften Philosophen der Zeit.
Da die Philosophen im allgemeinen in ihren logischen Inzuchtssystemen befangen sind, benötigen sie des öfteren den Abgleich mit der Wirklichkeit. In der Physik ist das noch eher möglich. Bei komplexeren Vorgängen, vor allem biologischen, spielt der Glaube wieder eine Rolle, und sei er materialistisch*. Am schlimmsten sind die Religionsphilosophen*. Sie gleichen angepflockten Ziegen, die nur in dem Umkreis grasen können, der ihnen durch die Länge des Stricks gegeben ist.

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Sigmar Salzburg
14.05.2019 15.55
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18 „Krebs erregende“ Jahre

Alkohol – Das unterschätzte Gift
Manche seiner Abbauprodukte sind ebenfalls giftig. Und auch andere Inhaltsstoffe von Alkoholika setzen Organen zu. Einige werden erst im Körper in toxische oder Krebs erregende Substanzen umgewandelt... Der Alkohol selbst ist zwar nach heutigem Wissen kein Kanzerogen, also für die Zellen nicht unmittelbar Krebs erregend, jedoch für die Gewebe ein Gift... Ethanol selbst wirkt zwar wohl nicht direkt Krebs erregend. ...
spektrum.de 1.4.2001

Risikofaktoren:
Krebs – Auch ein Ernährungsproblem

Beispiele für natürliche Karzinogene sind Schimmelpilzgifte wie Aflatoxine, Patulin oder Fumonisine. Sie können unter anderem in Nüssen, Getreide und Kaffee vorkommen. Viele dieser Gifte sind erbgutverändernd (mutagen) und Krebs erregend (karzinogen). [...warum nicht auch „Erbgut verändernd“?]
spektrum.de 1.9.2003

Ernährung:
Fleisch – Kraftspender oder Krankmacher?

Wurst enthält ... viel Salz (Kochsalz sowie Natrium- und Kaliumnitrit), um sie haltbar zu machen. Unter bestimmten Bedingungen können daraus Nitrosamine entstehen, chemische Verbindungen, die Krebs erregend wirken.
Spektrum 4.6.2013

Spiegelmaterie:
Ist Dunkle Materie Krebs
erregend?

Was man nicht alles berechnen kann: Falls Dunkle Materie aus „Spiegelmaterie“ besteht, gäbe es dunkle Minimeteoriten im All – und denen steht besser mal kein Zellkern im Weg!
spektrum.de 24.09.2015

Schadet der neue Mobilfunkstandard 5G der Gesundheit?
Die Interphone-Kollaboration wurde damals von der Internationalen Krebsforschungsagentur IARC in Lyon koordiniert, die Mobilfunkstrahlung daraufhin als »womöglich Krebs erregend« klassifizierte.
spektrum.de 15.4.2019

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Sigmar Salzburg
11.04.2019 03.13
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Technische Höchstleistung – Steinzeitreformschreibung

Bild des Schwarzen Lochs: Das Monster zeigt seine Zähne
Astrophysiker bringen eines der ambitioniertesten Projekte ihrer Disziplin zum Abschluss: Sie haben erstmals ein Schwarzes Loch fotografiert. Ein Bild für die Geschichtsbücher – und das vorläufige Ende einer langen Reise...
spektrum.de 10.4.2019

Analyse – 1883 Wörter: 6 (nichtsnutzige) dass; 9 sonstige Reform-ss; GKS: 2 seit Langem, bei Weitem, 2 einsteinsche Feldgleichungen; GZS: so viel, außen stehend, so genannten; unsystematische Unsicherheiten: etwas anderes, unter anderem, eine Eins durch [eine] null teilen, 4,3 Millionen Mal.

Die technische Höchstleistung der graphischen Rekonstruktion eines Schwarzen Loches, beschrieben in der Steinzeitreformschreibung von 1996:

Astrophysiker ... haben erstmals ein Schwarzes Loch fotografiert.
Nein, sie haben Radiowellen in einem weltweiten Verbund von Radioteleskopen aufgefangen und über ein Jahr lang in eine farbige graphische Darstellung umgerechnet, wobei die Wellenlänge beliebig auf etwa 1/200000 verkürzt wurde.
Seit Langem in Sichtweite, lockt die Aussicht auf ein Foto eines Schwarzen Lochs die Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten...

Nur woher nahmen die »aktiven Galaxienkerne« die nötige Energie? Selbst verschmelzende Atomkerne, wie man sie zu jener Zeit aus Wasserstoffbomben kannte, schienen hierfür nicht auszureichen, bei Weitem nicht.

... im Sternbild Schütze. Astronomen vermuten dort ... seit Langem ein Schwarzes Loch namens Sagittarius A*. Schätzungen zufolge ist es 4,3 Millionen Mal so schwer wie unsere Sonne...
Die Langversionen „seit dem Langen“ und „bei dem Weiten“ gibt es nicht, daher ist Kleinschreibung wie „seit gestern“ traditionell vernünftig.
Das Exemplar im Zentrum von M87 bringt unvorstellbare 14 000 Billionen Billionen Billionen Kilogramm auf die Waage, so_viel wie sieben Milliarden Sonnen *) ...

Schon dem jungen Physiker Karl Schwarzschild war 1915 auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs aufgefallen, dass manche Lösungen der einsteinschen Feldgleichungen scheinbar widersinnige Ergebnisse liefern...
Die kleinschreiberische Abweichung vom internationalen Usus verleugnet den Gebrauch als Eigenname und nimmt Einstein auch etwas von seinem Ruhm. Weniger problematisch fände ich die „einsteinsche Summenkonvention“, eine übersichtliche Praxis der Tensorrechnung, ähnlich nützlich wie die Kleinschreibungen „als erstes“, „im allgemeinen“ und „bei weitem“.
Große Massen ziehen die Raumzeit in die Länge... Hier ist die Schwerkraft so stark, dass die Zeit praktisch einfriert, zumindest aus der Perspektive eines außen _stehenden Beobachters. ... : Sobald etwas einmal den von Schwarzschild berechneten Radius passiert hätte, den so_genannten Ereignishorizont, könnte es nicht mehr kehrtmachen, egal, was passiert.
Die stotterische Trennung von „sogenannt“ ist hier und da schon genügend kritisiert worden.

NB: Stellt man sich die Sphäre des Beobachters um das Schwerkraftzentrum als Ballon vor, der sich mit Gravitationsbeschleunigung ausdehnt, nach Einstein äquivalent zur Schwerkraftwirkung, dann friert nichts ein. Licht und Materie durchqueren die Schwarzschildsphäre ungehindert und gelangen in endlicher Zeit zur zentralen Singularität, so jedenfalls in der Perspektive des Physikers Martin David Kruskal.
Auf dem Meeting [1963] stellt der Neuseeländer Roy Kerr auch eine weitere Lösung für die einsteinschen Feldgleichungen vor. Sie beschreiben den Fall, dass sich die meisten Schwarzen Löcher um sich selbst drehen, wovon die Physiker damals bereits ausgehen.
Die Einsteinschen Feldgleichungen werden weithin als bedeutendste Einzelleistung eines theoretischen Physikers angesehen. Einstein selbst meinte, sie hätten niemals experimentell oder durch Beobachtung gefunden werden können.

*) Da der linear massenabhängige Schwarzschildradius der Sonne knapp 3 km beträgt, ist der des Objekts in M87 rd. dreimal größer als der fernste Abstand des Pluto. Unser gesamtes Sonnensystem paßt also mühelos in dieses Schwarze Loch.

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