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Spiegel Online
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Sigmar Salzburg
03.07.2008 05.37
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Weiter so …

Monatelange Geheimdienstaktion führte zu Betancourts Befreiung
Von Jens Glüsing, Sao Paolo
Ein erbeuteter Laptop war der Schlüssel zum Erfolg: Mit einer filmreifen Geheimdienstaktion wurden Ingrid Betancourt und 14 weitere Geiseln aus den Händen der kolumbianischen Farc befreit. … Ein Alptraum, der sich in ein hollywoodreifes Happy-End aufgelöst hat.
Eine lebensfrohe, aufgekratzte, selbstbewußte und offenbar weitgehend gesunde Ingrid Betancourt federte die Gangway des Flugzeugs herunter, das sie zur Militärbasis Catam bei Bogotá gebracht hatte. …
Ingrids Mutter hasst Uribe, sie macht ihn für das Geiseldrama mitverantwortlich. Immer wieder erging sie sich dagegen in Lobeshymnen auf Venezuelas Präsident Hugo Chávez und die Senatorin Piedad Córdoba. Letztere hatten sich als Vermittler im Geiseldrama aufgedrängt – Informationen auf den Laptops des getöteten Farc-Kommandeurs Raúl Reyes scheinen sie im nachhinein jedoch als Helfershelfer der FARC zu entlarven: Córdoba soll die Rebellen aufgefordert haben, Ingrid als letzte freizulassen, weil sie das wichtigste Faustpfand der Guerilla sei…

Spiegel online 3.7.2008
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,563575,00.html

10:00 Uhr – Die Schreib-Stasi schläft nicht. Jetzt wurde in „selbstbewusst“ und „im Nachhinein“ „korrigiert“.

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Sigmar Salzburg
14.06.2008 05.32
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Sind die Iren Schuld?

IRISCHES „NO“-VOTUM
Vertragsstrafe für die EU
...
860.000 Iren haben gegen die EU-Verfassung gestimmt und die Union in die Krise gestürzt. Aber nicht Irlands Wähler sind Schuld am Reformstau, sondern Eurokraten und Politiker, die allein um nationale Vorteile pokern. Das Projekt EU – es wurde schon viel früher lahm_gelegt.
Am Tag der Irland-Pleite wüten sich Berufseuropäer in Brüssel den Frust von der Seele. Das war das letzte Mal! Noch_mal dürfen diese Iren nicht abstimmen! Schluss mit den Volksentscheiden! Die Dinge sind zu kompliziert fürs Volk!...

Sie haben ja durchaus Recht, die beamteten Pro-Europäer: Die Allianz der Neinsager in Irland – wie zuvor in Frankreich und den Niederlanden – war bizarr. Ganz Rechte und ganz Linke, Millionäre und Arbeitslose interpretierten und kritisierten Europa höchst gegensätzlich. …

Spiegel online
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,559649,00.html

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Sigmar Salzburg
23.04.2008 12.47
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Querulant Borcholte

ABGEHÖRT
Die wichtigsten CDs der Woche
… „Accelerate“ jedenfalls klingt so roh, rauh und kernig, … Andreas Borcholte
Spiegel online 26. März 2008

[Derselbe Borcholte, der im Jahr 2000 die Rückkehr der FAZ zur Schreibkultur als obsessive Niedertracht egoistischen Querulantentums darstellte, wobei „die mit Mühe und Not ... installierten Neuerungen“ auf der Strecke blieben.]

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Sigmar Salzburg
31.01.2008 16.30
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Politikloser Politikloser

Neues von den Spiegel-Quizlingen

VERLIERER-QUIZ
Er war der Star der Rechten – jetzt ist er der Buhmann aus Hessen. Doch Roland Koch ist keineswegs Deutschlands größter Polit-Loser. Tiefe Stürze, dramatische Ergebnisse, Blitzrücktritte: SPIEGEL ONLINE zeigt im großen Verlierer-Quiz die legendären Niederlagen der Nation.

http://www1.spiegel.de/active/quiztool/fcgi/quiztool.fcgi?id=29922

Da trifft ein Reim
von Hans Flachs:

Manch ein Loser
ist ein Loser,
mal famoser,
mal konfuser.

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Sigmar Salzburg
22.01.2008 12.18
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... aus der politischen Trickkiste

Spiegel online, 22.1.08

… Doch den besseren Fischer gab ausgerechnet sein Erbe: der Grünen-Spitzenkandidat Al-Wazir. … Koch spiele mit den ausländischen Namen der Spitzenkandidaten von SPD und Grünen, sagt der 37-Jährige. „Da steht ja nun mal groß geschrieben:
Ypsilanti, Al-Wazir und die Kommunisten verhindern." …
Und dann punktet er mit einer ebenso kreativen wie überraschenden Frage: Wenn die sozialdemokratische Spitzenkandidatin heute noch ihren Mädchennamen Dill tragen würde und er nach seiner Mutter Knirsch hieße, „würde die CDU dann plakatieren:
Dill, Knirsch und die Kommunisten verhindern?"
Doch wohl kaum. … Überschwänglich gratuliert
[Daniel Cohn-Bendit] dem Spitzenkandidat zu seiner Rede. …
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,530076,00.html

P.S.: Laut etym. Lexikon: „schwingen“ … indoeuropäisch *sueng-, *suenk, … dazu stellen sich auch Schwanz, Schwang, Schwank, schwanken, schwenken und schwach …
Das Verbot von „überschwenglich“ ist unbegründet. Aber das kümmert(e) die im Artikel genannten Reformförderer Koch, Kanther, Fischer … wenig.

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
19.01.2008 12.18
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Jens Jessen

Henryk M. Broder am Schluß eines langen Artikels:

Auch in einem anderen Punkt muss man dem Herrn zustimmen: „Letztlich zeigt der deutsche Spießer ... überall sein fürchterliches Gesicht“. Bei der „Zeit“ heißt er Jens Jessen und führt dort das Feuilleton.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,529487,00.html

Der genannte Herr ist auch hier gut bekannt:

http://www.nachrichtenbrett.de/Forum/showthread.php?postid=31170#post31170

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Sigmar Salzburg
19.01.2008 08.09
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„Schallmeienklänge“

18. Januar 2008

IMPORTDEUTSCH-QUIZ
Bloß keine Fisimatenten!

Von Markus Flohr

Tomate, Tollpatsch, mutterseelenallein: So schöne deutsche Wörter! Nur sind sie nicht deutsch. Sondern eingewandert. Das Goethe-Institut sucht jetzt das schönste „Wort mit Migrationshintergrund“ – SPIEGEL ONLINE will wissen: Kennen Sie die Herkunftsländer?

Ein kleiner Test: Wenn...

... morgens der Wecker Alarm schlägt, man mutterseelenallein in die Küche stolpert, sich ein Brot mit Tomate macht und danach zum Kiosk trabt, um eine Zeitung zu kaufen,

... dann waren das jetzt wieviele Wörter, die nicht urspünglich aus dem Deutschen kommen? Eins? Vier? Keins?

Das Goethe-Institut sucht zurzeit das schönste eingewanderte Wort, feinsinniger: das beste „Wort mit Migrationshintergrund“. Zu gewinnen gibt es eine Reise in das Land, aus dem das Wort kommt. Für Schüler und Jugendliche hat das Goethe-Institut Extrapreise ausgeschrieben, überzeugende Einsendungen samt Erklärungen sollen auch in einem Buch veröffentlicht werden. Mehr als 2000 Menschen aus 31 Ländern von Togo bis Usbekistan haben schon mitgemacht. Am liebsten sind den Einsendern bisher die eingedeutschten „Fisimatenten“ – knapp vor dem hebräischen „Tohuwabohu“. Wer mitmacht, muss auch eine Begründung schreiben, warum gerade dieses eine migrantische Wort so schön ist. Und spätestens da geht die Fachsimpelei los.

Aus 34 verschiedenen Sprachen kamen die Wörter, von Ursprungssprachen wie Englisch oder Französisch bis zu echten Exoten wie Polynesisch („Tabu“), Malayisch („Amok“) oder Guaraní („Jaguar“). Viele sind kaum noch als Fremdwörter zu erkennen, wie „Gurke“, „Anorak“ oder „Sofa“. Sogar für die unterschiedlichen Formen des Wortes „downloaden“ – „gedownloaded“ oder auch „downgeloaded“ – konnten sich Teilnehmer erwärmen.

Dass dieses Wort aus dem Englischen eingereist ist, sieht man ja sofort. Aber wie sieht es aus bei „Alarm“, „Tomate“ oder „Sauna“?

Machen Sie den Test: das Import-Deutsch-Quiz auf SPIEGEL ONLINE. Los geht's! (mehr...)

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,529298,00.html

... wieder unterschwellige Indoktrination – und Ablenkung von der „toll patschigen“ Rechtschreibreform.

http://www.nachrichtenbrett.de/Forum/showthread.php?threadid=970

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Sigmar Salzburg
13.01.2008 09.37
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Ihre Gleichen: Schreibliche Steinzeit

Spiegel online zitiert:

„Eine aktuelle Meinungsumfrage des Forschungsinstituts PEW über die im Westen lebenden 'Moslems' brachte folgendes Ergebnis: Die in Frankreich ansässigen Muslime sind erstens am ehesten davon überzeugt, dass der westliche Lebensstil ihrem Glauben nicht widerspicht (74 Przent), zweitens am zufriedensten mit der Trennung von Kirche und Staat (73 Prozent) und äußern sich drittens am positivsten zu ihrem Verhältnis zu christlichen (92 Prozent) und jüdischen (71 Prozent) Nachbarn. Die letztgenannten Zahlen suchen auf der Welt ihres Gleichen."

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,528212,00.html

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Sigmar Salzburg
04.12.2007 17.43
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Renitent nur in der Überschrift

Rauh, reif und renitent
Von Nina Rehfeld

Statt junger Dinger im Beziehungsnotstand übernehmen jetzt starke Frauen jenseits der vierzig das Regiment in US-Serien. ....


http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,521023,00.html

... Anstatt mit bemüht steter Hand begegnen sie dem hohen Druck, der auf ihnen lastet, mit beißenden Sarkasmus oder mit rauer Wut, ...

[... flauer Mut, wenn überhaupt!]

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Sigmar Salzburg
28.11.2007 12.29
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Reformdenken: Großschreibung bei Verdacht auf Substantivierung

SPIEGEL ONLINE: Im nächsten Jahr werden Sie 70. Eine häufig gestellte Frage dürfte dann sein, wie Sie es schaffen, so jung auszusehen. Was werden Sie antworten?

[Götz] George: Das hängt mit Vielerlei zusammen: Mein Leben verlief ziemlich glatt, meine Begabung wurde schnell erkannt …

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,519635,00.html

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Sigmar Salzburg
28.10.2007 06.28
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Noch so ein Politiker-Ei – wie die „Rechtschreibreform“

27. Oktober 2007
ENDE DER SOMMERZEIT
Heute Nacht wird an der Uhr gedreht
Von Jens Lubbadeh
Sie spart keine Energie, sagt der Präsident des Umweltbundesamts. Sie könnte gesundheitsschädlich sein, sagen Wissenschaftler. Sie ist unbeliebt, sagen die Meinungsforscher. Heute Nacht endet die Sommerzeit, werden Deutschlands Uhren wieder zurückgedreht. Vielleicht zum letzten oder vorletzten Mal.
Einen wirklich stichhaltigen Grund für die Zeigerdreherei gibt es nicht. ….
… Ende 2007 will die Europäische Union einen Bericht zu den Auswirkungen der Sommerzeit vorlegen. Die erwiesenen nicht vorhandenen ökonomischen Vorteile und der bürokratische Aufwand lassen vermuten, dass die Sommerzeit tatsächlich kippen könnte. …


http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,513963,00.html

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Sigmar Salzburg
27.10.2007 07.45
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Beim alten Fidel oder beim Alten fidel ?

Es war Bushs erste größere Rede zur Kuba-Politik seit vier Jahren – …
… Beim Nachlesen alter Analysen vor allem konservativer Denkfabriken in Washington fällt auf, wie fixiert man auf zwei Dinge war: dass die Wirtschaftskrise zu einem Flüchtlingsstrom und einem Zusammenbruch führe. Und dass Kommunismus als Konzept für Kuba mit dem Ende von Fidels Ära enden werde.

Nur eine Option spielte selten eine Rolle – dass alles in Kuba weitgehend beim Alten bleiben wird. Doch genau dies ist mehr oder weniger eingetreten.


http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,513413,00.html

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
23.10.2007 19.13
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In der Schule ein Fehler oder nicht?

Im Jahr 2003 war das Space Shuttle „Columbia“ wegen beschädigter Hitzekacheln beim Eintritt in die Erdatmosphäre auseinander gebrochen und verglüht.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,513130,00.html

Spiegel online 23.10.07

Duden: Man schreibt »auseinander« mit dem folgenden Verb in der Regel zusammen ... – auseinanderbrechen, ...

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Karl-Heinz Isleif
11.10.2007 10.18
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Herman und ein wenig Rufmord (hat leider wenig mit der deutschen Schrift zu tun).

Wer, um Himmels Willen, ist Eva Herman? Wieso ist es eine Nachricht, wenn jemand aus einer Gesprächsrunde geschickt wird?

Und was die Nazis betrifft: Klar, von einem, der seine Gesinnung durch (Freudsche) Versprecher durchschimmern läßt, indem er Anleihen bei berühmten Naziparolen nimmt („kauft nicht beim Duden!“), oder von einem, der statt eines Datums „Führers Geburtstag“ in seine Briefe schreibt, halte ich jedenfalls lieber Abstand, auch wenn er ein Reformgegner ist!

Das hat nichts zu tun mit der scheinheiligen Suche nach 'Gesinnungsmängeln', für die einige selbsternannte Saubermänner ihre eigenen, privaten Regeln aufgestellt haben. Das Zeug dient nur dem Zweck, jemanden fertigzumachen, indem man ihm jedes Wort im Mund rumdreht, (Beispiel: Martin Walsers Rede). Perfektioniert haben (und praktizieren tun) den ekelhaften Brauch eben tatsächlich und hauptsächlich Mitglieder der sogenannten 68er-Generation.

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Sigmar Salzburg
11.10.2007 08.19
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Eva Herman

Bei Spiegel online, in 3sat u.a laufen derzeit Diskussionen um den Herauswurf Eva Hermans in der Kerner-Runde des ZDF. Ich habe dabei zur „Gleichschaltung“ Stellung genommen. Meine Version für 3sat lautet:

3sat übernimmt die tendenziöse Falschmeldung von dpa u.a.:

Doch Herman wich mehrfach aus und ergänzte: Wenn man nicht über Familienwerte der Nazis reden dürfe, könne man auch nicht über die Autobahnen fahren, die damals gebaut wurden.

Sie hat aber sinngemäß gesagt, wenn man das (auch im Dritten Reich gebrauchte) Wort „Gleichschaltung“ nicht mehr gebrauchen dürfe, dann dürfte man auch nicht mehr über die Autobahnen fahren.

Die Journaille liegt auf der Lauer, Eva Herman aus jedem Wort einen Strick zu drehen. Kaum hatte sie geäußert, sie würde von einer „gleichgeschalteten“ Presse zu Unrecht in die rechte Ecke gedrängt, da triumphierte Spiegel online, daß „Gleichschaltung“ ein Nazibegriff sei.

Bei Kerner hatte man sogar einen leibhaftigen Historik-Professor im Publikum plaziert, der wunschgemäß bestätigte, daß „Gleichschaltung“ Gedankengut des Dritten Reichs sei. Die gleichfalls anwesende Schreinemakers vor allem zeigte derartige pawlowsche Erregungsreflexe, daß Kerner die Herman schließlich erniedrigend aus der Runde entfernte, nachdem er die ganze Zeit den milden Inquisitor gespielt hatte, der, um sie vor dem Scheiterhaufen bewahren, versuchte, ihr eine normgerechte Äußerung des derzeit zulässigen rechten Glaubens zu entlocken… Welch eine Groteske!

Die Herman hatte aber zweifellos nicht die nazidiktatorische Gleichschaltung der Presse gemeint, sondern die freiwillige Anpassung und Gleichschaltung der Presse durch die überall in den Redaktionen wirkenden Meinungsführer der „fortschrittlichen“ politisch korrekten Elite.

Daß es diese freiwillige Gleichschaltung gibt, konnte man gerade überdeutlich am Verhalten der Presse im Streit um die „Rechtschreibreform“ studieren. Obwohl die Mehrheit der Bürger, die Leser, gegen die „Reform“ waren und keine Zeitung dazu gezwungen war, hat man, oft laut klagend, den neuen Regelblödsinn sogar noch eifernd übererfüllt. Selbst ein Stefan Aust wurde durch anonyme Mächte daran gehindert, sein Versprechen gegenüber Springer-Döpfner zu erfüllen, den Spiegel zur klassischen Rechtschreibung zurückzuführen.
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Sigmar Salzburg

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