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Unwichtige Geschichtsfälschungen
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Sigmar Salzburg
04.03.2008 07.12
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Zitat:
Ursprünglich eingetragen von glasreiniger
Man findet diese Quelle übrigens mit ...
Bandwurm-Links können hier anscheinend nicht verkürzt oder mit Zeilenumbruch angegeben werden. Um Monsterbildbreiten zu vermeiden, hatte ich auf diese Angabe verzichtet. Manchmal behelfe ich mich damit, nur den ersten Teil als Netzziel anzugeben und das Folgende in den nächsten Zeilen zu ergänzen.
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Sigmar Salzburg

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glasreiniger
03.03.2008 18.47
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Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Sigmar Salzburg
Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Christoph Kukulies
(... im Originaltext steht „interessirt“ – mit Doppel-s).

Meine Quelle schreibt innerhalb des Frakturtextes „interesirt“ in Antiqua, wie damals üblich – glaubwürdig, aber eben kein Faksimile. Nur dies könnte Gewißheit geben.


Man findet diese Quelle übrigens mit http://books.google.de/books?id=ZLYJ6-vCi64C& pg=PA312&lpg=PA312& dq=zuvor+hatte+ich+die+verkehrte+art+der+welt+wenig+beobachtet& source=web&ots=_xJfIB27Kn&sig=qgdomLicib95xSZZ2MGfYNQog94&hl=de#PPA312,M1


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Gruß vom Techniker ... Machen Sie es doch folgendermaßen, und beiden Seiten ist gedient:
http://books.google.de/books?id=ZLYJ6-vCi64C...
also nach diesem Muster:
<a href=meine-ganz-lange-anschrift.de/weiter/Pfad?Sendgroesze1=111&Sendgroesze2=222>Kurzanschrift.de</a>


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Sigmar Salzburg
03.03.2008 12.49
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Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Christoph Kukulies
(... im Originaltext steht „interessirt“ – mit Doppel-s).

Meine Quelle schreibt innerhalb des Frakturtextes „interesirt“ in Antiqua, wie damals üblich – glaubwürdig, aber eben kein Faksimile. Nur dies könnte Gewißheit geben.
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Sigmar Salzburg

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Christoph Kukulies
03.03.2008 10.23
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Re: Auf nichts ist Verlaß

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Sigmar Salzburg
SÖLDNER IM DREISSIGJÄHRIGEN KRIEG
Handwerker des Todes

„Zuvor hatte ich die verkehrte Art der Welt wenig beobachtet und noch weniger, dass ich selbst mit interessirt wäre.“ Er nimmt sich vor, dem Beispiel des Autors zu folgen und die Torheiten der menschlichen Existenz genau zu studieren, „um meinen wenigen Verstand zu schärpffen“ und darüber spotten, lachen oder weinen zu können.

Spiegel online 2.3.2008

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,535469,00.html

Das Grimmelshausen-Zitat folgt dem inzwischen verbreiteten Verfälschungsmuster: Die Eigentümlichkeiten der alten Schreibweisen werden als Zeitkolorit übernommen, unrefomierte Schluß-ß, vor allem „daß“, aber werden den Lesern vorenthalten.
Im fraglichen Text heißt es richtig: … daß ich selbst mit interesirt wäre;


Ich glaube, daß da Textfilter gnadenlos, ob historischer Text oder nicht, ihr Werk tun, gesteuert von minder begnadeten Schreibkräften.

(Übrigens, Herr Salzburg, im Originaltext steht „interessirt“ – mit Doppel-s).



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Christoph Kukulies

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Sigmar Salzburg
03.03.2008 08.49
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Auf nichts ist Verlaß

SÖLDNER IM DREISSIGJÄHRIGEN KRIEG
Handwerker des Todes

„Zuvor hatte ich die verkehrte Art der Welt wenig beobachtet und noch weniger, dass ich selbst mit interessirt wäre.“ Er nimmt sich vor, dem Beispiel des Autors zu folgen und die Torheiten der menschlichen Existenz genau zu studieren, „um meinen wenigen Verstand zu schärpffen“ und darüber spotten, lachen oder weinen zu können.

Spiegel online 2.3.2008

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,535469,00.html

Das Grimmelshausen-Zitat folgt dem inzwischen verbreiteten Verfälschungsmuster: Die Eigentümlichkeiten der alten Schreibweisen werden als Zeitkolorit übernommen, unrefomierte Schluß-ß, vor allem „daß“, aber werden den Lesern vorenthalten.
Im fraglichen Text heißt es richtig: … daß ich selbst mit interesirt wäre;

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
28.02.2008 08.55
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Wikipedia Online-Lexikon

Die Wikipedia-Neuschreib-Stasi verfolgt jeden, der es wagt, Wörter in die traditionelle Rechtschreibung zu ändern. Umgekehrt ist man gegenüber Quellenverfälschungen großzügig. Die SPIEGEL-Darstellung in „75 Jahre Reichtagsbrand“ ...

Der Kampf gegen die Alleintäterthese ist heute im Bereich des Obskurantismus angekommen. … Aus diesem Umfeld kommt womöglich auch der umfängliche, aber wenig erhellende Eintrag zum Reichstagsbrand bei Wikipedia.

... führt zu Paul Carell (eigentlich Paul Karl Schmidt).

Es wird ein Schmidt-Text v. 27.Mai 1944 zitiert mit der ausdrücklichen Quellenangabe „Nürnberger Dokument Dokument NG-2424, Bundesarchiv, Außenstelle Ludwigsburg“. Ein Vergleich mit dem gleichen Text in anderen Zitaten läßt folgende Verfälschungen vermuten (fett):

„Die geplante Aktion [gegen die Budapester Juden] wird in ihrem Ausmaß große Aufmerksamkeit erregen und Anlass zu einer heftigen Reaktion bilden. Die Gegner werden schreien und von Menschenjagd usw. sprechen und unter Verwendung von Gräuelberichten die eigene Stimmung bei den Neutralen aufzuputschen versuchen. Ich möchte deshalb anregen, ob man diesen Dingen nicht vorbeugen sollte dadurch, dass man äußere Anlässe und Begründungen für die Aktion schafft, z.B. Sprengstofffunde in jüdischen Vereinshäusern und Synagogen, Sabotageorganisationen, Umsturzpläne, Überfälle auf Polizisten, Devisenschiebungen großen Stils mit dem Ziel der Untergrabung des ungarischen Wirtschaftsgefüges. Der Schlussstein unter eine solche Aktion müsste ein besonders krasser Fall sein, an dem man dann die Großrazzia aufhängt.“

Lediglich das letzte „müsste“ scheint original zu sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Carell

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
10.02.2008 11.54
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DDR-Nostalgie

Rote Liste: „Sie werden plaziert!“
War es Stollberg oder Wernigerode? Oder Ilsenburg? Wir waren im Harz unterwegs. Mittag war schon vorüber, als wir in ein Restaurant einkehren wollten, um etwas zu essen. Ein Schild im Windfang verwehrte uns den Zutritt: „Sie werden plaziert!“
Auch wenn die Schreibweise des Verbs aus heutiger Sicht merkwürdig anmutet, sie war korrekt. An eine Rechtschreibreform dachte damals niemand, schon gar nicht, wenn der Magen knurrte. Das fehlende „t“ wurde im Geiste mitgesprochen, es verlieh dem Spruch eine zusätzliche Schärfe. Sie werden platt-ziert!

Das klang wie eine Drohung. Die mit Zaun und Splitterminen gesicherte Grenze war nah und allgegenwärtig, im Zug, beim Spaziergang im Wald, selbst bei einem Restaurantbesuch. Halt! Keinen Schritt weiter, oder Sie werden erschossen! …

[„Amtliche Rechtschreibung“ soll heute ähnlich wirken!]

Frank Quilitzsch: Weißt du noch? Ein Sammelsurium der Dinge, die wir vermissen.
Aufbau Taschenbuch Verlag, Berlin, 221 Seiten mit Vignetten von Nel, 7.95 Euro

Thüringische Landeszeitung 07.02.2008

http://www.tlz.de/tlz/tlz.kultur.
volltext.php?kennung=on3tlzTRETreNational39484&zulieferer=
tlz&kategorie=TRE&rubrik=Treffpunkt®ion=National&auftritt=TLZ&dbserver=1

Viele kannten noch die originalere Schreibweise „placieren“ – und bei „spazieren“ wurde und wird auch kein „t“ vermißt.

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Sigmar Salzburg
02.02.2008 14.50
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Hauptsache „dass“

Wieder ein Beispiel für die ss-Afferei:
Ein alter Artikel aus der Zeitschrift „Laute & Gitarre“ von 1979
wird völlig unnötig „angepasst“, indem (fast) nur die „daß“ gegen „dass“ ausgetauscht werden.
Auch Freunde der alten Kultur können kulturlos sein.

http://www.johannes-klier.de/Publikationen/Fachartikel/FA_8/hauptteil_fa_8.html

In den Kieler Nachrichten erschien vor Jahren ein ganzer Fortsetzungsroman in dieser Weise.

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
02.02.2008 14.07
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Goscinny / Uderzo

Asterix bei den Olympischen Spielen

Erschienen 02/2008
Ehapa Verlag, Köln 48 Seiten / € 5,00
„Asterix bei den Olympischen Spielen“ – Moment, gab es den Comic nicht schon mal?
[…]
Aber das Heute hat auch sein Gutes. Heute ist die Schrift größer, was die schwächelnde Sehstärke mit Erleichterung feststellen wird. Das füllt sogar die Sprechblasen harmonischer aus. Dazu sind viele Soundwords und Ausrufe nun in ansehlichem Handlettering. Aktuelle Rechtschreibung ist ebenfalls enthalten und nur Freunde der Reichsmark werden sich an diesem Detail stören …

http://www.parnass.scram.de/comicdetail.php?nr=2382

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Sigmar Salzburg
21.01.2008 11.10
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Nottun

Im Eckernförder Teil der Kieler Nachrichten v. 12.1.08 berichtet Dr. Stefan Deiters wieder einmal von historischen Begebenheiten nach alten Quellen, diesmal von der „Reichsgründungsfeier“ von „Stahlhelm“ und „Bund Königin Luise“ am 13. Januar 1933:

Eine Feier für „alle wahrhaft Deutschgesinnten“
Er zitiert aus einem Zeitungsbericht (wohl Eckernförder Zeitung) Die Kapelle, fährt der Bericht fort, sorgte dafür, „dass die Herzen der Anwesenden sich lösten vom Alltag und sich wehrhaften Gedanken, die uns so nottun, öffneten“.

Das „dass“ ist unwahrscheinlich, denn die Eckernförder Zeitung erschien damals in Fraktur. Auch das „nottun“ ist unglaubwürdig:

Adelung (um 1800) nennt „not[h]“ „ein Nebenwort, nöthig, nothwendig, so wohl bedürfend, als auch zu einer Sache erforderlich.“ Duden gibt 1880 bis 1996 (auch 1933) die Kleinschreibung dieses „Nebenwortes“ an. Erst durch die „Reformer“ und Kultusminister wird es ab 1996 als angebliches „Substantiv“ in Schülerhirne eingebimst und in „fortschrittliche“ Texte hineingeferkelt – „Not tun“. Und erst der Rechtschreibrat machte 2006 daraus das nuttige „nottun“.

Der Neudumm-Duden 2006 bleibt daneben aber bei „Not sein“, in der Bedeutung „nötig sein“. (Wolfram Metz stellte am 13.10.2007 bei FDS allerdings fest: „Heimlich, still und leise hat die Dudenredaktion die Schreibung Not sein kassiert! In der in diesem Jahr erschienenen dunkelblauen Weltbild-Sonderausgabe der 24. Auflage des Rechtschreibdudens hat sich ein not sein in den Textkasten zum Stichwort „Not“ eingenistet, wobei not in unschuldigem Schwarz daherkommt, ganz so, als ob es die Reform nicht gegeben hätte.“)

Das „nottun“ des Dr. Deiters spiegelt also möglichweise nur wider, daß er das neueste Duden-Korrekturprogramm von 2006 verwendet – das mußte wohl „Not“ sein.


– geändert durch Sigmar Salzburg am 21.01.2008, 15.40 –
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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
24.12.2007 23.16
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ZDF-Programmhinweis / Montag, 24. Dezember 2007, 23.05 Uhr,
Es gibt noch Haselnusssträucher


(Spielfilm 1983, mit Heinz Rühmann)

Im Titelvorspann des Films
prangen jedoch groß und schön

Haselnußsträucher

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Sigmar Salzburg
13.12.2007 14.26
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Spiegel online zitiert DDR-Postkarten

Einmal muß der Herausgeber Farbe bekennen und schreibt ein verfängliches „muss“ – vermutlich eine Fälschung (aber Guido Knopp macht es ja nicht anders):

„Lieber Manfred, wir haben nur wenig zu klagen...“
Von Florian Harms
4. Teil: 3. Karte: „Alles war mit der Harke auf den Feldern“
Postkarte vom 2.6.1986

Schwarzes Meer
Liebe Mutti, wir hatten eine Reise voller schöner Eindrücke bei bestem Wetter. Ich muss jetzt gedanklich erstmal sortieren. Rumänien ist ein wunderschönes Land mit schwer arbeitender Landbevölkerung. Keine Technik. Alles war mit der Harke bei glühender Hitze auf den Feldern. In Ungarn und Bulgarien nicht. Liebe Grüße L + H


http://www.spiegel.de/jahreschronik/0,1518,518248-4,00.html

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Sigmar Salzburg
04.09.2007 09.16
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Dr. Deiters fälscht weiter

WAS DAMALS GESCHAH: BEMERKENSWERTES AUS DER ECKERNFÖRDER STADTCHRONIK

25. Wiederkehr des Sedantages wurde groß gefeiert

Von Dr. Stefan Deiters
… Am 31. August 1895, einem Sonnabend, hatte die Titelseite der „Eckernförder Nachrichten“ fast ausschließlich den Tag von Sedan zum Thema. Mit vaterländischem Pathos erinnerte die Zeitung an die Ereignisse vor 25 Jahren: „Den deutschen Rhein zum fränkischen Strom zu machen, war der Frankenkaiser ausgezogen, frevlen Übermutes voll, und als Gefangener des preußischen Königs, um dessen deutsches Banner sich Nord- und Süddeutschland geschaart, überschritt er den deutschen Rhein.“ …. „Auf dem Gänsemarkt wurden die Fackeln zusammengeworfen, worauf der Commers im Hotel ,Stadt Hamburg' seinen Anfang nahm. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, auch die Galerie war von Damen in Beschlag genommen.“ Die Feier in Eckernförde, so das Fazit der Zeitung, „war in allen Teilen gelungen und von keinem Misston gestört.“


[Kieler Nachrichten (Eckernförder Ausgabe) v. 1.9.2007]

Die alten „Eckernförder Nachrichten“ erschienen zudem in Fraktur – also keine Chance für „Missstandsschreibung“!

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
06.01.2005 13.29
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Der Automat war's

eMail 6. Januar 2005 12:56

Sehr geehrter Herr Salzburg,

Haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihren Hinweis bezüglich der
Verwendung von "ß" und „ss“. Ich denke, dass die Kieler Nachrichten hier
keinerlei Schuld trifft. Ich bemühe mich zwar, bei Originalzitaten, die
altertümliche Schreibweise beizubehalten, doch verfügt mein
Textverarbeitungsprogramm über eine automatische Korrektur, die „daß" zu
„dass“ macht. Ich versuche dieses – wenn ich es bemerke – rückgängig zu
machen, offenbar aber nicht immer erfolgreich.

Ich werde in Zukunft genauer darauf achten, dass ein „daß" ein „daß" bleibt.

Mit besten Grüßen,
Stefan Deiters


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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
05.01.2005 14.08
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KN - Eckernförder Nachrichten v. 3.1.2005

Und wieder Dr. Stefan Deiters:

Mit leichter Verspätung trafen die Neujahrswünsche aus Gottorf im Jahr 1744 in Eckernförde ein: Ein Beamter hatte den Brief am 6. Januar 1744 „auf speziellen hochfürstlichen Befehl abgefasst wegen Abwesenheit des Herzogs.“ Der Inhalt der Grußbotschaft dürfte – sieht man von der altertümlichen Sprache einmal ab – den diesjährigen Wünschen zum neuen Jahr nicht unähnlich sein: „Hoch und Wohledle, hoch und vielgeehrte Herren“, beginnt der Brief in verschnörkelter Schrift. „Wie ich mit gantz verbindlichem Dank erkenne, dass Euer Hoch- und Wohledlen mir zu dem hinterlegten Zeit-Wechsel felicitiren wollen: Also wünsche denenselben hinwiederum alles gedeihlichen Wohlergehen in diesem und vielen folgenden Jahren, mit der völligen Versicherung, dass wenn dazu etwas beizutragen vermag, ich jederzeit alle Dienst-Begierde werckthätig zu machen suchen werden.“

Liebevolle Wiedergabe der alten Orthographie, aber mit neuen ss. Sind die alten ß (im beigefügten Faksimile erkennbar) den Lesern nicht mehr zumutbar?




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Sigmar Salzburg

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